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Philips unter Zugzwang: Jetzt auch Reparatur von CT-Geräten gefordert

Philips in der Krise: Medizintechnikriese kämpft weiter mit Herausforderungen.


Philips kämpft weiterhin mit Problemen, die den Medizintechnikkonzern teuer zu stehen kommen. Die jüngste Herausforderung besteht in Hunderten Computertomografen (CT) in den Vereinigten Staaten, die in Ordnung gebracht werden müssen.


Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat in einer Mitteilung vom Donnerstag verkündet, dass 553 Geräte betroffen sind und den Fall als höchste Gefahrenstufe einstuft. Die Nutzung dieser Geräte, die zwischen 2007 und 2013 hergestellt wurden, kann ernsthafte Verletzungen oder sogar den Tod zur Folge haben, da sich ein Teil der Apparate lösen und herunterfallen kann.


Dieser Rückruf ist nicht das einzige Problem, mit dem Philips in den USA zu kämpfen hat. Bereits seit mehr als zwei Jahren sorgen Probleme mit einigen Beatmungsgeräten für Ärger, die für die Schlaftherapie eingesetzt werden. Sie enthalten Dämmschaumstoff, von dem sich Partikel lösen können. Dies führte bereits zu einem Rückruf und zu Vorsorgemaßnahmen für bereits laufende Rechtsstreitigkeiten, die Philips weit über eine Milliarde Euro gekostet haben. Ende Januar musste der Konzern den Verkauf von Beatmungsgeräten im Land stoppen. Im Dezember gab es zudem einen weiteren Rückruf von Magnetresonanztomografen (MRT).


An der Börse EURONEXT in Amsterdam verzeichnet die Philips-Aktie am Freitag zeitweise einen Verlust von 0,16 Prozent und steht bei 18,834 Euro.


Die Probleme in den USA sind für den niederländischen Konzern ein schwerer Schlag, nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten, die für die Behebung der Probleme entstehen. Der Rückruf von Hunderten CT-Geräten verdeutlicht die Notwendigkeit, die Sicherheitsstandards in der Herstellung und Wartung von Medizinprodukten zu überprüfen und zu verbessern. Die Gesundheit und Sicherheit der Patienten müssen oberste Priorität haben.


Philips hat bereits mit diversen Maßnahmen reagiert, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Doch Investoren zweifeln, ob dies ausreichen wird, um das Vertrauen der Kunden und Anleger wiederzugewinnen. Ein völliger Rückzug aus dem US-Markt scheint jedoch keine Option zu sein, da Amerika einer der größten Märkte für medizinische Geräte ist.


Trotz der Herausforderungen, mit denen Philips derzeit zu kämpfen hat, bleibt der Konzern ein bedeutender Akteur in der Medizintechnik-Branche und verfügt über ein breites Portfolio von Produkten. Dennoch muss das Unternehmen seine Probleme schnellstmöglich beheben, um weitere Kosten und Imageverluste zu vermeiden. Nur so kann das Unternehmen seine Position als einer der führenden Akteure auf dem Markt langfristig sichern.