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Roche spürt letztmalig Einfluss ausbleibender Corona-Umsätze im ersten Quartal 2024

  • Umsatzrückgang von 6 Prozent auf 14,4 Milliarden Franken im ersten Quartal 2024
  • Roche bestätigt Prognose für das Geschäftsjahr und plant Dividendenerhöhung in Schweizer Franken

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal 2024 einen Umsatzrückgang von 6 Prozent auf 14,4 Milliarden Franken (14,8 Milliarden Euro) verzeichnet, wie das Unternehmen mitteilte. Dieser Rückgang spiegelt die letzten Auswirkungen der schwindenden Corona-Umsätze wider. Zu konstanten Wechselkursen hätte der Erlös jedoch um 2 Prozent zugenommen, was den Zielsetzungen des Managements entspricht. Roche sieht dies als Überwindung der Nachwehen der Pandemie-bezogenen Einnahmen an.

In beiden Hauptsparten des Konzerns, der Pharmazie und der Diagnostik, sanken die Umsätze um jeweils 6 Prozent. Der Pharmabereich verzeichnete einen Umsatz von 10,9 Milliarden Franken, wobei das Augenmedikament Vabysmo, das Anfang 2022 eingeführt wurde, zu den größten Wachstumstreibern zählte. Die Diagnostiksparte erzielte einen Umsatz von 3,5 Milliarden Franken, zeigte aber eine starke Entwicklung im Basisgeschäft.

Trotz des Umsatzrückgangs bestätigte Roche seine Prognose für das Geschäftsjahr und erwartet zu konstanten Wechselkursen einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einen ähnlichen Anstieg beim bereinigten Gewinn je Aktie. Der Konzern plant auch, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

Analysten, wie Peter Welford von Jefferies, sehen die Zahlen überwiegend im Rahmen der Erwartungen und betonen die Bestätigung der Jahresziele durch Roche. Das US-Analysehaus Bernstein lobt das Zahlenwerk als insgesamt gut, bemerkt jedoch, dass Investoren auf weiterführende Impulse aus der Produkt-Pipeline warten.

Roche befindet sich in einem fortlaufenden Prozess der Überprüfung seiner Pipeline, um sich auf vielversprechende Projekte zu konzentrieren, die entweder Klassenbeste werden könnten oder eine deutliche Verbesserung gegenüber der Standardtherapie darstellen, erklärte Konzernchef Thomas Schinecker. Etwa 20 Prozent der Projekte wurden seit dem dritten Quartal 2023 bereits gestoppt, um die Effizienz zu steigern.

Der Fokus liegt auch auf dem chinesischen Markt, der aufgrund seiner Größe als wichtige Wachstumsquelle angesehen wird, insbesondere in der Diagnostiksparte, wie Matt Sause, Leiter der Diagnostiksparte, betonte. Trotz des herausfordernden globalen Umfelds und der erwarteten Einbußen durch Nachahmerprodukte, die 2024 rund 1,6 Milliarden Franken kosten dürften, bleibt Roche zuversichtlich für die Zukunft.

Quelle: Eulerpool Research Systems