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SolarEdge schockiert: Umsatzprognose bleibt weit hinter Erwartungen zurück

SMA Solar leidet unter SolarEdge: Enttäuschende Umsatzprognose des US-Konkurrenten drückt Aktienkurs am Mittwoch.


Der Kurs von SMA Solar, führender Hersteller von Wechselrichtern für die Photovoltaikbranche, sank am Mittwoch um bis zu 8,4 Prozent, nachdem Konkurrent SolarEdge eine enttäuschende Umsatzprognose veröffentlichte. Die Aktien von SMA Solar schlossen bei einem Verlust von etwa 6,90 Prozent bei 48,46 Euro. Auch die Papiere von SolarEdge waren betroffen, die im US-Handel an der NASDAQ um 12,06 Prozent auf 74,13 US-Dollar einbrachen.


Beide Unternehmen sind Spezialisten für Wechselrichter, die Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Die Prognose von SolarEdge für das laufende erste Quartal liegt bei 175 bis 215 Millionen US-Dollar, was einer Verfehlung der Markterwartungen um bis zu 50 Prozent entspricht. Diese Enttäuschung führte zu einem starken Rückgang des Aktienkurses und einer allgemeinen Enttäuschung am Markt.


Die Enttäuschung der Investoren wird verstärkt durch die Tatsache, dass es in jüngster Vergangenheit positive Entwicklungen in der Spezialbranche gab. Zum Beispiel hatte der US-Wechselrichterhersteller Enphase vor zwei Wochen ebenfalls eine enttäuschende Umsatzprognose für das erste Quartal veröffentlicht, jedoch durch starke Marge im letzten Quartal 2023 ausgeglichen. Die Enphase-Aktien stiegen daraufhin um 17 Prozent an und beeinflussten auch den Kurs von SMA Solar.


Die kommenden Wochen könnten für SMA Solar entscheidend sein, wenn am 29. Februar vorläufige, noch ungeprüfte Geschäftszahlen für 2023 sowie eine Prognose für 2024 veröffentlicht werden. Analyst Mengxian Sun von der Deutschen Bank geht davon aus, dass SMA sich im Vergleich zu seinen Konkurrenten besser behauptet hat. Aus diesem Grund gab er kürzlich eine kurzfristige taktische Kaufempfehlung für die Aktien ab, rät jedoch langfristig zum Halten. Die Vorstellung der Geschäftszahlen wird daher mit großer Spannung erwartet.