Skip to content

Strompreis im Sinkflug: RWE von Marktentwicklung enttäuscht

RWE-Aktien im freien Fall: Freitagstief mit 31,29 Euro, niedrigster Stand seit Oktober 2021.


Die Aktien von RWE sind am Freitag mit 31,29 Euro auf den tiefsten Stand seit Oktober 2020 gefallen. Trotz einer leichten Erholung im Laufe des Vormittags, verzeichneten die Papiere über XETRA immer noch einen Verlust von 0,94 Prozent und befinden sich damit unter den größten Verlierern im DAX.


Ausgelöst wurde der Abstieg durch den deutlichen Rückgang der Großhandelspreise für Strom, wodurch seit Mitte Dezember ein Verlust von einem Viertel des Aktienwerts zu verzeichnen ist. Erst Ende Januar hatte das Unternehmen seine Aktionäre über einen zu erwartenden Gewinnrückgang informiert, bedingt durch das niedrigere Strompreisniveau. In Reaktion darauf haben viele Analysten wie Goldman Sachs, Barclays, Oddo BHF, die Landesbank Baden-Württemberg und das Investmenthaus Stifel ihre Kursziele gesenkt, obwohl diese noch immer deutlich über dem aktuellen Niveau liegen.


Marktexperten von Index-Radar sind der Ansicht, dass nun mit dem Kursrückgang bereits viele negative Nachrichten in die Aktie eingepreist sein dürften. Insgesamt ist RWE jedoch dank milliardenschwerer Investitionen in grüne Energien gut für die Zukunft aufgestellt. Auch hinsichtlich der Charttechnik sehen die Experten Unterstützungszonen und mögliche Wendepunkte zwischen 28,80 und 31,50 Euro.


Kooperation von Vodafone und RWE zur Versorgung von Mobilfunkstationen mit grünem Strom aus Offshore-Windpark "Kaskasi"


Der Telekommunikationskonzern Vodafone und das Energieunternehmen RWE haben am Freitag eine Vereinbarung getroffen, um zukünftig rund 12.000 der insgesamt 26.000 Mobilfunkstationen bundesweit mit grünem Strom aus dem Offshore-Windpark "Kaskasi" zu versorgen. Dieser soll ab 2026 insgesamt 250 Gigawattstunden pro Jahr liefern. Die Stromliefervereinbarung hat eine Laufzeit von zehn Jahren.


Im Gegenzug hat Vodafone eine spezielle Offshore-Mobilfunkstation im Windpark installiert, 35 Kilometer nördlich der Insel Helgoland. Diese ermöglicht es den Technikern vor Ort sowie Drohnen und Sensoren, vernetzt zu arbeiten. Die Inspektions-Drohnen werden über die Mobilfunkverbindung in Echtzeit gesteuert, um mögliche technische Probleme an den Windrädern frühzeitig zu erkennen.


Die Verwendung von Sensoren aus der Telemedizin kann auch die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort erhöhen. Philippe Rogge, CEO von Vodafone Deutschland, erklärte: "Wir bringen modernen 5G-Mobilfunk aufs Meer, um die Gewinnung von Windenergie in Deutschland zu unterstützen." Ulf Kerstin, Manager von RWE, ergänzte: "'Kaskasi' ist bereits der sechste RWE-Windpark in der deutschen Nordsee und wir haben noch mehr Projekte in Planung.


Nördlich von Juist entwickeln wir derzeit das Nordseecluster, wo in den nächsten Jahren weitere 1,6 Gigawatt entstehen werden." Vodafone-Aktien verzeichneten an der Londoner Börse kurzzeitig einen Abschwung von 0,3 Prozent auf 0,6637 Pfund.