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Tesla unter Druck: Absatzrückgang und strategische Fragen belasten Elon Musk

  • Druck auf Elon Musk wächst: Absatzrückgang und kühler EV-Markt belasten Tesla
  • Fragen zur Strategie und personelle Veränderungen bei Tesla sorgen für Unsicherheit

Tesla Inc. erlebt ein herausforderndes Quartal mit einem drastischen Rückgang des Nettogewinns und sinkenden Umsatzzahlen. Der Autobauer aus Texas verzeichnete im ersten Quartal einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 55% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz fiel um 9% auf 21,3 Milliarden US-Dollar. Zudem verschmälerte sich die Betriebsmarge deutlich von 11,4% im Vorjahr auf jetzt 5,5%.

Diese Entwicklungen kommen zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen branchenweit abkühlt und Tesla mit intensiverem Wettbewerb im EV-Markt konfrontiert wird. Die Analysten beginnen, die Wachstumsaussichten des Unternehmens zu hinterfragen, und erwarten nun, dass Tesla dieses Jahr möglicherweise keine Steigerung der Fahrzeugauslieferungen verzeichnen wird. Deutsche Bank-Analyst Emmanuel Rosner bemerkte dazu, dass Tesla ohne neue Fahrzeugmodelle möglicherweise weiteren Wachstumshürden gegenüberstehen könnte. Aufgrund dieser Einschätzung wurde die Aktie von Tesla herabgestuft und das Kursziel auf 123 US-Dollar gesenkt.

Elon Musk, der CEO von Tesla, steht zunehmend unter Druck, seine Vision für die Zukunft des Unternehmens klarer zu formulieren, insbesondere da er sich vermehrt auf die Entwicklung autonomer Fahrzeuge konzentriert. Erst kürzlich betonte Musk, dass das Streben nach Autonomie „blitzartig offensichtlich“ sei, eine Aussage, die er auf der sozialen Medienplattform X teilte.

Inmitten dieser strategischen Neuausrichtung gab es auch bedeutende personelle Veränderungen: Zwei Top-Manager verließen das Unternehmen Anfang des Monats, und die Mitarbeiter wurden angewiesen, sich auf das sogenannte Roboter-Taxi zu konzentrieren. Diese Umstellungen kommen überraschend und haben den Markt entsprechend beeindruckt.

Die Aktie von Tesla fiel vor dem Quartalsbericht um 42% im Jahr 2024 und schloss am Dienstag mit 144,61 US-Dollar. Währenddessen bereitet sich das Unternehmen auf eine Umstrukturierung vor, die voraussichtlich mehr als 10% der globalen Belegschaft betreffen wird. Tesla hat auch die Aktionäre aufgefordert, eine Verlegung der Unternehmensinkorporation von Delaware nach Texas zu genehmigen, nachdem ein Richter in Delaware Musks Vergütungspaket von 2018 aufgrund eines „tiefgreifend fehlerhaften“ Genehmigungsprozesses für ungültig erklärte.

Das neueste Modell von Tesla, der schwer zu produzierende Cybertruck, hat seit seinem Markteintritt Ende letzten Jahres einen langsamen Start hingelegt. Trotz der Herausforderungen und der Preisreduzierungen für das „Full Self-Driving Capability“-Softwarepaket, die nun 8.000 US-Dollar oder 99 US-Dollar monatlich beträgt, bleibt die Vision des Unternehmens auf die nächste Welle des Wachstums gerichtet, die mit der Einführung einer neuen Fahrzeuggeneration einhergehen soll.

Quelle: Eulerpool Research Systems