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U.S. Cellular sucht Käufer für Frequenzlizenzen: T-Mobile und Verizon im Gespräch

  • U.S. Cellular sucht Käufer für Frequenzlizenzen
  • T-Mobile und Verizon verhandeln über mögliche Übernahmen

In einem bemerkenswerten Schritt zur Konsolidierung des US-amerikanischen Mobilfunkmarktes verhandeln T-Mobile US und Verizon Communications über den Erwerb von U.S. Cellular, einem der letzten großen regionalen Mobilfunkanbieter des Landes. Die Transaktionen, die separat geführt werden, könnten beiden Käufern wertvolle Funkfrequenzen sichern.

T-Mobile steht kurz davor, Teile von U.S. Cellular für mehr als 2 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, einschließlich einiger Betriebsabläufe und Lizenzen für drahtlose Spektren. Ein Abschluss dieser Transaktion könnte bereits Ende dieses Monats erfolgen, so Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Verizon führt parallel Verhandlungen, die jedoch länger dauern könnten oder möglicherweise zu keiner Einigung führen. Die Aufteilung des Verkaufs ist strategisch so angelegt, dass sie die Zustimmung der Kartellbehörden finden soll, die den Deal prüfen werden. In den USA wird jeder drahtlose Zusammenschluss marktspezifisch bewertet.

U.S. Cellular bietet Mobilfunkdienste für mehr als vier Millionen überwiegend ländliche Kunden in 21 Staaten von Oregon bis North Carolina an und besitzt mehr als 4.000 Mobilfunkmasten, die nicht Gegenstand der aktuellen Verkaufsgespräche sind. Das Unternehmen hat einen Marktwert von etwa 3 Milliarden US-Dollar.

Das steigende Interesse an drahtlosen Lizenzen, die ein entscheidender Faktor für den Deal sind, wird durch die Tatsache unterstrichen, dass amerikanische Unternehmen in den letzten Jahren mehr als 100 Milliarden US-Dollar ausgegeben haben, um Lizenzen für die Übertragung von Hochgeschwindigkeitssignalen der fünften Generation (5G) zu sichern. Aufgrund rechtlicher Einschränkungen hat die Federal Communications Commission jedoch seit über einem Jahr keine neue Frequenzauktion durchführen können, was die Preise für bestehende Lizenzen in die Höhe getrieben hat.

Die Familie Carlson aus Chicago kontrolliert über Telephone & Data Systems, das 80 % von U.S. Cellular besitzt, und hat letztes Jahr die Betriebsaktivitäten des Mobilfunkunternehmens zum Verkauf gestellt, da es mit dem Wettbewerb von nationalen Konkurrenten und Kabelbreitbandanbietern zu kämpfen hatte.

Die US-Mobilfunkbranche hat eine Reifephase erreicht: Die meisten Erwachsenen und viele Kinder verfügen bereits über Smartphone-Abonnements, was den Raum für weiteres Wachstum in einem sich verlangsamenden Bevölkerungswachstum begrenzt. AT&T und Verizon haben sich inzwischen von kostspieligen Wetten auf das Mediengeschäft zurückgezogen, um sich auf ihre Kerngeschäfte mit Mobiltelefonen und Heiminternet zu konzentrieren.

Als eines der letzten verbleibenden Teile auf dem Schachbrett des US-Mobilfunkmarktes war U.S. Cellular lange Zeit ein attraktives Übernahmeziel.

Quelle: Eulerpool Research Systems