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Vattenfall und Evonik-Deal: Ab 2025 fließt Solarstrom

Vattenfalls Solarparks in Schleswig-Holstein: Ab nächstem Jahr 120 GWh Strom für Evonik.


Das Energieunternehmen Vattenfall und das Spezialchemieunternehmen Evonik haben bekannt gegeben, dass sie ab dem kommenden Jahr zwei Solarparks in Schleswig-Holstein betreiben werden. Die Vereinbarungen haben eine Laufzeit von zehn Jahren und beinhalten feste Konditionen für die Lieferung von jährlich rund 120 Gigawattstunden Strom.


Diese Menge an Strom entspricht dem Verbrauch von 40.000 Zwei-Personen-Haushalten und kann im deutschen Strommix mehr als 50.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verdrängen. Der erste Solarpark befindet sich südlich von Flensburg in Silberstedt, Details über den zweiten Standort werden in Kürze bekannt gegeben.


"Bei Evonik stammen bereits heute weltweit rund 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen", sagte Vorstand Thomas Wessel. Durch die neuen Vereinbarungen werde dieser Anteil deutlich über die 50-Prozent-Marke steigen. Das Unternehmen strebt an, bis 2030 vollständig auf grünen Strom umzusteigen.


Auch Vattenfall-Vorstand Martijn Hagens betonte die Bedeutung des deutschen Marktes als Wachstumsmöglichkeit im Bereich erneuerbare Energien in Europa. Das Unternehmen sieht vielfältige Chancen für die Entwicklung und Vermarktung von Solar-, On- und Offshore-Projekten. "Die Strompartnerschaft mit Evonik unterstreicht unser langfristiges Ziel, ein fossiles Leben entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu ermöglichen", so Hagens.


Beide Unternehmen betonen, dass sie von dieser Zusammenarbeit Investitionssicherheit, Versorgungssicherheit mit grünem Strom und eine Risikostreuung für beide Seiten erwarten.


Der schwedische Staatskonzern Vattenfall beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter und hat etwa 14 Millionen Kunden in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien. Evonik, ein Chemieunternehmen mit mehr als 34.000 Beschäftigten, ist in über 100 Ländern tätig.


Am Freitag stieg der Aktienkurs von Evonik im XETRA-Handel zeitweise um 0,76 Prozent auf 17,34 Euro. Beide Unternehmen sehen in dieser Partnerschaft eine stärkere Investitionssicherheit und weitere Wachstumsmöglichkeiten im Bereich erneuerbare Energien.