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Yellen kontert Chinas Wirtschaftspolitik: USA gegen Zerstörung heimischer Industrien

  • US-Finanzministerin Yellen kritisiert Chinas Dumpingpolitik
  • China weist Kritik zurück und betont Bedeutung der Industrieprodukte für globale Klimaziele

US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich während ihres Besuchs in Peking klar gegen die von der chinesischen Regierung geförderte Dumpingpolitik ausgesprochen. Sie erklärte, dass die Vereinigten Staaten eine Überschwemmung des Marktes mit billigen Industriegütern aus China, wie in der Vergangenheit geschehen, nicht erneut hinnehmen werden. Yellen erinnerte an die negativen Auswirkungen der massiven staatlichen Unterstützung Chinas auf die US-Industrie, insbesondere im Stahlsektor, wo vor über einem Jahrzehnt viele Arbeitsplätze verloren gingen. Die Finanzministerin sprach sich dafür aus, dass China Maßnahmen zur Stärkung der heimischen Nachfrage ergreifen sollte, um der Weltmarktschwemme entgegenzuwirken.

Während ihrer Gespräche mit hochrangigen chinesischen Beamten, darunter Ministerpräsident Li Qiang und Finanzminister Lan Foan, betonte Yellen die Bedeutung, die Überkapazitäten anzugehen, die die globale Industrie bedrohen könnten. Die US-Regierung sieht insbesondere in den Bereichen Elektrofahrzeuge, Batterien und Solarpanels eine Gefahr für die heimische und globale Wirtschaft durch chinesische Überproduktion und staatliche Subventionen.

Die chinesische Regierung hingegen weist die Kritik zurück und betont die Wichtigkeit ihrer Industrieprodukte für die globalen Klimaziele. Handelsminister Wang Wentao äußerte, dass Bedenken hinsichtlich der Überkapazitäten bei Elektroautos unbegründet seien und verwies auf technologische Innovationen statt staatlicher Subventionen. Diese Haltung deutet auf fundamentale Differenzen in der Auffassung über Handelspolitik und den Umgang mit industrieller Förderung hin.

Der Besuch von Janet Yellen in China verdeutlicht die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten, insbesondere im Kontext der Handelspolitik und der Förderung grüner Technologien. Während die USA auf faire Wettbewerbsbedingungen drängen, sieht sich China als treibende Kraft hinter den Bemühungen um eine umweltfreundlichere Zukunft. Der Dialog zwischen den beiden Ländern bleibt somit von gegenseitigen Forderungen und tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten geprägt.

Quelle: Eulerpool Research Systems