Jonathan Neuscheler | AlleAktien Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt (B.A.)

Ich strebe die finanzielle Freiheit an. Mein Ziel ist es, von Jahr zu Jahr steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei bin ich langfristig denkend und agierend. Ich suche mir in Aktienanalysen systematisch Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und geringen Risiken aus. An diesen beteilige ich mich dann und bleibe meist viele Jahre investiert. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Eine rationale Vorgehensweise ist mir sehr wichtig. Daher analysiere ich genau, was ich kaufe, bevor ich kaufe. Ich achte darauf, so wenig Risiken wie möglich einzugehen. Dies gelingt durch eine genaue Aktienanalyse und eine sinnvolle Diversifikation.

RWE Aktie News: Chancen und Risiken jetzt ausgewogen (WKN: 703714)

Was ist passiert?

AlleAktien-RWE-Aktie-News-Kurs-Ariva.de-Chart-seit-2007

In der langfristigen Betrachtung zählt die RWE-Vz-Aktie zu den größten Wertvernichtern, die es gibt. Die Gründe dafür: Sich ständig verändernde Gesetze (Erneuerbare-Energien-Gesetz, Atomausstieg, Ausstieg aus dem Atomausstieg, Wiederaufnahme und beschleunigter Atomausstieg nach Fukushima). Diese sich schnell wandelnden Rahmenbedingungen haben zu hohen Abschreibungen geführt. Außerdem ist der Strompreis durch das zusätzliche Angebot an Strom aus Erneuerbaren Energien eingebrochen. Die Folge: Die Ertragssituation hat sich massiv eingetrübt. Der Aktienkurs ist immer weiter gefallen. Doch 2016 konnte ein Tief ausgebildet werden. Es geht wieder aufwärts. Bildquelle: Ariva.de

 

AlleAktien-RWE-Aktie-News-Kurs-Ariva.de-Chart-1-Jahr

Seit unserer positiven Einschätzung der RWE-Aktie im März 2018 hat der Aktienkurs rund 25% zugelegt. Wir ändern nun unsere Einschätzung zur Aktie. Bildquelle: Ariva.de

 

Unser Artikel vom März 2018: Energieversorger kaufenswert

Am 11. März 2018 haben wir alle drei großen Energieversorger Deutschlands analysiert. Damals waren wir für alle Unternehmen (RWE, E.ON und Innogy) optimistisch gestimmt. Haben auf die günstigen Bewertungen verwiesen. Nach einer jahrelangen Talfahrt waren die Vermögenswerte der Gesellschaften deutlich wertvoller als es die Börsenkurse haben vermuten lassen.

Daher haben wir damals alle drei Aktien als kaufenswert eingestuft. Bei RWE haben wir auf die Vermögenswerte von rund 28 EUR pro Aktie verwiesen – bei einem Aktienkurs von damals gerade einmal 16 EUR.

 

RWE-Aktie gut gelaufen, nun mit ausgewogenem Chance-Risiko-Verhältnis

Unterbewertung durch erfreulichen Kursverlauf teilweise abgebaut

Seit unserem Artikel hat die RWE-Vorzugsaktie rund 25% zugelegt. Dazu kamen 1,50 EUR an Dividende – pro Aktie. Zusammen ergibt das eine Performance von 34%, in gerade einmal neun Monaten. Ein Teil der Unterbewertung wurde abgebaut.

 

Anti-Kohle-Stimmung kommt auf

RWE ist der europaweit größte Verursacher des klimaschädlichen Co2-Gases. Das Unternehmen betreibt zahlreiche Kohlekraftwerke.

In der Zwischenzeit kam es zu neuen Entwicklungen: Die Umfragewerte der Grünen haben immer weiter zugelegt. Es erscheint plötzlich möglich, dass der nächste Bundeskanzler von den Grünen gestellt wird. Wahrscheinlich ist aber auf jeden Fall, dass die Öko-Partei Teil der nächsten Bundesregierung werden wird. Sich das Bundesumweltministerium sichern wird. Einen massiven Anti-Kohle-Kurs fahren wird.

Keine guten Aussichten für Europas größten Emittenten von Co2, RWE. Viele Kohlekraftwerke des Unternehmens sind hochmodern und noch nicht abgeschrieben. Arbeiten profitabel. Ein zügiger Kohleausstieg könnte also in den kommenden Jahren erneut auf den Aktienkurs drücken. Um es kurz zu machen: Aus unserer Sicht haben die politischen Risiken in den letzten Monaten deutlich zugenommen.

 

Aktie nach wie vor günstig – hohe Dividendensteigerungen möglich 

AlleAktien-RWE-steigt-in-Erneuerbare-Energien-ein

RWE möchte sein Aktienpaket von Innogy gegen Windräder und Solarkraftwerke von E.ON und Innogy eintauschen. Würde mit Abschluss des Deals tausende hochprofitable Windkraftwerke erhalten. Derzeit prüfen die Kartellbehörden den Zusammenschluss.

Demgegenüber stehen immer noch erhebliche Chancen: Das Unternehmen dürfte in den kommenden Monaten zum europaweit drittgrößten Erzeuger von Erneuerbaren Energien aufsteigen. Das Portfolio wird dann ausgewogen und zukunftsfähig sein.

RWE wird gerade aus dem Geschäft der Erneuerbaren Energien stabile und hohe Cashflows erzielen können. Der Gewinn je Aktie dürfte ab 2022 bei rund 2,50 EUR liegen, sofern die Aufteilung von Innogy durch RWE und E.ON genehmigt wird. Es besteht damit die Aussicht auf nachhaltig steigende Dividenden, die schon in wenigen Jahren 1,50 EUR je Aktie und mehr erreichen können.

 

Chance-Risiko-Verhältnis der RWE-Aktie nun ausgewogen

Eine Abwägung der Chancen und Risiken rechtfertigt unserer Meinung nach nun keine Kaufen-Einschätzung mehr. Daher stufen wir die Aktie eine Stufe ab. Wir halten die RWE-Vz.-Aktie nur noch für haltenswert. Den Chancen auf nachhaltig steigende Gewinne und attraktive Dividenden stehen zunehmend politische Risiken aus dem frühen Ausstieg aus der Kohlekraft gegenüber.

Ich persönlich habe meine RWE-Aktien verkauft und bin nicht mehr investiert. Sollten die politischen Risiken eintreten, werde ich die Aktie wieder neu bewerten. Und dann gegebenenfalls zu einem günstigeren Kurs wieder neu einsteigen. Dich natürlich wieder informieren. In einem Artikel hier auf AlleAktien.de. Am besten abonnierst du direkt unseren kostenfreien Newsletter – dann verpasst du keine einzige Aktienanalyse mehr.

 

Fazit: E.ON-Aktie mit geringeren Risiken

AlleAktien-E.ON-sichert-sich-die-deutschen-Stromnetze

E.ON ist der europaweit größte Betreiber von Energienetzen (v.a. Stromleitungen). Das Unternehmen erhält daraus garantierte Vergütungen. Diese bilden eine hervorragende Grundlage für eine stabile und attraktive Dividende, da die Erträge so planbar fließen.

Aktien wie E.ON verfügen über eine stabilere Ertragsbasis bei geringeren Risiken. Die Dividendenrendite erreicht bereits jetzt knapp 5%. Weitere Steigerungen sind nur eine Frage der Zeit. Der Großteil der Erträge stammt aus dem planbaren Geschäft mit Energienetzen. E.ON erzielt garantierte Einnahmen.

Es gibt kaum politische Risiken, außerdem ist das Unternehmen nicht von der Konjunktur abhängig. Vom Handelsstreit kann E.ON auch nicht getroffen werden.

Wir haben kürzlich eine ausführliche Premium-Aktienanalyse zu E.ON geschrieben und dort den Wert der Aktien ermittelt. Außerdem haben wir eine Dividendenprognose des Unternehmens veröffentlicht. Waren vom Ergebnis selbst überrascht.

Dir hat die Analyse gefallen? Begeistere jetzt deine Freunde und teile diese Analyse mit ihnen. 😊😊😊


Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit Aktien von Innogy.

 

Neueste Analysen zur RWE AG:

 

2 Antworten

  1. Siggi sagt:

    Unter dem RWE-Bericht ist ein Fazit zu E.ON.
    Ist das korrekt so?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

♕ Premium 1 Monat gratis testen