Michael C. Jakob | Gründer von AlleAktien. Studium von Informatik und Management am KIT/ ETH Zurich/ Massachusetts Institute of Technology. Danach in der Strategie bei UBS und Management-Berater.

Gründer bei AlleAktien, Management-Berater, Unternehmer, Software-Entwickler. Ich unterstütze Unternehmen und Influencer als verlässlicher, technischer Partner dabei, eigene digitale Produkte und Plattformen von 0 auf >100'000 monatlich aktive Nutzer zu skalieren. / michael@alleaktien.de

Steigerung und Steigerung chinesischer Aktien » Große China-Analyse: Mit diesen Aktien vom Wachstum profitieren 2019

Der Stand der chinesischen Wirtschaft 2019. Wo stehen Unternehmen, Industrien und das Land in den kommenden Jahren bezüglich Aktieninvestitionen? Eine möglichst vollständige Übersicht.

 

Kerndaten Aktienmarkt in China 2019
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 14,2 Bio. USD 
BIP pro Kopf 10.100 USD
BIP nach Sektor Landwirtschaft: 8,6%
Industrie: 39,8%
Dienstleistungen: 51,6%
Währung Renminbi (人民币)
1 Renminbi = 0.15 USD
Hauptstadt Beijing
Inflation 2,1% (Quelle: World Bank)
Bevölkerung
…davon erwerbstätig
1,39 Mrd.
803 Mio. (58%)
Staatsverschuldung 16% des BIP
Credit Rating
(Standard & Poor’s)
A+

Zusammenfassung: Investments in China

  • China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, direkt nach den U.S.A. Nach Kaufkraftparität bereinigt ist China seit 2014 bereits die größte Volkswirtschaft der Welt. Die chinesische Wirtschaft wächst seit 30 Jahren mit über 6% pro Jahr
  • Rasantes Wachstum: China hat zahlreiche politische Maßnahmen wie die Belt-and-Road-Initiative entwickelt, um das 6%-Wachstum auch die kommenden 20 Jahre zu sichern. Es gibt eine schier endlose Liste an Wachstums- und Expansionsmaßnahmen der chinesischen Regierung
  • Politische und ökonomische Risiken und Chancen für Privatanleger detailliert beschrieben. So vermeidest du die Risiken und beteiligst dich trotzdem am Erfolg der chinesischen Wirtschaft
  • China ist keine ferne Bedrohung mehr, China ist da! Politisch und wirtschaftlich. China ist ehrgeizig, schnell und gut organisiert, es ist innovativ wie das Silicon Valley und bestimmt immer mehr die internationalen Spielregeln
  • Die 4 asiatischen Tiger: Singapur, Hong Kong, Taiwan, Südkorea und die dortigen Investitionsmöglichkeiten
  • Endlich einen Überblick über die Kern-Industrien und wichtigsten Spieler der chinesischen Wirtschaft. Auch über spannende (noch) unbekannte Firmen

 


Aufbau der Analyse: Die chinesische Wirtschaft für Investoren

  1. Eigenschaften und Eigenheiten der Volksrepublik China
  2. Kern-Industrien von China
  3. Firmen-Monopole und wichtige Aktien (komplette Liste)
  4. Investitionen und Anlegersicherheit
  5. Die 4 asiatischen Tiger: Singapur, Hong Kong, Taiwan, Südkorea
  6. Volksrepublik China: Die nächsten 10 Jahre
  7. Fazit: Der chinesische Markt hat viel erreicht, ist aber erst am Anfang

 

In Deutschland einzigartig: Der Chinesische Aktienmarkt für Privatanleger erstmals vollständig analysiert

Mit dieser Analyse möchte ich erstmals und umfassend den chinesischen Markt für Privatanleger in Deutschland zusammenfassen. Die Eigenschaften und Eigenheiten von Chinas Wirtschaft erklären. Investitionsmöglichkeiten und (Regierungs-)Risiken klar beschreiben und praktische Tipps, wie man diese Risiken einfach vermeiden kann, geben. Außerdem beschreibe ich die 50 wichtigsten China-Firmen sowie die 10 größten Tech-Firmen ganz konkret in dieser Analyse. Diese Analyse ist aus meiner Sicht ein Muss für alle Alibaba, Tencent, Xiaomi, und BYD Investoren.

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Seit den letzten Monaten bin ich in Shenzhen, China. Mit meiner Freundin habe ich auch Tencents Hauptquartier besucht, um mir vor Ort einen Eindruck zu verschaffen, Und ich habe mit den Managern und Softwareentwicklern persönlich gesprochen. Mein ausführlicher Investment-Bericht in dieser China-Analyse.

Kontext »

Flagge und Symbol der Volksrepublik China. Rot gilt als Farbe des Erfolgs. Die 5 Sterne symbolisieren die Einigkeit unter der gemeinsamen Staatspartei, der Kommunistischen Partei Chinas. Der große Stern im Zentrum: die Partei. Die vier kleinen Parteien herum: Die vier Arbeiterklassen Chinas: Arbeiter, Bauern, Klein- und Großbürgertum

Die sozialistische Marktwirtschaft der Volksrepublik China ist seit 2010 die zweitgrößte Wirtschaft der Welt (nach dem nominalen Bruttosozialprodukt) und seit 2014 die größte Wirtschaft nach Kaufkraftparität. Die Wirtschaft Chinas ist über die letzten 30 Jahre mit jeweils 9,5% pro Jahr gewachsen — das ist einmalig in der Geschichte der Menschheit. Millionen von Millionären wurden geschaffen, hunderte von Milliardären. China sitzt auf den größten Bodenschätzen an Kohle und Seltenen Erden der Welt (Wert: 23 Bio. USD) und hat den weltweit größten Bankensektor mit 40 Bio. USD unter Management. Zu allen Tech-Firmen in den USA gibt es ein China-Äquivalent, das von einem viel größerem Markt profitieren kann (China hat 3,5x die US-Bevölkerung).

China ist größter Exporteur und zweitgrößter Importeur (nach den USA) der Welt.

Innerhalb China ist das südliche Shenzhen (direkt angrenzend an Hong Kong) eine der am schnellsten wachsenden Städte, auch genannt „Chinesisches Silicon Valley“. Ich bin aktuell hier vor Ort in Shenzhen und schreibe an dieser umfassenden China-Analyse für euch. Habe mir zahlreiche Unternehmen wie Tencent, Alibaba, Xiaomi, NIO, BYD, ICBC, Bank of China und Lenovo vor Ort angesehen. Insgesamt mehr als 2 Jahre halte ich mich schon in China auf, analysiere gemeinsam mit meiner chinesischen Freundin Unternehmen.

 

1. Eigenschaften und Eigenheiten der chinesischen Wirtschaft 2019 »

Das Wertesystem der Volksrepublik China, die sogenannten 12 Kernwerte des Sozialismus (Core Socialist Values, 社会主义核心价值观): Wohlstand, Demokratie, Bürgerlichkeit, Harmonie, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Patriotismus, Integrität, Freundschaft, Engagement

Politik und Wirtschaft sind unzertrennlich verbunden. Alle Firmen und Ressourcen (Immobilien) sind fest in der Hand der Regierung. Entweder über eine Eigenkapitalbeteiligung oder via Lizenzen. Immobilien werden von der Regierung an die Bürger in jeweils 80-jährigen Pachtverträgen vergeben. Man kann nach dem Erwerb einer Immobilie diese aber an andere Mitbürger beliebig weiterverkaufen. Nach 80 Jahren kauft die Regierung die Immobilie auch zurück (es findet also keine Enteignung ohne Gegenwert statt). Regierungsbeteiligungen werden in Amerika und Deutschland oft als negativ gesehen, in China sind sie ein positives Zeichen von Vertrauen und Seriosität. Jeder will für oder mit der Regierung arbeiten, und die besten Studenten des Landes wollen nicht bei Google oder Facebook arbeiten, sondern bei der Regierung. Durch dieses positive Image und gute Bezahlung arbeiten die cleversten Leute bei der Regierung.

Internet und Zensur existieren, um den Staat zu schützen. Internet und Medien werden zensiert gegenüber allem, was der Partei oder dem Land schaden könnte. Der Grund: Um die Stabilität des Landes zu gewährleisten. So wird es kommuniziert. In Deutschland ist es übrigens genau so: Nationalsozialistische und generell „Demokratie- oder Parteifeindliche“ Inhalte sind in Deutschland ebenfalls verboten und werden streng bestraft. Eine Meinungs-, Regierungsform-, oder Parteifreiheit gibt es auch in Deutschland nicht vollständig. Der Hintergedanke ist der gleiche: Das aktuelle System stabil zu halten. Für Chinas Wirtschaft bedeutet dies, dass ausländische Webseiten blockiert werden, die ungewollte Informationen von außen in das Land hineinbringen könnten: Google/Gmail, Facebook/Instagram/WhatsApp, Youtube, Twitter, GitHub, alle Zeitungen, Dropbox, Slack, Xing, Quora, Reddit, … Auffallend ist, dass v.a. englischsprachige Seiten geblockt sind. Handelsblatt, Zeit.de oder Le Monde (französische Zeitung) funktionieren. Vor einer Reise nach China sollte man sich deshalb einen VPN (Virtual Private Network) kaufen, also eine App oder Software, die eine Verbindung ins Ausland ermöglicht.

China in Zahlen. Es gibt wohl keine bessere Grafik als die folgende, um die Größe und Positionierung von China in wenigen Augenblicken zu erfassen. Alle Zahlen von China (rot) im Vergleich zu Amerika (blau). In China fällt vor allem die Ungleichheit zwischen Land- und Stadtbevölkerung auf. Während die Stadtbevölkerung in Beijing, Shanghai, Shenzhen, Guangzhou, … bereits ein Einkommen und Vermögen wie in New York, San Francisco, London und Tokio erreicht haben, liegt das Einkommen auf dem Land oft unter 1.000 EUR pro Jahr (!). Das durchschnittliche pro-Kopf Einkommen in Gesamtchina liegt daher bei „nur“ 3.000 EUR.

Diese Grafik zeigt eindrucksvoll, wie China und Amerika im Vergleich sind. Quelle: visualcapitalist

 

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Mit freundlichen Grüßen,
Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)

 

Der Bau-Boom in China ist weiter ungestoppt, getrieben durch die Urbanisierung und Immobilien als Investments zur Altersvorsorge. Hier in einem Resort in Shenzhen. Eine Wohnung wird hier mit knapp 1 Mio. EUR bewertet. Die Miete beträgt „nur“ 500-700 EUR/Monat für ein Apartment (60m2).

Chinesen lieben Immobilien als „sichere“ Geldanlage. „Immobilien haben noch nie an Wert verloren“, ein Satz, den man in Amerika um 2008 ständig gehört hat. Den gleichen Satz hört man auch in China ständig, denn es stimmt: In den letzten 60 Jahren sind die Immobilienpreise nur nach oben gegangen. In einigen Städten sind Blasen mit Preiseinbrüchen von mehr als 50% bereits geplatzt, aber das wird zensiert. Kaum jemand bekommt das mit. Beteiligte dürfen nicht darüber sprechen. Chinesen investieren ihr Erspartes, wenn möglich, immer in Immobilien. Das ist kulturell veranlagt und hat mit der 5000-jährigen Geschichte Chinas zu tun. Ein Mann muss erst sein eigenes Haus besitzen, bevor er heiraten darf (so war es historisch). Aktien werden als Spekulation angesehen, wie im Casino.

Und trotzdem: Lokale Immobilienblasen sind bereits geplatzt (-30% und mehr der Preise) in zahlreichen sogenannten „2nd and 3rd tier cities“. Also Städte zweiter und dritter Ebene, d.h. Städte zwischen 1 Mio. und 10 Mio. Einwohner. Als „1st tier city“ werden nur Beijing, Shanghai, Shenzhen, Guangzhou angesehen, Städte mit 10 bis 25 Mio. Einwohnern. Wenn Immobilienblasen platzen, wird darüber nie in den chinesischen Medien berichtet. Platzende Blasen werden immer zensiert, um das Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Wirtschaft nicht zu zerstören, und womöglich andere Blasen auszulösen.

In Erstliga-Städten (Beijing, Shanghai, Guangzhou, Shenzhen) gab es bisher noch keine Preisrückgänge, aber auch deutlich abflachende Renditen, bezogen auf die Preissteigerungen. Die Renditen, bezogen auf das Mieteinkommen, liegen unter 1%.

Aktien werden weitgehend als Spekulation erachtet, mit folgender Begründung: Unternehmen können Bankrott gehen, Immobilien/Land haben immer einen Wert. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Firmen mit gefälschten Bilanzen, die an der Shanghai Stock Exchange gelistet waren. Deshalb hat die Shanghai Börse einen entsprechenden Ruf. Unternehmen versuchen besser, direkt in Hong Kong oder im Ausland gelistet zu werden. Mehr dazu im Kapitel „An welcher Börse kaufen?“.

Der Chinesische Traum (中国梦) nach dem Vorbild des Amerikanischen Traums (American Dream): Mit harter Arbeit kann jeder alles erreichen. Egal woher er kommt, woran er glaubt oder wie er sich identifiziert. Der Chinesische Traum ist fester Bestandteil der chinesischen Propaganda. Die Plakate findet man alle paar 100 Meter im ganzen Land.

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Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)

 

Wesentliche Unterschiede zum amerikanischen Aktienmarkt

Abgeschlossenheit Chinas: China ist einzigartig: Sie können es sich erlauben, Google/Facebook/Amazon komplett auszuschließen, und trotzdem am längeren Hebel zu sitzen. Der Grund: 1,4 Mrd. Menschen, die einer „winzigen“ Mannschaft von nur 400 Mio. (USA) gegenüberstehen. Alles, woran Google und Facebook gerade arbeiten, hat weniger Einfluss, als wenn sie endlich in den chinesischen Markt eindringen könnten. Aber auch dieser ist mittlerweile gesättigt: WeChat/Tencent, Alibaba, Baidu, JD.com, etc. haben ihre Monopole bereits installiert. Fast alle chinesischen Plattformen wie z.B. Wechat können im Gegensatz zu Facebook/WhatsApp/Instagram weltweit genutzt werden, während Facebook per-se 20% der Weltbevölkerung nicht erreichen wird. Meine komplette Analyse zu Tencent ist übrigens auch auf AlleAktien.de.

Firmen in Staatshand: In China sind die meisten großen Firmen im Komplett- oder Teilbesitz der Regierung. Dort, wo sie nicht am Eigenkapital beteiligt sind, dort müssen Lizenzen erworben werden. Jeder Autobauer braucht zahlreiche Lizenzen von der Regierung, bevor er produzieren möchte. Gerade der Banken-, Energie- und Rohstoffsektor sind fest im Besitz des Staates. In China sehe ich im Gegensatz zu Deutschland und Amerika eine enge Beziehung zum Staat als sehr positiv. Auch Alibaba und Tencent wären ohne großzügige Unterstützung vom Staat nicht da, wo sie jetzt wären.

Der Staat besitzt alles: 100% aller „Dinge“ in China gehören zumindest rein theoretisch dem Staat: Alle Unternehmen, alle Immobilien, alles Kapital und alle Arbeitskraft. Dies wurde in den letzten Jahrzehnten immer weiter aufgelockert, und die meisten Firmen/Immobilien/Arbeitskräfte werden genau so am freien Markt gehandelt wie auch in Amerika. Wenn der Staat „enteignet“, bekommt man immer einen relativ fairen Marktpreis (PS: Ja, er ist wirklich ziemlich fair. Oft auch mehrere Mio. EUR, wenn man eine Immobilie an einem guten Standort hat, den der Staat braucht). Die Bürger haben 100% das Gefühl, dass sie die eigenen Immobilien/Firmen/… alleinig besitzen. Das halte ich für sehr gut. Es entsteht in keiner Weise ein Gefühl von „mir ist sowieso alles egal, was mit dem Haus/Firmen/Wertgegenstände/… passiert, weil es ja nicht meines ist, sondern uns allen gehört.“
Der Staat allokiert zu einem gewissen Grad, wohin das Kapital fließt. Es ist eine Mischung aus Planwirtschaft und Marktwirtschaft, die jedoch in den letzten 45 Jahren sehr, sehr gut funktioniert hat. In China wurde um Mao Zedong 100% Planwirtschaft betrieben, was fast 50 Mio. Menschenleben gekostet hat, die verhungert sind. Dieses Ereignis ist noch so klar in den Köpfen der Bevölkerung, dass die Marktwirtschaft klar mit Vorteilen erkannt wurde und immer mehr gelebt wurde.

Der Staat überwacht alles. In China hat im Gegensatz zu Deutschland und Amerika niemand ein Problem mit der Überwachung. Kameras, Routine Ausweiskontrollen an Hotels/U-Bahn/Bussen sind ganz normal. Mittlerweile bekommen Chinesen auch einen „Score“, wie gut sie sich verhalten haben. Manchen sehr vereinzelten Chinesen wurde bereits der Flug verboten, weil die Bewertung zu schlecht war. Insgesamt sehe ich zwar auch Chinesen immer wieder überrascht, was der Staat alles von ihnen weiß. Jedoch führt das eher zu einem „wow, cool“ und einem Lacher, als dass es als ein Problem gesehen wird. Bewunderung für den Staat.

 

 

Wesentliche Gemeinsamkeiten zum amerikanischen/deutschen Aktienmarkt

Starke Arbeitsmoral: Hartes Arbeiten, ständige Weiterbildung und der Aufbau von Wohlstand sind der Grundpfeiler der sozialistischen Kernwerte Chinas. Die Familie steht im Mittelpunkt. Und der Wohlstand der Familie. Für Kinder werden ohne zu zögern 100’000e EUR ausgegeben, werden an US-Eliteunis geschickt. Auch in Amerika herrscht eine starke Kultur des Arbeitens und sich ständig verbessern. Das finde ich sehr positiv.

Kapitalistisch und liberal: Aus meiner Sicht ist China eines der kapitalistischsten Länder der Welt. Jeder versucht, seinen Wohlstand zu mehren und Geschäftspartner findet man leicht, wenn man einen Mehrwert bietet. Obwohl der Staat eingreifen kann, tut er dies im operativen Geschäft sehr, sehr selten. Unternehmen können sehr frei handeln, solange sie nicht gegen die Volkspartei hetzen. Zum Beispiel: Wer ein Restaurant aufmachen will, kann das in wenigen Tagen und ohne Kapital machen. Er braucht keine Sicherheitsvorschriften, Gesundheitsvorschriften, Herkunftsbezeichnungen, Sauberkeitsrichtlinien, Brandschutz, Toiletten, Ruhezeiten, Freiflächen, Raucherzonen, Alkohollizenz,und was es noch für intelligente Dinge in Deutschland gibt, einhalten. In Deutschland ist dies ein langwieriger und kapitalintensiver Prozess, der geringen Mehrwert schafft, und hunderte Beamtenjobs blockiert, die anderswo mehr Mehrwert schaffen könnten. Ich sehe das in China daher als sehr positiv. Wem es nicht schmeckt oder wer Durchfall vom Essen bekommt, der kommt sowieso nicht wieder, es spricht sich schnell herum, Online-Bewertungen werden negativ, und das Restaurant ist nach wenigen Wochen pleite. Der Markt regelt sich selbst. Ich denke, beide Länder sind hier Extreme, und wahrscheinlich ist etwas in der Mitte das Richtige.

 

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Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
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2. Kern-Industrien in China »

1/4 Bankenindustrie: #1 weltweit, aber eng mit Chinas Immobilienpreisen gekoppelt

Bank of China ist eine der größten Banken in China. Hier eine Filiale in Shenzhen.

Welche Industrien dominieren in China? Die Antwort: Eindeutig Banken und Immobiliengesellschaften, beides aufgebaut auf dem Immobilien-Boom der letzten 30 Jahre. Versorger und Technologie-Unternehmen sind erst in den letzten 10 Jahren nachgerückt.

So ist es nicht verwunderlich, dass der Bankensektor in China auch gleich der größte der Welt ist. Die Banken in keinem anderen Land verwalten mehr Vermögen. ICBC ist gemessen an der Bilanzsumme die größte Bank der Welt.

Obwohl dieser Sektor sehr groß ist, bin ich hier persönlich sehr vorsichtig. Der Bankensektor in China ist eng gekoppelt mit den Immobilienpreisen, Immobilienschulden und dem Export (siehe China-USA Handelskrieg). Für mich sind das alles Risiken, die man kaum quantifizierbar oder verlässlich abschätzen kann. Deshalb halte ich mich vorerst von diesem Sektor fern.

Die komplette Liste der größten chinesischen Banken kommt weiter unten.

 

2/4 Technologie: Lokale Monopole haben sich etabliert

Die chinesischen Technologie-Konzerne sind wohl die Firmen aus China, die man auch als Deutscher noch am ehesten kennt. Es sind so bekannte Marken wie:

Logo Firma Kernprodukt Äquivalent Übersee (USA/ Europa)
Alibaba
阿里巴巴
Zur Analyse »
Alibaba, Cloud Amazon, eBay

eBay-Analyse
Amazon Aktienanalyse

Tencent
腾讯
Zur Analyse »
WeChat Facebook, WhatsApp, Instagram

Facebook Aktienanalyse

  Baidu
百度
Web-Suchmaschine Google
Alphabet Aktienanalyse
  JD.com
京东
eCommerce für hochqualitative Produkte Amazon
Amazon Aktienanalyse:
Didi Chuxing
滴滴出行
Ridesharing-App UBER
Zur UBER IPO Analyse »
Meituan Dianping
美团点评
Bestell-App für Essen/Tickets/… Eventim, UBER eats, DeliveryHero
Tantan
谈谈
#1 Dating-App Tinder

 

Zhihu
知乎
#1 Online-Forum Quora
iQiyi
爱奇艺
Führende Video Plattform,
neben youku.cn
Youtube
Alphabet Aktienanalyse:

Übrigens: Der Hauptunterschied zwischen JD.com und Alibabas eCommerce Plattform ist, dass auf JD.com nur vor-Ort verifizierte Händler und Hersteller verkaufen dürfen. Es ist also nicht besonders leicht, Verkäufer auf JD.com zu werden. Viele ausländische Firmen (Adidas, Nike, …) verkaufen ihre Produkte via JD.com an die chinesische Bevölkerung. Hingegen dazu kann jeder in wenigen Stunden einen Alibaba Verkäuferaccount erstellen und Produkte verkaufen. JD.com wird daher als sehr qualitativ hochwertig wahrgenommen und es gibt kaum Betrug. Wenn man bei Alibaba bestellt, kann es vorkommen, dass man 1) gar kein Produkt erhält oder 2) ein anderes/viel schlechteres Produkt erhält, als man dachte.

iQiyi (chinesisch: 爱奇艺, iqiyi.com; Firmenname wörtlich übersetzt: „[Ich] liebe abartige Kunst“) ist mit 500 Mio. monatlichen Nutzern eines der größten Videoportale der Welt. iQiyi ging März 2018 an die Börse (Ticker: IQ).

 

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Im Februar 2019 habe ich einen Store von NIO besucht und mir die Autos genau angesehen. Wirkt auf den ersten Blick sehr modern, sehr ähnlich zu Tesla.

3/4 Elektro-Mobilität

China ist in meinen Augen der sehr, sehr, sehr klare Führer was Elektromobilität anbelangt. In keinem anderen Land werden mehr Elektro-Fahrzeuge produziert und auch genutzt. Die Straßen sind bereits wirklich voll von Elektro-Scootern und Autos. Das habe ich noch in keinem anderen Land gesehen. In Südchina (z.B. in Shenzhen und Guangzhou) fahren fast alle Taxis und Busse rein elektrisch, und alle sind von BYD hergestellt.

Die drei bekanntesten Hersteller sind BYD, Geely und NIO. BYD und Geely sind Tesla um fast ein Jahrzehnt voraus. Produzieren jährlich über 500’000 Autos, und das schon seit 2013, also seit bereits über 6 Jahren. Tesla hat das Gleiche für 2017 angekündigt (schafften nur ca. 100’000) und erreicht es vermutlich erst 2019-2020. BYD und Geely stellen Autos in allen Preisklassen her, NIO nur im Premiumsegment (Neupreis ab 70’000 EUR).

Ich bin ein BYD-Fan. In den Taxis sitzt man sehr gemütlich, die Beschleunigung begeistert, und alles fühlt sich sehr modern an. Wichtig: Ich habe mich noch NICHT näher mit der Firma BYD als Investment befasst, aber ein BYD-Auto würde ich mir kaufen. Von dem Produkt bin ich sehr überzeugt.

In den Zentren der Großstädte sind Benzin-Autos bereits verboten. Deshalb vermute ich, dass der Elektro-Trend weiter zunimmt.

Hier bin ich vor einem der NIO Concept Stores, die es bereits in ganz China gibt. Hier kann man die Autos ausprobieren und sich für eine Anzahlung von 7.000 EUR (Gesamtpreis: 70.000 bis 170.000 EUR) sein eigenes NIO Model ES8 reservieren. Das haben bereits 16.000 andere Kunden gemacht, dabei sind die 7.000 EUR nicht einmal zurückerstattbar!

 

 

4/4 Immobilien

Zahlreiche Immobilienentwickler, private und staatliche, sind öffentlich handelbar. Wer gegen den chinesischen Immobilienmarkt wetten möchte, für den ist eine Short-Position bei diesen Firmen empfehlenswert. Es gibt kaum eine einfachere Möglichkeit, gegen diesen Markt zu wetten. Die Risiken einer Immobilienblase sind aber bei diesen Unternehmen bereits (aus meiner Sicht) gut eingepreist, weshalb die Immobilienentwickler bereits zu sehr geringen KGVs bewertet sind. Am bekanntesten sind hier mit Abstand:

  1. Country Garden Holdings
  2. China Evergrande Group
  3. China State Construction Engineering
  4. China Communications Construction

Thema Immobilien-Blase: Ab 2016 sind bereits zahlreiche Immobilienprojekte am „Zielverkaufspreis“ gescheitert. Die Apartments wurden erfolgreich gebaut, konnten aber nur mit 50-60% des erhofften Verkaufspreises weiterverkauft werden. Zu ähnlich drastischen Preisrückgängen kam es auch bereits in einigen mittelgroßen Städten Chinas (500.000 bis 2 Millionen Einwohner), in denen alle Immobilienpreise drastisch um über 30 % zurückgingen. Die Regierung versucht dies zu vertuschen, bzw. nichts davon darf in den Medien berichtet werden. Mehr dazu im vorigen Kapitel „Eigenschaften und Eigenheiten der Volkswirtschaft China“.

 

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3. Firmen-Monopole und wichtige Aktien (komplette Liste) »

(Zahlen 2018)

Logo Name Sitz Umsatz (Mrd. $) Gewinn
(Mrd. $)
Market Cap
(Mrd. $)
Branche
ICBC Peking 151,4 42,0 229,2 Banken
China Construction Bank Peking 134,2 35,0 200,5 Banken
Agricultural Bank of China Peking 115,7 27,8 149,2 Banken
Bank of China Peking 113,1 24,9 141,3 Banken
Ping An Insurance Shenzhen 106,6 9,5 100,8 Versicherungen
China Mobile Peking 106,8 8,3 308,6 Telekommunikation
Sinopec Peking 255,7 7,0 105,1 Öl und Gas
Bank of Communications Shanghai 53,0 10,1 62,2 Banken
China Merchants Bank Shenzhen 44,5 9,4 66,4 Banken
China Life Peking 82,8 2,9 98,1 Versicherungen
Postal Savings Bank of China Hongkong 48,0 6,0 55,2 Banken
Shanghai Pudong Development Bank Shanghai 40,1 8,0 50,5 Banken
China State Construction Engineering Peking 140,8 4,9 43,2 Bau und Immobilien
China CITIC Bank Peking 39,7 6,3 43,1 Banken
PetroChina Peking 214,8 1,2 204,5 Öl und Gas
SAIC Motor Shanghai 112,7 4,8 43,5 Automobile
Hutchison Whampoa Hongkong 33,5 4,3 47,4 Mischkonzerne
China Communications Construction Peking 64,1 2,5 38,8 Bau und Immobilien
Alibaba Group Hangzhou 21,5 5,7 264,9 Internethandel
China Telecom Peking 53,0 2,7 40,4 Telekommunikation
Tencent Holdings Shenzhen 25,8 9,2 277,1 Technologie
China Everbright Bank Peking 26,1 4,6 26,8 Banken
China Shenhua Energy Peking 26,5 3,4 54,1 Bergbau
China Railway Group Peking 95,4 1,9 29,6 Eisenbahnbau
China Railway Construction Peking 93,2 2,1 26,5 Eisenbahnbau
China Vanke Shenzhen 33,7 3,1 30,5 Finanzdienstleister
Jardine Matheson Hongkong 37,1 2,5 47,6 Mischkonzerne
China Pacific Insurance Shanghai 40,3 1,8 33,5 Versicherungen
People’s Insurance China Peking 64,6 2,1 17,5 Versicherungen
Sun Hung Kai Properties Hongkong 13,4 5,0 43,6 Bau und Immobilien
Bank of Beijing Peking 13,4 2,7 21,5 Banken
Country Garden Holdings Shunde 23,0 1,7 20,3 Bau und Immobilien
China Huarong Asset Management Peking 13,5 3,0 16,6 Finanzdienstleister
Bank of Shanghai Shanghai 10,9 2,1 20,7 Banken
Poly Real Estate Guangzhou 22,4 2,0 16,6 Bau und Immobilien
Greenland Holding Shanghai 32,8 1,2 14,3 Bau und Immobilien
Midea Group Shunde 23,9 2,2 31,5 Technologie
China Evergrande Group Guangzhou 32,4 0,76 34,6 Bau und Immobilien
Sinohydro Group Peking 34,6 0,86 16,5 Versorger
Cheung Kong Property Holdings Hongkong 9,0 2,5 26,2 Bau und Immobilien
Bank of Jiangsu Nanjing 9,7 1,6 16,6 Banken
New China Life Insurance Peking 22,0 0,75 17,6 Versicherungen
Baidu Peking 10,6 1,7 59,9 Technologie
CITIC Securities Peking 6,7 1,6 27,9 Finanzdienstleister
China Metallurgical Group Peking 32,4 0,81 15,4 Mischkonzern
China Yangtze Power Peking 6,5 2,8 42,3 Versorger
Huaneng Power International Peking 16,9 1,3 14,4 Versorger
Baosteel Shanghai 26,8 0,67 21,4 Stahl
Fosun Shanghai 11,1 1,5 13,1 Mischkonzern
China Merchants Shekou Holdings Peking 8,6 1,4 20,8 Mischkonzern
Haitong Securities Shanghai 6,3 1,2 22,9 Finanzdienstleister
China Unicom Peking 41,2 0,10 33,8 Telekommunikation
Dongfeng Motor Wuhan 18,4 2,0 9,4 Auto
Mass Transit Railway Hongkong 5,8 1,3 33,3 Logistik
BYD Shenzhen 15,3 0,76 18,4 Automobile
China Eastern Airlines Shanghai 14,8 0,69 12,9 Airline
China Southern Airlines Guangzhou 17,2 0,77 10,4 Airline
JD.com Peking 39,0 −0,58 45,7 Internethandel
China Reinsurance Group Peking 13,7 0,78 9,9 Versicherungen
BAIC Motor Peking 17,5 0,96 8,3 Automobile
Lenovo Hongkong 42,6 0,61 7,7 Technologie
Haier Qingdao 17,0 0,72 10,6 Technologie

 

 

4. An welcher Börse kaufen? »

Börse New York (ADR Zertifikat). Die einfachste Möglichkeit, in chinesische Aktien zu investieren, ist an der New York Stock Exchange (NYSE) über ein sogenanntes ADR Zertifikat. Chinesische Firmen lassen sich so international an einer Börse listen, um einfach handelbar zu werden. Ein ADR ist dabei nicht selbst eine Aktie, sondern verbrieft das Recht auf eine Aktie. ADRs sind sehr etabliert und wurden in Amerika erfunden, um auch ausländischen Firmen eine Listung in Amerika zu ermöglichen. Sie werden besonders streng von der US-Börsenaufsicht (SEC) überwacht. Auch Credit Suisse, UBS, Deutsche Bank und viele weitere etablierte Firmen sind nach diesem System an US-Börsen gelistet. Betrug oder Fälschungen sind eine Rarität. Alibaba und Tencent sind hier gelistet.

Warum machen Alibaba und Co so etwas kompliziertes? In China ist es Ausländern nicht erlaubt, Aktien von Firmen bestimmter Industrien zu halten. Internet ist eine der für Ausländer verbotenen Industrien. Hauptgrund dafür ist, dass China die landesinnere Zensur unter Kontrolle haben und auch jeden veröffentlichten Inhalt potentiell zensieren können muss. Auf eine bestimmte Art und Weise werden ausländische Investoren durch diese Regelung sogar „geschützt“. Neben Alibaba gibt es noch 11 weitere chinesische Tech-Firmen, die ebenfalls ADRs benutzen und an der NYSE gelistet sind, z.B. Baidu und JD. Die Regierung Chinas will die Kontrolle über die eigenen Firmen behalten, versteht jedoch auch, dass sie ausländisches Kapital zum Wachsen benötigen.

 

Börse Hong Kong (Aktien). Die HKSE (Hong Kong Stock Exchange) ist die mit Abstand am schnellsten wachsende Börse der Welt. Öffentliche Firmen sind in Hong Kong ähnlich wie in Amerika und Deutschland sehr streng reguliert, Betrug oder Fälschungen sind eine extreme Rarität. Alle Firmen werden sowohl von der Regierung als auch von unabhängigen weltweit anerkannten Bilanzprüfern (PwC, KPMG, …) jährlich begutachtet. Tencent, PetroChina, China Mobile, Ping An und sehr viele chinesische Banken sind hier gelistet.

 

Börse Shanghai und Börse Shenzhen (Aktien). In China gibt es zwei Börsen: Shanghai und Shenzhen. Shanghai ist die viertgrößte Börse der Welt. Im Gegensatz zur Börse Hong Kong öffnen sich diese beiden Börsen noch nicht für ausländische Investoren. Es ist extrem schwierig, als Ausländer direkt in dort gelistete Firmen zu investieren. Der Staat greift regelmäßig ein, listet kurzfristig neue Firmen und bereits gelistete Firmen verschwinden nach mehreren Wochen ohne Kommentar. Der Markt ist außerdem streng von der Regierung limitiert was das Handelsvolumen und Schwankungen anbelangt. Auch in jüngsten Jahren kam es hier immer wieder zu Vorfällen von „stark optimierten“ Bilanzen. Ich würde (auch wenn ich es könnte) nicht an diesen Börsen direkt investieren. Mir ist es wichtig, dass die veröffentlichen Daten vollkommen korrekt sind und die Regierung so beliebig eingreifen kann.

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Mit freundlichen Grüßen,
Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)

 

5. Die 4 asiatischen Tiger: Singapur, Hong Kong, Taiwan, Südkorea »

Die Gemeinsamkeiten dieser vier Länder ist in einem Satz, dass sie die liberalen Grundzüge des Kapitalismus durch-und-durch aufgenommen und gelebt haben: Wenig Staat und Regulierung, viel persönliche Selbstbestimmung. Bei jedem Land sind der Hintergrund und die Geschichte leicht anders, die Methodik und das Resultat jedoch sehr ähnlich. Alle Länder sind Freihandelszonen (ohne Einfuhr- oder Ausfuhrzölle) und die totale Steuerlast ist extrem gering. Viele Steuern, die es in Deutschland gibt, gibt es in diesen Ländern überhaupt nicht: Mehrwertsteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Kapitalertragssteuer, Steuern auf Dividenden. Und die restlichen Steuern sind ebenfalls sehr, sehr niedrig (Einkommenssteuer bei einem Einkommen von 100.000 EUR, unter 10%).

Die Selbstbestimmung wird groß geschrieben, kaum öffentliche Firmen existieren (im enormen Gegensatz zur Volkswirtschaft China), alles ist in privater Hand. Jeder kann selbst entscheiden, ob er für das Alter vorsorgt, sich versichern möchte (Gesundheits-, Lebens-, Unfall-, Krankenversicherung), welche Kindergärten und welche Universitäten er besuchen möchte. Jeder bezahlt nur für das, was er auch tatsächlich braucht. All das kostet natürlich Geld, aber wenn man von 70% Gesamtbesteuerung (inkl. Einkommen-, Kapital- und Mehrwertsteuer in Deutschland) auf 10% reduziert, wird vieles in wenigen Jahren erschwinglich, auch wenn Bildung und Versicherung tatsächlich mehrere 10.000 EUR kosten würden. Das System funktioniert sehr gut, wie man sieht.

Große Beratungsunternehmen wie McKinsey&Company beraten täglich auch Regierungen und Parteien, arbeiten Partei- und Steuerprogramme aus. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass diese vier Länder als ständiges Vorführmodell gesehen werden. Führende Politiker und Landesoberhäupter fragen immer: Wie haben die es in so wenigen Jahren nur geschafft, so schnell so erfolgreich zu werden? Das Gleiche möchte ich mit meiner Nation machen.

Im folgenden Kapitel möchte ich nur ganz kurz auf diese 4 asiatischen Tiger eingehen (亚洲四小龙, wortwörtlich: 4 asiatische Drachen — nicht Tiger :)). Taiwan und Hong Kong werden von China immer noch als „Teil des eigenen Landes“ beansprucht. Die Regierungen von Taiwan und Hong Kong jedoch behaupten, sie sind eigene Länder, was auch eher der Realität entspricht: Eigene Steuersysteme, eigene Gesetze, eigene Rechtslage. Die Volksrepublik China nennt das: Ein Land, zwei Systeme.

一国两制 = Ein Land, zwei Systeme: China UND Hong Kong

 

Singapur und Hong Kong haben sich auf Finanzdienstleistungen spezialisiert (Banken und Versicherungen). Taiwan und Südkorea haben sich auf die Produktion von Elektronik-Bauteilen spezialisiert (Prozessoren, Handys, Laptops).

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Singapur

Mit Amtssprache Englisch und Mandarin ist Singapur ein weltweites Finanz- und Handelszentrum geworden. Gemeinsam mit Hong Kong ist Singapur einer der größten Häfen und Warenumschlagplätze für China und Südostasien. Das bedeutet: Hier werden Produkte zur Zwischenlagerung oder Umverpackung aus China hinverschifft, bevor die Ware an das Endziel gelangt.

Auch Singapur hat einen eigenen Aktienmarkt mit vielen spannenden und stark wachsenden Unternehmen. Ein Unternehmen daraus habe ich bereits vor wenigen Wochen analysiert: Singtel Telecommunications. Vielleicht der am besten aufgestellte Mobilfunkanbieter: Kaum Schulden und Marktführer-Monopole in zahlreichen asiatischen Ländern, nicht nur in Singapur.

Singapur ist aus Investorensicht dafür bekannt, dass Gesetze extrem streng eingehalten werden und die Strafen exorbitant sind. Rauchen im Bus kostet 2000 USD. Zu schnell gefahren? Ebenfalls mehrere 1000 USD Strafe oder eine Woche Gefängnis. Genau so streng aber viel härter wird auch bei Korruption oder Wertpapierbetrug durchgegriffen. Und der entscheidende Unterschied zu China: Die Strafen existieren nicht nur im Gesetz, sondern sie werden auch 1:1 umgesetzt. Nur durch diese strengen Strafen hat es Singapur geschafft, sich von Korruption und Bilanzfälschung komplett trennen zu können. Bei einem Investment in eine Firma aus Singapur sehe ich deshalb das Länder-Risiko als sehr gering.

70% der Singapurer haben chinesische Vorfahren, das Land ist deshalb mit China eng verbunden. Verbunden, jedoch nicht verwurzelt: Es gab zwischen Singapur und China nie eine politische Verbindung oder Krieg. China behauptet nicht, Singapur würde zu China gehören.

Fun Fact zu mir: Ich persönlich wohne seit 1. Februar 2019 ebenfalls mit Hauptwohnsitz in Singapur! Dies hat natürlich viele private Gründe, aber auch etliche steuerliche Vorteile – sowohl bei meinen eigenen Firmen als auch bei meinen Aktien-Investments (0% Kapitalertragssteuer). Singapur ist genau wie Hong Kong sehr freundlich und zuvorkommend gegenüber ausländischen Einwanderern.

Vor wenigen Wochen habe ich Singtel genau auf AlleAktien analysiert, eines der größten Telco-Monopole der Welt. Sie sind die #1 Telco-Firma in zahlreichen asiatischen Ländern und haben kaum Schulden. Jetzt direkt zur Analyse gehen »

 

 

Hong Kong

Hong Kong ist eine ehemalige chinesische Kolonie, die von den Briten besetzt wurde. China hat Großbritannien das Land für 99 Jahre verpachtet. Großbritannien hat sich gedacht: Nach 99 Jahren haben die es sicher vergessen, wir bauen diese Kolonie als unsere eigene auf. China hat es nicht vergessen, sie wollten ihr Stück Land zurück. Die Bevölkerung von Hong Kong wurde befragt und hat entschieden: Wir wollen keines von beidem. Wir wollen ein eigenes Land sein.

China behauptet weiterhin fest, Hong Kong sei Teil von China. Auch die chinesische Bevölkerung ist fest überzeugt: Hong Kong ist eine Provinz von China — so steht es ja in den Medien. Hong Konger sehen das ganz anders. Chinesen brauchen ein Spezial-Visum und einen triftigen Grund (Beantragung dauert mehrere Wochen), wenn sie nach Hong Kong für nur einen Tag gehen wollen. Ich brauche keines, kann mich bis zu 6 Monate ohne Visum dort aufhalten, und bin Deutscher.

Hong Kongs Wachstum ist getrieben durch den Aufstieg Chinas zum Export-Weltmeister. Waren wurden anfangs ausschließlich via Hong Kong verschifft. Hong Kong gilt als „Tor zum Westen“ bzw. „Tor zum Osten“. Als zentraler Knotenpunkt, der China und Amerika/Europa verbindet. Bis zum Jahr 2000 wurden 50% aller China-Exporte über den Hafen von Hong Kong versendet. China hat diese Machtbündelung erkannt und seitdem eigene Häfen weiter ausgebaut, damit Hong Kong an Bedeutung und Macht verliert. 2019 werden „nur“ noch knapp 10% aller China-Exporte via Hong Kong versendet.

Hong Kong ist der beste und oft einzige Weg, um Kapital von außen in China zu investieren und auch, um sein Kapital aus China wieder heraus zu bekommen. Beides ist nicht ohne Weiteres möglich, auch nicht für Chinesen. Die Regierung hat deshalb ein Gesetz verabschiedet: Jeder Chinese darf pro Jahr maximal 50’000 USD aus dem Land schaffen. Gebildete Chinesen wissen, dass alle Firmen und Immobilien dem Staat gehören. Aller Besitz nur „geliehen“ ist. Banken in Hong Kong, die Chinesen „wie auch immer“ dabei helfen, ihr Geld aus dem Land zu schaffen, verdienen hier exzellente Margen, die sie selbst festlegen können. Ich behaupte, China hat Bitcoin nicht umsonst so schnell komplett verboten und alle Bitcoin-Webseiten blocken lassen.

Der Aktienmarkt in Hong Kong gilt als extrem von China abhängig, die Kurse haben eine hohe Korrelation mit der wirtschaftlichen Gesundheit von China. Viele Firmen mit Hauptsitz in China sind trotzdem in Hong Kong gelistet, um Anlegern genau diese Sicherheit zu geben, obwohl sie in Hong Kong keinen Umsatz erwirtschaften. Der Aktienmarkt in Hong Kong gilt als sehr streng kontrolliert und reguliert, was in meinen Augen bei chinesischen Firmen sehr notwendig und gut ist. Die gelisteten Firmen müssen von namhaften Buchhaltungsfirmen geprüft werden (KPMG, PwC, …), wie es auch in Amerika und Europa der Fall ist. Betrugsstrafen sind ähnlich wie in Singapur sehr hoch.

 

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Taiwan

Taiwan ist eine ehemalige chinesische Provinz, in welche die Politiker, wohlhabenden Unternehmer und Aristokraten beim Partei-Putsch durch Mao Zedong von 1949 verbannt wurden. Die „Republik China“ (Republic of China) wurde von der „Volksrepublik China“ (People’s Republic of China) verdrängt, und alle Anhänger der alten „Republik China“ wurden nach Taiwan gesendet, bzw. sind geflüchtet. So entstand Taiwan.

Auch Taiwan ist eines der am weitesten entwickelten Länder der Welt, und vor allem bekannt durch die Computerindustrie. Hier werden die meisten Handys und Laptops produziert, so auch das iPhone und das Macbook, auf dem ich hier tippe. Unter anderem sind hier ansässig Asus, Acer, Foxconn. Fast die gesamte Hardwarefertigung von Apple, Microsoft und Amazon wird via Foxconn abgewickelt.

Taiwan hat nach der Eliten-Flucht graduell alle Staatsfirmen privatisiert, den Staat minimiert. Das gesamte Bankensystem privatisiert. Ähnlich wie die deutsche Wirtschaft wird die taiwanische Wirtschaft von Klein- und Mittelstand geprägt, was die Wirtschaft besonders solide und unanfällig für Krisen macht. Von der asiatischen Finanzkrise 1997, der Dot-Com-Blase 2001 oder der Immobilienkrise 2008 hat Taiwan wenig zu spüren bekommen.

 

Foxconn: Der Taiwanische Elektronikhersteller Foxconn beliefert Apple, Microsoft, Amazon und viele weitere mit Elektronik-Komponenten und kompletten Produkten, wie es bei iPhone oder dem MacBook der Fall ist.

 

Taiwan Semiconductor (Kurz: TSMC, Ticker: TSM / 2330) ist der weltweit größte Hersteller von Halbleitern, die für alle CPUs und Chips gebraucht werden. TSMC beliefert unter anderen AMD, Nvidia, Intel, Texas Instruments und Qualcomm.

 

Südkorea

Südkorea ist mit einer Bevölkerung von ca. 50 Mio. Einwohnern ein hoch entwickeltes Land mit sehr hohem Einkommen und führt weltweit in der Elektronik-, Robotik- und Beauty-Industrie. Samsung und LG sind zwei der bekanntesten Elektronik-Firmen weltweit. Hyundai und KIA sind weltweit bekannte Automarken aus Korea.

Obwohl die Wirtschaft sehr schnell wächst und stabil ist (z.B. war Korea von der Finanzkrise 2008 kaum betroffen), wird das Land immer wieder als „riskant“ bezeichnet und erhält nur mittelgute Kreditbewertungen von S&P, Moody’s, und Fitch. Der Grund: Die Nähe zum angefeindeten Land Nordkorea.

Südkorea ist die viertgrößte Wirtschaft Asiens (nach China, Japan und Indien) und hat noch eine ganz besondere Eigenheit: Viele der öffentlichen Firmen sind familiengeführte Konglomerate (sog. chaebols), die sich aber langsam auflösen. Also sehr ähnlich, wie es auch in Japan der Fall war.

 

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6. Volksrepublik China: Die nächsten 10 Jahre »

  • Wirtschaft wird unabhängiger von anderen Ländern: China wurde in den letzten 50 Jahren so erfolgreich, weil sie viele verschiedenste Produkte für Amerika und Europa preiswert und verlässlich hergestellt haben. Erst Metalle und Erze, dann Kleidung, dann Elektronik. In den letzten 15 Jahren hat China versucht, die nationale Wirtschaft zu befeuern. Ein eigenes Google, Facebook, Amazon, Netflix, Nike, Adidas, KraftHeinz, GoldmanSachs, … aufgebaut. Mittlerweile gibt es etliche chinesische Premium-Hersteller mit starken Marken in allen Industrien: Software, Elektronik, Kleidung, Haushaltswaren, Gebrauchsartikel. Alibaba verkauft jetzt weniger als 10% des Umsatzes im Ausland, 90% im Inland. Ich glaube, dass sich dieser Trend noch weiter verstärkt: Erstens ist es mittlerweile ziemlich teuer, in China zu produzieren (Indien, Thailand, Vietnam sind bis zum Faktor 10 günstiger). Zweitens will sich China unabhängig vom Westen machen. Der Grund, warum trotzdem noch so vieles in China für ausländische Konzerne produziert wird, ist ganz klar, aber nicht offensichtlich: Die hohe Produktqualität und Verlässlichkeit der Leute. In Indien, Thailand und Vietnam gibt es immer noch gewaltige Probleme, was die Qualitätssicherung und Verlässlichkeit der Produktion angeht. Die Arbeitsmoral ist in diesen Ländern viel schwächer.
  • Stärkere Öffnung nach außen: China wird sich anderen Ländern gegenüber weiter öffnen und versuchen, die eigenen Produkte (Tencents WeChat, Alibaba, Eigenmarken der Konsumartikel, …) in andere Länder zu bringen. Dies gelingt am einfachsten bei anderen Entwicklungsländern in Asien, Afrika und Südamerika. Dort haben sich noch wenige solcher Marken etabliert, der Markt ist noch nicht gesättigt. Auch herrscht dort kein so negatives Bild von China vor, dass es dort nur „Billigware“ gäbe. Damit kommen wir zur…
  • Road and Belt Initiative: China investiert (nicht: schenkt) in die Infrastruktur anderer Länder, um den Handel mit China zu vereinfachen. China finanziert oder baut anderen Ländern unter anderem Flughäfen, Seehäfen, Autobahnen, Staudämme, Kernkraftwerke, Eisenbahnnetzwerke und Solarkraftwerke. Aktuell ist Infrastruktur für 160 Mrd. USD im Bau oder geplant. Damit ist China wohl der mit Abstand größte Investor in die Zukunft.
    Viele Länder sind China für die Investments sehr dankbar, auch wenn diese oft nicht „günstig“ sind. China will dafür volle Kontrolle und Besitz der Liegenschaften (z.B. Öl, Baumwolle, Stahl). Das Darlehen ist entweder noch verzinst oder es ist mit hohen Rohstoff-Liefergarantien an China versehen, die sich über Jahrzehnte strecken. Die Infrastruktur ist so gelegt, dass China im Zentrum liegt. Also alle „Wege“ zu China als Knotenpunkt führen. Eine sehr intelligente Strategie, meiner Meinung nach.
    Zum einen werden so viele, viele andere Länder wirtschaftlich von China abhängig. Zum anderen soll es die chinesische Wirtschaft befeuern. Chinesische Unternehmer können dank dieser Infrastruktur besonders einfach und günstig in andere Länder expandieren und transportieren. Einfacher als jedes andere Land. Denn China besitzt ja die Wege und Infrastruktur.
    China hilft damit enorm vielen Ländern, endlich Wohlstand aufzubauen (siehe Grafik unten). Ich bin daher überzeugt, dass China die #1 Weltwirtschaft in den kommenden Jahren wird, und es auch einige Jahre bleibt :).
    Ein Risiko für China bei dieser Strategie: China baut und bekommt nichts zurück. Sie werden im Zielland enteignet. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich, da China zumindest von allen direkt angrenzenden Nationen bereits der größte Handelspartner ist und deshalb eine gewisse Macht hat.

China’s Road and Belt Initiative (Straße und Gürtel): Alle Wege führen nach China.

 

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Deine Meinung zu China? Stimme ab!

Welche 3 China-Aktien findest du am spannenden?

Kommt eine Investition in chinesische Aktien für dich infrage?

Denkst du, China wird sich auch künftig positiv entwickeln?

 

7. Mein Fazit: Der chinesische Markt hat viel erreicht, ist aber erst am Anfang

Politik und Wirtschaft sind eng verbunden. Medienzensur ist real, um die Stabilität und positive Moral zu sichern. China ist die #2 Weltwirtschaft und könnte Amerika in den kommenden 10 Jahren einholen. Chinesen lieben Immobilien-Investments: In China und im Ausland.

Die Kernindustrien Chinas sind Banken, Technologie, Produktion und Immobilien. China hat den größten Bankensektor der Welt, verwaltet mehr Vermögen als jedes andere Land. Zu Amerikas Tech-Giganten gibt es in China Äquivalente: Alibaba, Tencent, Baidu, JD.com, Didi, iQiyi, Zhihu, BYD, Geely, NIO.

Chinesische Aktien kann man in China (Shanghai, Shenzhen), Hong Kong oder New York kaufen. In New York nur über sogenannte ADRs (Zertifikate, die das Recht auf eine Aktie verbriefen), die jedoch sehr gut reguliert sind.

Die vier asiatischen Tiger Singapur, Hong Kong, Taiwan und Südkorea sind mit über 10% in den letzten 30 Jahren pro Jahr gewachsen, nochmal deutlich schneller als China. Haben ihre eigenen Wirtschaftssysteme basierend auf freiem Kapitalismus aufgebaut, kaum Steuern und kaum Regulierung erlebt. In allen vier Ländern gibt es eigene Börsen, die sehr gut reguliert und sicher sind.

In den kommenden 10 Jahren erwarte ich noch eine stärkere Öffnung nach außen und die Umsetzung der Road-and-Belt Initiative. Beides wird die Wirtschaft nochmals extrem ankurbeln. Außerdem konzentriert sich China bereits in den letzten 5 Jahren stark darauf, die Binnenwirtschaft zu stärken und sich wenig abhängig von anderen Ländern zu machen.

Der chinesische Markt hat viel erreicht, ist in meinen Augen aber erst am Anfang »

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Meine anderen Analysen:

Analyse
» Alibaba 阿里巴巴
» Tencent 腾讯
» Xiaomi 小米 (kommt Anfang März)
» SingTel

 

Liebe Grüße,
Michael C. Jakob

 

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Quellen & Links

Beschreibung
Bloomberg: Chinese Housing Debt Bomb
Alibaba Aktienanalyse auf AlleAktien.de
Tencent Aktienanalyse auf AlleAktien.de
Belt and Road Initiative (Weltbank)
Four Asian Tigers

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Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit Aktien, Beteiligungen, Anleihen und Immobilien in China.

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6 Antworten

  1. Thomas Abel sagt:

    Lieber Michael,

    Daumen hoch für diese umfangreiche Analyse! Speziell in Ländern wie China sind persönliche Einblicke und Erfahrungen sehr wichtig. Man hat dadurch ein viel besseres Gefühl und Verständnis für weitere Entwicklungen, als wenn man „nur“ Bilanzen oder Unternehmensmeldungen für Zukunftsprognosen verwendet. Also ich fand diese Vorort-Berichtserstattung echt klasse.

    Viele Grüße
    Thomas

  2. Tom Engemann sagt:

    Hallo Michael, danke für den super Artikel. Ich habe eine Frage dazu. Die durchschnittlichen Bewertungskennzahlen (KGV, KBV, usw.) scheinen für China zur Zeit günstig zu sein. Starcapital gibt das durchschnittliche KGV für China zur Zeit bei 7 an. Das KBV soll bei 0,9 liegen. In Kombination mit den guten Wachstumsaussichten bietet es sich doch an einfach den kompletten Index zu kaufen, oder? Welches Produkt und welche Börse würdest du dafür favorisieren? Vielen Dank und beste Grüße. Tom

  3. Sebastian sagt:

    Hi Michael,
    Super interessanter Artikel, Danke, dass du dich mit diesem wichtigen Zukunftsmarkt auseinander setzt.
    Es hat sich ein kleiner Fehler in die Analyse eingeschlichen: es muss 一带一路, also belt and Road Initiative heißen, nicht Road and belt.
    Liebe Grüße

  4. TimVestor sagt:

    Sehr gute Analyse, vielen Dank!
    Einen Punkt muss ich aber anmerken: Tencent, Alibaba, etc. sind mit nichten eine sichere Investmentstruktur. Die VIEs beurteile ich sehr skeptisch, weil sie vollkommen intransparent sind und jederzeit zum Nachteil des Investors aus China heraus aufgelöst werden können. Das Problem habe ich in diesem Beitrag ausführlicher beschrieben: https://timvestor.de/boerse/investmentrisiko-china-kann-man-dem-gesetzlichen-rahmen-trauen/

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