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Jonathan Neuscheler | AlleAktien-Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt

Mein Ziel ist es, jährlich steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei denke und agiere ich langfristig. Suche mir in Aktienanalysen systematisch unterbewertete Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und gleichzeitig geringen Risiken aus. Dann bleibe ich meist viele Jahre investiert. Profitiere von der Wertsteigerung der Unternehmen. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Schlage zu, wenn Aktien besonders preiswert sind.

Aktienanalyse Fresenius: Ist die große Erfolgsgeschichte auch nach dem 25 %-Rücksetzer noch intakt?

24 Antworten

  1. Edward_Bk sagt:

    Der beste Blog; klasse, hochwertige und Professionelle Analysen.. Danke.^^

  2. Tradimo sagt:

    Hallo Jonathan,

    sehr gute Analyse von Fresenius. Ich hatte mich auch einige Zeit mit dem Unternehmen beschäftigt, meine Analyse war aber bei weitem nicht so tiefgreifend wie deine. Was mir allerdings auffiel ist, dass Fresenius Firmenwerte (Goodwill) von ca. 200% des Eigenkapital in der Bilanz ausweist.

    Wie hoch siehst du die Risiken einer Abschreibung in folge eines Inpairment-Tests, was das Eigenkapital doch erheblich reduzieren würde? Was wohl auch starke Kursverluste nach sich ziehen würde.

    • Hallo Tradimo,

      danke für das Lob. Goodwill muss nur dann abgeschrieben werden, wenn die Übernahme nicht den erwarteten Ertrag mit sich bringt. Ich gehe nicht davon aus, dass die Goodwill-Abschreibung an sich ein Risiko für Henkel darstellt. Denn die Übernahmen wurden nahezu alle ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Henkel ist ja fast schuldenfrei. Wie bei jedem Unternehmen sich lediglich schlechte Geschäfte das Risiko. Dann müsste der Goodwill abgeschrieben werden, aber der Aktienkurs würde ja auch bei einer AG ohne Goodwill sinken, wenn die Geschäfte schlecht laufen.

      VG, Jonathan

      • Tradimo sagt:

        Gilt das auch für Fresenius, die mehr auf Fremdkapital setzen?

        • Ja, ich persönlich sehe das so. Wie gesagt, wenn die Geschäfte nicht gut laufen, tut das bei keinem Unternehmen dem Aktienkurs gut. Wenn in Folge dessen der Goodwill abgeschrieben werden muss, dann ist eben nicht die Goodwill-Abschreibung der Grund für den schlechten Kursverlauf, sondern die schlecht laufenden Geschäfte.

  3. Bibs sagt:

    Tolle ausführliche Analyse, Jonathan. Da steckt ne Menge Arbeit drin. Vielen Dank!! Deine Arbeit hat mich überzeugt, Fresenius Medical Care zu verkaufen und Fresenius zu kaufen.
    Bibs

  4. Wachinger sagt:

    Hammer Analyse! Super Blog! Weiter so

  5. Jan Haller sagt:

    Kurze Frage: Warum ist der Kurs in der Finanzkrise zurückgegangen? Ich denke das Leute gerade in einer Krise eine Krankheit erleiden könnten und hier in DE gibt’s es ja Versicherungen die alles bezahlen. Also sollte ja eigt kein Umsatzrückgang zu sehen sein oder? Lag es einfach an der Panik in den Märkten?

    • Hallo Jan,

      Fresenius ist kein konjunkturabhängiges Unternehmen. Umsätze und Gewinne sind während der Finanzkrise weiter gestiegen.
      Siehe hierzu: https://www.ariva.de/fresenius-aktie/bilanz-guv?page=7

      In einer Wirtschaftskrise fallen zeitenweise die Kurse aller Wertpapiere. Unabhängig davon, wie es den Unternehmen geht. Der Grund: Es wird Cash benötigt. Denke diesbezüglich mal an die ETF-Anleger. Wenn die ihre ETFs abstoßen, dann werden alle im ETF enthaltenen Aktien auf den Markt geschmissen. Das sind dann besonders spannende und lukrative Zeiten für Value-Investoren wie uns.

      Allerdings möchte ich noch ergänzen: Fresenius ist nicht gerade gering verschuldet. Mitten in der Finanzkrise musste umgeschuldet werden. Das ist dem Unternehmen zwar gelungen, aber nicht gerade zu günstigen Zinsen.

      Liebe Grüße, Jonathan

  6. Martin sagt:

    Hallo Jonathan,

    meiner Meinung nach ist Fresenius auch knapp unter 50 Euro noch überbewertet. Ein Qualitätsunternehmen, ja, aber einfach zu teuer.

    Hier mal ein Artikel eines Value-Bloggers dazu

    Was hältst du davon?

    FG, Martin

    • Lieber Martin,

      vielen Dank für den Artikel. Ich glaube, der Blogger verfolgt einen völlig anderen Investment-Stil.

      So stellt er auf den Buchwert ab, der aber bei den meisten Unternehmen keinerlei Aussagekraft mehr hat. Gerade im Fall Fresenius besteht dieser eh größtenteils aus Goodwill, den ich eh nicht als Wert anerkenne.

      Viel entscheidender für den Wert eines Unternehmens ist die Ertragskraft. Hier verwendet der Blogger Vincent von Bouvier-Investiert den durchschnittlichen Gewinn der letzten 7 Jahre. Das halte für für nicht sinnvoll, die Vergangenheit ist schon lange durch, entscheidend ist, was in der Zukunft passieren wird.

      Der Wert einer Aktie ist die Summe aller Free Cash Flows bis in die Unendlichkeit, nicht die der Vergangenheit. Die Ertragskraft von Fresenius ist größer als je zuvor, wird weiter wachsen.

      Weiterhin halte ich die Aussage “Fresenius sei kein gutes Investment” für nicht korrekt. Das wird sich erst in 10 Jahren zeigen. Ich investiere nicht mit dem Ziel, in den nächsten 2-3 Monaten ein paar Euro zu machen. Sondern mit dem Ziel, mich systematisch an Qualitätsunternehmen zu beteiligen, die im Zeitverlauf immer wertvoller werden.

      Im Nachhinein ist es natürlich leicht zu behaupten, es wäre besser gewesen, erst bei 40 zu investieren. Aber das wusste damals keiner. Ich habe die preiswerten Kurse zum Nachkauf genutzt, mich über den Rückgang gefreut. Den Einstiegskurs gesenkt.

      Seitdem hat die Aktie schon wieder deutlich zugelegt, in 10 Jahren werden wird sehen, ob es eine gute Idee war, Fresenius in der letzten Zeit einzusammeln.

      VG, Jonathan

  7. MKsAktien sagt:

    Dieses Video von Torsten Tiedt ist eine schöne Ergänzung zu dieser Analyse, finde ich: https://www.youtube.com/watch?v=B6ucBTaMvSc. Nachdem ich mir beide Analysen zu Gemüte geführt habe, bleibe ich erst mal auf Abstand. Insbesondere die Aussagen vom Management zum verlangsamten zukünftigen Wachstum (kamen glaube ich erst nach der AlleAktien-Analyse raus), fand ich nicht so berauschend.

    • Wir sehen kein verlangsamtes Wachstum.

      Die entscheidende Änderung ist: Die alten Prognosen haben große Übernahmen beinhaltet, die neue Prognose beinhaltet diese nicht mehr. Die neue Prognose zielt also ausschließlich auf das Wachstum aus eigener Kraft ab, und das war in der Vergangenheit auch nicht höher.

      Kommt es dann doch wieder zu großen Übernahmen, beschleunigt sich das Wachstum wieder. Fraglich ist allerdings, ob es zukünftig gelingen wird, derart viele große Übernahmeziele zu finden.

  8. Thomas sagt:

    Hi Jonathan,

    sehr schöne Analyse! Ich halte Fresenius auch für ein sehr gutes Unternehmen. Was mich aber in dem Bereich etwas umtreibt um dort einzusteigen, ist die Tatsache, dass mit neuen gestzlichen Regelungen in der Pflege die Kosten steigen. Die Gesetzte sind natürlich aus meiner Sicht absolut notwendig und muss auch meines erachtens weiterausgebaut werden. Dass sind natürlich dann wieder höhere Kosten.
    Was man natürlich auch beachten sollte bei der ganzen Sache, dass diese Kosten auch zum Teil weitergeben werden an Patienten und Kassen.
    Hier bin ich mir nicht so sicher ob es sich nur um teilweise oder um komplett geht?

    • Hi Thomas,

      Fresenius profitiert stark vom demographischen Wandel. Je älter wir werden, desto häufiger treten Krankheiten auf. Steigende Kosten im Gesundheitssystem bedeuten für Fresenius steigende Einnahmen und Wachstumschancen.

  9. Daniel sagt:

    Top Analyse. Nach dem Lesen bin froh, dass ich vor kurzem Fresenius gekauft habe. Ich glaube auch daran, das es sich langfristig mehr als auszahlen wird.

    Sind alle Analysen im Premium Bereich so ausführlich und kann man sich den Zugang mit Freunden teilen?

    LG
    Daniel

    PS: weiter so!

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