Unternehmensanalyse Henkel AG & Co. KGaA: Eine blütenweiße Weste fürs Depot?

Aktienanalyse Henkel AG & Co. KGaA
WKN 604840 und 604843
Preis 100 EUR
Ausstehende Aktien 434 Mio.
Marktkapitalisierung 43’400 Mio. EUR
Nettoverschuldung 2’301 Mio. EUR
Enterprise Value 45’701 Mio. EUR
Datum 24.12.2017

 

Überblick

  • Henkel ist ein global aktives Konsumgüter- und Industrieunternehmen mit bekannten Marken (Persil, Pril, Schwarzkopf, Pritt usw.) und über 18’000 Mio. EUR Jahresumsatz.
  • Durch die hervorragende Positionierung in aufstrebenden Ländern gelingt es Henkel, die Umsätze und Gewinne überdurchschnittlich stark zu steigern.
  • Die bekannten Marken erlauben es dem Unternehmen, attraktive Preise durchzusetzen. Da ein Großteil der Gewinne einbehalten wird, kann Henkel Jahr für Jahr Wettbewerber aufkaufen und so zusätzliches Wachstum erzielen.
  • Seit dem Amtsantritt von CEO Kasper Rorsted ist es Henkel gelungen, die Gewinnmargen kontinuierlich zu steigern. Die Gewinnmarge konnte seit 2005 von 5,5 % auf 14,8 % in 2016 gesteigert werden. Henkel hat sich vorgenommen, die Gewinnmarge in Zukunft weiter zu steigern. Schon heute ist Henkel sehr profitabel.
  • Nach zweieinhalb Jahren seitwärts laufendem Aktienkurs ist die Bewertung durch das stetige Gewinnwachstum auf einem günstigen Niveau angekommen. Erst recht, wenn wir die Gewinnkontinuität und die Zukunftsaussichten des Unternehmens betrachten. Die ebenfalls an der Börse notierten Stammaktien bieten gegenüber den im DAX notierten Vorzugsaktien einen Preisabschlag von 10 % und machen die Aktie noch attraktiver. Diese spannende Ausgangssituation ist Grund für die nun folgende Analyse.

 

Die Analyse ist in 4 Teile strukturiert:

1. Geschäftsmodell
2. Bewertung
3. Risiken
4. Fazit

1. Geschäftsmodell

Beschreibung des Geschäftsmodells

Im Jahre 1876 gründete der Unternehmer Fritz Henkel die Waschmittelfabrik Henkel, in der er Pulverwaschmittel auf Basis von Wasserglas herstellte. Daraus entstand in 140 Jahren Unternehmensgeschichte Deutschlands größtes Konsumgüterunternehmen, welches außerdem Weltmarktführer im Bereich Klebstoffe ist. Heute hat Henkel seine Geschäftstätigkeit in drei Segmente gegliedert:

Segmente

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Quelle: Henkel

Im Bereich „Laundry & Homecare“ werden Wasch- und Reinigungsmittel, Geschirrspülmittel, WC-Reiniger und Lufterfrischer entwickelt, hergestellt und vertrieben. So stellt Henkel beispielsweise rund 25 Milliarden Waschladungen jährlich her. Bekannte Marken sind Persil, Pril, Bref, Sidolin, Spee, WC Frisch oder Weißer Riese. 2016 wurde in diesem Segment ein Umsatz von 5’800 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge von 17,3 % erzielt. Das organische Wachstum betrug erstaunlich hohe 4,7 %.

In der Sparte „Beauty Care“ werden Haarkosmetikprodukte, Produkte für das Friseurgeschäft, Körperpflegeprodukte, Hautpflegeprodukte sowie Mundhygieneartikel entwickelt, hergestellt und vertrieben. Auch in diesem Segment besitzt Henkel uns allen bekannte Marken: Schwarzkopf, Syoss, FA, Got2b oder taft. 2016 wurde bei einem Umsatz von 3.800 Mio. EUR eine EBIT-Marge von 16,9 % und eine organische Wachstumsrate von 2,1 % erzielt.

Im Segment „Adhesive Technologies“ stellt Henkel alle Arten von Klebestoffen her. Außerdem werden Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen hergestellt. Die Produkte werden unter der Marken Pattex und Pritt an Privatkunden angeboten, aber primär sind Industriekunden, das Handwerk und die Baubranche Kunden. Diesen Kunden dürften die Marken Loctite, Technomelt oder Teroson sehr bekannt sein. So wird beispielsweise das iPhone von Henkel-Klebern zusammengehalten. In dieser Sparte wurde 2016 ein Umsatz von 9.000 Mio. EUR erwirtschaftet. Die EBIT-Marge betrug 18,2 % und die organische Wachstumsrate lag bei 2,8 %.

 

Märkte

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Henkel ist ein globales Unternehmen. 2016 wurden 55 % der Umsätze in Westeuropa und Nordamerika erzielt. Bereits 45 % der Umsätze wurden in aufstrebenden Ländern erzielt. Mittelfristig möchte Henkel mehr als 50 % der Umsätze in den aufstrebenden Ländern erzielen. Dies dürfte auch gelingen. Denn wie auf der unteren Grafik zu sehen, wachsen die Umsätze in den aufstrebenden Ländern viel stärker als in Nordamerika oder Westeuropa.

Es gibt zwei Gründe für das hohe organische Wachstum in den aufstrebenden Ländern: Zum einen steigen in diesen Ländern im Laufe der Jahre immer mehr Menschen in die Mittelschicht auf und beginnen erstmals in ihrem Leben, ihre Wäsche nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Waschmittel zu waschen. Sie ziehen in die Städte und kaufen Körperhygieneprodukte. Durch die schon heute hervorragende Aufstellung in diesen Märkten ist Henkel ein großer Profiteur einer global aufstrebenden Mittelschicht. Zum anderen sind die Inflationsraten in diesen Ländern typischerweise deutlich höher als in den entwickelten Nationen. Dies hat einen Einfluss auf die organische Wachstumsrate, die wie folgt ermittelt wird: Steigerung der abgesetzten Menge plus Steigerung des Verkaufspreises in lokaler Währung. Werden also aufgrund allgemeiner Preissteigerung (Inflation) die Preise für Waschmittel etc. angehoben, dann scheint das organische Wachstum nach oben zu gehen. Tatsächlich aber ist die abgesetzte Menge in diesem Fall nicht gewachsen. Daher scheint das Wachstum gerade in Lateinamerika höher als es tatsächlich eingetroffen ist.

 

Kundennutzen

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Quelle: Henkel

Ich selbst dusche jeden Tag mit dem Anti-Schuppen-Shampoo von Schwarzkopf, einer der bekanntesten Henkel-Marken. Ich habe bereits viele Shampoos ausprobiert, aber keines ist so gut wie dieses. Ich vertrage es sehr gut und vertraue diesem Produkt. Ohne auf den Preis zu schauen, kaufe ich wie ein Roboter immer wieder das gleiche Produkt.

Die Marke Schwarzkopf steht für mich für Qualität und Zuverlässigkeit. Wenn ich zu diesem Produkt greife, dann kann nichts schiefgehen.

So wie mir geht es vielen Kunden auf der ganzen Welt. Die Marken von Henkel stehen für beständige Qualität und genießen weltweit einen ausgezeichneten Ruf.

 

Burggraben/Pricing Power

Der eben dargestellt Kundennutzen führt dazu, dass Henkel über eine hohe Preissetzungsmacht verfügt. Ich würde mein Shampoo auch dann noch kaufen, wenn es einige Cents teurer ist. Typischerweise gehen die Hersteller hier aber viel trickreicher vor: Die Preise bleiben konstant, die Packungsgröße aber wird stetig kleiner. Dann wird mit einer großen Marketingaktion eine neue „XXL-Version“ des Produktes mit mehr Inhalt und einem höheren Preis vorgestellt. Nun beginnt das Spiel erneut.

Jeder kann seine eigene Meinung über dieses Vorgehen haben, jedenfalls funktioniert es. Weltweit vertrauen hunderte Millionen Konsumenten den Marken von Henkel und kaufen die Produkte in regelmäßigen Abständen wieder und wieder. Oftmals bleiben sogar ganze Generationen einer Marke treu: Ich benutze „mein“ Shampoo, weil es seit frühen Kindheitstagen im elterlichen Bad vorzufinden ist. So konnte ich mich daran gewöhnen und komme nun nicht mehr von diesem Produkt weg. Ich könnte natürlich schon wechseln, aber warum sollte ich das tun? Ich bin mit meinem Shampoo zufrieden, und das neue Produkt könnte zwar besser sein-aber eben auch schlechter. Dieses Risiko, etwas unbekanntes zu kaufen, das ja schlechter sein könnte, wollen wir Menschen nicht eingehen. Da kommt der „Urmensch“ in uns hervor. Unsere Vorfahren haben gelernt, dort zu trinken, wo andere Menschen auch getrunken haben. Die Früchte von denen Bäumen zu essen, bei denen andere Menschen ebenfalls gegessen haben. Und die Früchte vertragen haben. Zu einem neuen Baum zu gehen hat ein Risiko bedeutet: Was, wenn die Früchte dort ungenießbar wären?

Bekannte Marken sind einer der größten Wettbewerbsvorteile und verhelfen Unternehmen dazu, außerordentlich profitabel zu wirtschaften. Es ist nahezu unmöglich, eine erfolgreiche und bekannte Marke anzugreifen. Henkel bekommt einen dicken Pluspunkt.

 

Wettbewerber

Da Henkel global aktiv ist, ist das Unternehmen einer Vielzahl von Wettbewerbern ausgesetzt. Der bekannteste Wettbewerber dürfte Procter & Gamble sein. Diese Wettbewerbssituation besteht allerdings schon seit Jahrzehnten, und seit Jahrzehnten können beide Unternehmen gut nebeneinander koexistieren. Der Markt ist groß genug. Die Kunden vertrauen ihren bekannten Marken.

AlleAktien-Henkel-Analyse-Akquisitionen

Da Henkel sehr profitabel arbeitet und zudem den Großteil der Gewinne im Unternehmen einbehält, steht viel Geld für Übernahmen zur Verfügung. 2016 hat Henkel laut Geschäftsbericht (S.59) fünf Konkurrenten übernommen. Durch die Übernahme von The Sun Products Corporation ist Henkel mittlerweile auf den zweiten Platz im US-Waschmittelgeschäft vorgerückt und kann den ewigen Konkurrenten Procter & Gamble nun noch stärker angreifen.  Quelle: Henkel

Mir gefällt, dass Henkel auch in den aufstrebenden Ländern zukauft. Hier wird gerade die Basis für langfristiges und anhaltendes Wachstum geschaffen.

 

Langfristige Trends

Henkel profitiert von folgenden langfristig anhaltenden Trends:

  • Steigende Weltbevölkerung –>jedes Jahr leben rund 80 Mio. mehr Menschen auf der Welt. Bedeutet für Henkel: Jedes Jahr gibt es potentiell 80 Mio. neue Kunden
  • Aufstieg der Menschen in die Mittelschicht –>während meiner China-Reise im Oktober 2017 habe ich gemerkt, was für ein Potential hinter einer solchen Entwicklung steckt. In China waschen mittlerweile fast alle Haushalte ihre Wäsche mit Waschmittel, spülen mit Geschirrmittel, benutzen Shampoo usw. Durch einen steigenden Wohlstand in China, Indien und weiteren Ländern eröffnen sich nie dagesessen Märkte mit einer enormen Nachfrage. Alleine in Asien leben über 4 Mrd. Menschen (entspricht mehr als der zehnfachen US-Bevölkerung).
  • Trend zu steigender Körperhygiene in den Industrieländern
  • Übernahmen von Wettbewerbern und dadurch zusätzlich anorganisch stattfindendes Wachstum

 

Langfristige Strategie

CEO Hans van Bylen schreibt im Geschäftsbericht 2016 an die Aktionäre:

„Bis 2020 und darüber hinaus haben wir klare Ambitionen. Wir wollen mehr profitables Wachstum erzielen, uns noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden und Konsumenten ausrichten sowie noch innovativer, agiler und digitaler werden. Gleichzeitig wollen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltiges Handeln fördern und unsere langjährige, international aner- kannte führende Rolle in diesem Bereich weiter stärken.

In den nächsten vier Jahren streben wir ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent an. Bei dem bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie wollen wir ein durchschnittliches jährliches Wachstum (CAGR) von 7 bis 9 Prozent erreichen. Dies schließt den Einfluss von Währungskursentwicklungen ein; bedeutende Akquisitionen oder ein Aktienrückkauf sind darin jedoch nicht berücksichtigt. Zudem ist es unser Ziel, unsere bereinigte EBIT-Marge weiter zu steigern. Auch der Free Cashflow soll weiter erhöht werden.

Um unsere Zukunft erfolgreich zu gestalten, haben wir vier strategische Prioritäten definiert, die zusammen mit unseren Werten unser Handeln leiten: Wir wollen unser Wachstum vorantreiben, Digitalisierung beschleunigen, Agilität weiter steigern und gezielt in Wachstum investieren.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung

Im Namen des Vorstands von Henkel möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit für ihr Engagement und ihre unermüdliche Ausrichtung auf unseren Erfolg, die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Konsumenten, die Entwicklung innovativer Lösungen sowie die Stärkung unserer Marken bedanken. Ihr Einsatz ist die Grundlage für unseren Erfolg.

Unser Dank gilt darüber hinaus unseren Aufsichtsgremien für ihre wertvolle Unterstützung. Bei Ihnen, unseren Aktionären, möchten wir uns ganz besonders dafür bedanken, dass Sie uns vertrauensvoll begleiten. Schließlich danken wir auch unseren Kunden und Konsumenten in der ganzen Welt für ihr Vertrauen in unser Unternehmen, unsere starken Marken und unsere innova- tiven Technologien.

Wir verpflichten uns, auch in Zukunft nachhaltigen Mehrwert für Sie alle zu schaffen.“

Mir gefallen diese Worte sehr gut. Ich denke, Henkel verfolgt die richtige Strategie. Am besten gefällt mir der letzte Satz. 2012 bis 2016 hatte sich Henkel ähnliche Ziele gesetzt-und fast erreicht. Ein Ergebniswachstum je Aktie von 7-9 % je Aktie bewirkt über die Jahre wahre Wunder.

 

Management

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Quelle: Henkel

Henkel wird seit 01. Mai 2016 von CEO Hans van Bylen geführt. Er ist bereits seit 2005 im Vorstand und seit mehr als 30 Jahren bei Henkel beschäftigt. Von 2008 bis 2016 wurde Henkel vom jetzigen Adidas-CEO Kasper Rorsted geführt. Kasper Rorsted hat aus der „lahmen Ente“ Henkel ein Weltklasseunternehmen geformt. In den acht Jahren unter Rorsted hat sich die Gewinnmarge mehr als verdoppelt, der Umsatz konnte um mehr als 4 Mrd. EUR gesteigert werden und die Dividende sogar mehr als verdreifacht werden.

Van Bylen führt die oben beschriebene Unternehmensstrategie „Henkel 2020+“ nahtlos fort. Kürzlich hat der Finanzvorstand Karsten Knobel in einem Interview deutlich gemacht, dass Henkel über ein großes Übernahmebudget im Milliardenbereich verfügt und gerne weiter zukaufen möchte.

Sehr gut gefällt mir auch die Unternehmenskultur bei Henkel: Über 15.000 der rund 50.000 Mitarbeiter sind selbst Aktionäre und denken daher automatisch wie Unternehmer im Unternehmen.

Das Management von Henkel kann viel langfristiger arbeiten als bei einer gewöhnlichen Aktiengesellschaft. Der Grund dafür liegt in der besonderen Aktionärsstruktur:

 

Aktionärsstruktur

Über 61 % der Henkel-Stammaktien befinden sich im Familienbesitz der Familie Henkel. Als langfristiger Aktionär hat die Familie Henkel ein großes Interesse an einer nachhaltig erfolgreichen Unternehmensentwicklung.

 

2. Bewertung

Wachstumskennziffern-Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung von Henkel verläuft langsam, aber beständig. Seit 2007 konnte der Umsatz von 13.074 Mio. EUR auf 18.714 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 4,27 %. Die auf Finanzen.net veröffentlichten Analystenschätzungen deuten auch in den kommenden Jahren weiteres Wachstum an: Die Analysten rechnen in den Jahren bis 2020 mit einer durchschnittlichen Umsatzwachstumsrate von 4,10 %.

Je nach Wechselkursschwankungen und Übernahmen lag das jährliche Umsatzwachstum bei -4 % bis 11 %. Unterm Stricht ein solides und vor allem beständiges Umsatzwachstum.

 

Gewinnentwicklung

AlleAktien-Henkel-Analyse-Gewinnentwicklung

Deutlich stärker als mit den Umsätzen ging es mit den Gewinnen voran. Auch in Zukunft erwarten die Analysten ein weiteres deutliches Gewinnwachstum von rund 10 % pro Jahr über die nächsten Jahre.

AlleAktien-Henkel-Analyse-Gewinnmarge

Bedeutender als der Umsatzanstieg war in den letzten Jahren der Anstieg der Gewinnmarge (EBIT/Umsätze). Unter der Leitung von Kasper Rorsted konnte diese von 5,51 % in 2008 auf zuletzt 14,83 % in 2016 gesteigert werden. Das Management rechnet gemäß der „Henkel2020+“-Strategie auch künftig damit, die Marge weiter steigern zu können. Das halte ich auch für realistisch. Wettbewerber wie Reckitt Benckiser erreichen schon heute Gewinnmargen von bis zu 25 % der Umsätze. Die nächsten Jahre über dürfte daher der Gewinn stärker ansteigen als die Umsätze.

 

Dividende

AlleAktien-Henkel-Analyse-Dividende

Kommen wir nun zur Dividende: Henkel hat sieben Jahre in Folge seine Dividende erhöht. Gekürzt wurde die Dividende laut Dividendenadel.de in den letzten 25 Jahren kein einziges Mal. Für 2017 rechnen Analysten mit einer Dividende in Höhe von 1,75 EUR. 2020 soll die Dividende bereits bei rund 2,19 EUR liegen. Eine beachtliche Steigerung, denn damit hätte sich die Dividende seit 2009 mehr als vervierfacht.

AlleAktien-Henkel-Analyse-Dividendenrendite

Die aktuelle Dividendenrendite von Henkel Stammaktien liegt bei rund 1,75 %. Ein zugegebenermaßen geringer Wert. Durch die zu erwartenden Dividendensteigerungen der nächsten Jahre sollte sich die Dividende bezogen auf einen heutigen Einstieg aber schnell erhöhen. Privatanleger sollten außerdem beachten, dass lediglich 30 % der Gewinne ausgeschüttet werden. Die einbehaltenen 70 % der Unternehmensgewinne schaffen viel Raum für Übernahmen und damit noch stärkere Gewinnzuwächse und damit stärkere Dividendensteigerungen.

 

Rentabilitätskennziffern

Henkel erzielt eine Verzinsung auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 17,85 % bzw. 54,24 % wenn das eingesetzte Kapital um den Goodwill bereinigt wird.

Diese hohe Kapitalrentabilität ist ein klarer Indikator für Pricing Power und Wettbewerbsstärke. Sie führt zu hohen free-cashflows. Der Großteil der Gewinne muss nicht für Investitionen aufgewendet werden, sondern steht für Dividenden, Übernahmen und Aktienrückkäufe zur Verfügung.

Nach meinem Berechnungsmodell fallen bei Henkel über 90 % der Gewinne als free-cashflow an.

 

Verschuldungskennziffern

Henkel ist trotz der zahlreichen Übernahmen fast schuldenfrei. Die Nettoverschuldung betrug zum 31. Dezember 2016 2.301 Mio. EUR und damit das 0,7-fache des aktuellen operativen Jahresgewinns. Als Faustregel kann angenommen werden: 4 Jahresgewinne Nettofinanzverschuldung bedeuten immer noch ein solides Investmentgrade-Rating. Henkel verfügt über eine potentielle Verschuldungskapazität von über 10 Mrd. EUR. Damit können auch künftig problemlos steigende Dividenden bezahlt werden und es können weitere, große Übernahmen getätigt werden.

 

Einordnung nach Peter Lynch

AlleAktien-Peter-Lynch

Der maximale Gewinnrückgang der vergangenen 10 Jahre betrug 42 % von 2007 auf 2008. Schon im Jahr 2010 konnte ein neuer Rekordgewinn erwirtschaftet werden. Seitdem geht es stetig bergauf. Damit fällt Henkel für mich in die Kategorie der Nicht-Zykliker, deren Umsätze und Gewinne relativ konstant nach oben steigen. Diese Art von Aktien eignen sich prinzipiell sehr gut für langfristige Anlagen.

Mit einem erwarteten Gewinnwachstum von ca. 10 % je Aktie und Jahr stufe ich Henkel als Average Grower an der Grenze zu einem Fast Grower ein. Denn derzeit können aufgrund steigender Gewinnmargen rund 10 % Gewinnwachstum vermeldet werden, irgendwann aber wird sich der Gewinnanstieg auf den Umsatzanstieg reduzieren, da Gewinnmargen nicht endlos gesteigert werden können.

Diese Aktien gilt es gemäß Peter Lynch dann zu kaufen, wenn die aktuelle Bewertung unter dem eigenen, historischen Durchschnitt liegt. Schauen wir also mal auf die aktuelle Bewertung von Henkel:

AlleAktien-Henkel-Analyse-Bewertung

Das aktuelle EV/EBIT (Unternehmenswert zu operativem Gewinn) Verhältnis liegt bei 13,38 (zu lesen wie das KGV, je niedriger, desto besser) und damit 12 % unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Obwohl sich der Aktienkurs die letzten 10 Jahre von etwas über 30 EUR auf rund 100 EUR mehr als verdreifacht hat, weist Henkel aktuell rund 12 % Kurspotential bis zum durchschnittlichen Bewertungsniveau der letzten 10 Jahre auf. Grund dafür ist, dass die Gewinne je Aktie noch stärker als der Kurs gestiegen sind.

AlleAktien-Henkel-Analyse-Aktienkurs

Quelle: BörseARD

Durch den Seitwärtslauf des Aktienkurses seit Mitte 2015 bei gleichzeitig auftretendem Gewinnanstieg hat sich das Bewertungsniveau von einem EV/EBIT von über 17 auf nur noch knapp über 13 reduziert. Damit ist die Henkel-Aktie im Vergleich zu ihrem eigenen Durchschnitt aktuell leicht unterbewertet. Durch das erwartete Gewinnwachstum bis 2020 dürfte das Bewertungsniveau bis 2020 ohne weitere Kursanstiege auf ein EV/EBIT-Verhältnis von dann nur noch 10 sinken. Von diesem Punkt aus hätte die die Aktie dann 50 % Kurspotential zum historischen Bewertungsmittelwert von 15. Da der Aktienmarkt die hohe Ertragsqualität von Henkel spätestens mittelfristig erkennen sollte, ist mit weiter steigenden Aktienkursen im Einklang mit dem Gewinnanstieg zu rechnen.

Gemäß Peter Lynch sollte eine Average Grower dann verkauft werden, wenn die Bewertung über de eigenen historischen Schnitt liegt. Man kann die Aktie aber auch weiter im langfristigen Depot halten, da die Kombination aus steigenden Gewinnen und Dividenden und damit auch steigenden Aktienkursen mindestens zu einer durchschnittlichen Marktrendite führen sollte. Doch was für eine Rendite können wir Investoren von Henkel erwarten?

 

Renditeerwartung

Die Renditeerwartung beschreibt die jährliche Rendite, die wir von einer Investition langfristig erwarten können. Sie setzt sich aus zwei Faktoren zusammen: Der aktuellen Bewertung im Verhältnis zum langfristigen Mittelwert der Bewertung und aus dem Gewinnwachstum sowie den Ausschüttungen während der Haltedauer der Aktie.

 

Wie bereits beschrieben, hat die Henkel Aktie aktuell 12 % Kurspotential zu ihrem historischen Bewertungsniveau. Schauen wir nun anhand des IRR-Modells auf die langfristig zu erwartende Rendite:

Diese setzt sich aus dem nachhaltig zu erreichenden Gewinnwachstum je Aktie und der free-cashflow-Rendite zusammen.

Meinen Berechnungen zufolge dürfte die free-cashflow-Rendite bei rund 5 % liegen. Der free-cashflow ist der Cashflow, der nach Investitionen am Ende des Jahres auf dem Bankkonto zur freien Verfügung liegt.

Das langfristig zu erwartende organische Umsatz- und Gewinnwachstum ordne ich bei 4 % ein. Die nächsten 4 Jahre über dürfte es aber eher bei 8 % pro Jahr liegen. Macht einen kleinen Renditebonus für uns Aktionäre, den ich in der Berechnung der langfristigen Rendite nicht miteinbeziehe.:)

Da Henkel sehr erfolgreich Konkurrenten übernimmt, sollte eine jährliche Akquisitionsprämie von 1 % pro Jahr in der Aktie drin sein, die sich aus der Gewinnsteigerung der übernommenen Unternehmen ergibt.

In Summe kommen wir so auf eine langfristig zu erwartende Rendite von 10 % pro Jahr.

Dazu kommt das aktuelle Kurspotential von rund 12 %, welches sich aus der historisch günstigen Bewertung ergibt. Außerdem ist für die nächsten, sagen wir fünf Jahr, mit weiteren 20 % Gewinnwachstum aus einer steigenden Gewinnmarge zu rechnen.

Bei einer Investition mit rund 10 Jahren vorläufig geplanter Haltedauer ergibt dies ein kumuliertes Kurspotential von 242 % Rendite bzw. eine jährliche Rendite von rund 13 %.

Eine wie ich finde mehr als auskömmliche Rendite für ein derart solides Unternehmen.

 

3. Risiken

Ewigkeitsfaktor: Wie wahrscheinlich ist es, dass es dem Unternehmen in 10 Jahren besser geht als heute?

Ich sehe die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es Henkel in 10 Jahren besser geht als heute, bei nahezu 100 %. Henkel hat in den letzten 25 Jahren die Dividende kein einziges Mal absenken müssen. Das Unternehmen besitzt viele verschiedene, bekannte und vertraute Marken und ist nicht so sehr von einer Marke abhängig. Ich glaube daran, dass wir Menschen auch in 10 Jahren uns noch die Haare waschen werden und unsere Waschminen benutzen werden. Ein großer Pluspunkt. Eine langfristige Investition wird nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit schief gehen.

  • Das größte Risiko sehe ich in einer sich verschärfenden Wettbewerbssituation. Wenn Amazon, Aldi, Lidl und Walmart zunehmend erfolgreich Eigenmarken einführen, gehen Henkel Kunden verloren. So richtig glaube ich aber nicht an dieses Szenario: Zum einen gelingt es seit Jahrzehnten, immer mehr Kunden anzulocken. So sind einige Marken mittlerweile weltweit bekannt und angesehen. Zum anderen investiert Henkel in die Stärkung der Marken und führt durch Innovationen neue Produkte ein.
  • Ein weiteres Risiko ist eine vorübergehende oder dauerhafte Schädigung des Images einer bekannten und wichtigen Marke. Sei es durch einen Qualitätsfehler, den Einsatz von Kinderarbeit oder was auch immer. Wobei Henkel natürlich keine Kinder arbeiten lässt! Henkel begrenzt dieses Risiko durch ständige Qualitätskontrollen und achtet auf hohe Nachhaltigkeitsstandards.
  • Für die Klebstoffsparte ist die Konjunktur ein vorübergehendes Risiko. Dann produzieren die Industriekunden von Henkel weniger Produkte und benötigen dafür auch weniger Klebstoffe. Sobald sich die Konjunktur erholt, erholt sich aber auch hier wieder die Auftragslage.

Disruptive Risiken erkenne ich keine. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Menschen auch in 10 Jahren noch Klebstoffe, Waschmittel und Shampoo benötigen werden.

Gesamteinschätzung: Ich sehe bei Henkel keine großen, bestandsgefährdende Risiken. Verglichen mit anderen Unternehmen ist Henkel ein Unternehmen mit überschaubaren Risiken.

 

4. Fazit

  • Ich halte die Henkel-Stammaktie für kaufenswert, weil mit Henkel ein Qualitätsunternehmen mit geringen Risiken und tollen Zukunftsaussichten zu einem fairen Preis zu haben ist.
  • Aus meinen Berechnungsmodellen erwarte ich eine jährliche Rendite von 10-13 % pro Jahr, die trotz der geringen Unternehmensrisiken klar über dem Indexdurchschnitt liegt.
  • Der Seitwärtslauf der Aktie seit Mitte 2015 bei gleichzeitig weiter steigenden Gewinnen hat die Aktie günstig gemacht. Die Aktie hat 12 % Kurspotential zu ihrem historischen Bewertungsdurchschnitt.
  • Die Stammaktien notieren trotz Stimmrecht und erlauben uns Privatanlegern, mit 10 % Rabatt in die Aktien einzusteigen.
  •  Gemäß Peter Lynch stufe ich die Henkel-Aktie als Average-Grower ein. Da aktuell eine Unterbewertung zum historischen Durchschnitt vorliegt, erscheint ein Kauf sinnvoll. Nun sollte die Aktie gehalten werden, um von langfristig steigenden Gewinnen, Aktienkursen und Dividenden profitieren zu können.
  • Größter Kurstreiber ist die global steigende Nachfrage nach Körperhygieneprodukten und Reinigungsprodukten  in den aufstrebenden Ländern.
  • Dauerhaft gefährdende Risiken erkenne ich keine.
  • Nachgekauft werden sollte meiner Meinung nach alle 8-10 EUR Kursrückgang. Also eine erste Position beim Kurs von 100 EUR aufmachen, dann bei 92 EUR nachkaufen und, sofern die Aktie jemals nochmals 84 EUR erreicht, erneut nachzukaufen.

 

Kapitalistische Grüße,
Jonathan Neuscheler

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Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit keine Aktien der Henkel AG &Co. KGaA.

Jonathan Neuscheler

Ich bin begeisterter Value-Investor mit Fokus auf Dividendenaktien. Meine Strategie: - finanzielle Freiheit erreichen - von Jahr zu Jahr steigende Dividendeneinnahmen erreichen - sehr langfristig denkend und agierend - gegen den Strom schwimmend - rational - genau analysieren was ich kaufe, bevor ich kaufe - darauf achten, so wenig Risiken einzugehen, wie möglich - Rendite maximieren

19 Antworten

  1. Alexander Jaeger sagt:

    Sehr schöne uns ausführliche Anaylse zur Henkel-Aktie!

    Kleiner Hinweis: Gebe doch immer wenn es von einem Unternehemen Stamm- und Vorzugsaktien gibt gleich mit an,
    auf welche du dich beziehst. Die WKN hätte ich gleich ganz obern mit in der Übersicht mit angegeben.

    Sonst wirklich Top! Beste Grüße Alexander Jäger

  2. Elijah sagt:

    Tolle Analyse vielen Dank dafür!

    Vielleicht habe ich es überlesen aber finde nirgends einen Hinweis ob du investiert bist oder nicht. Bei der Zooplus Analyse hast du dies ja auch angegeben.

    Du hast definitiv nicht zu viel versprochen mit der Qualität der Analysen, weiter so!

    • Steht immer im letzten Satz der Analyse ganz unten im Transparenzhinweis-hinter der „Kapitalistischen Grüße“. Ich halte derzeit (leider) noch keine Henkel-Aktien. VG, Jonathan

      • Noah sagt:

        Hi Jonathan,
        klasse Analyse!! Jetzt hast du mich richtig neugierig auf weitere Recherchen zur Henkel AG gemacht.
        Darf ich fragen warum du trotz dieser (fast) durchweg positiven Analyse noch keine Anteile hälst?
        VG Noah

        • Hi Noah, es hat einen ganz einfachen Grund, den jeder begeisterte Kapitalist nur zu gut kennt: Es gab „noch schönere Bräute“, die der Henkel in meinem Depot bisher stets zuvorgekommen sind. So habe ich bspw. im Dezember Zooplus-Aktien, aber auch Aktien der Datagroup SE gekauft. Mit Sicherheit wird sich das eines Tages auch noch ändern. VG, Jonathan 🙂

          • Philipp sagt:

            Hi Jonathan,
            hast du eine maximale Anzahl an Unternehmen, die du für dein Depot vorsiehst? Es gibt so viele tolle Unternehmen, da fällt es einem schwer sich auf „wenige“ zu beschränken 🙂

            VG Philipp

          • Lieber Philipp, mein Ansatz ist pragmatisch: Wann immer ich Geld zur Verfügung habe, kaufe ich mir Aktien, sofern sie eine Renditeerwartung von mehr als 10 % versprechen und das bei angemessenen Risiken. Da ich langfristig orientierter Investor bin, schaue ich nicht ständig auf die aktuellen Quartalszahlen, sodass der laufende Aufwand auch bei vielen Werten im Depot gering ist. Je größer das Depot, desto mehr Werte, ist ja klar. Aber eine starre Regel habe ich da nicht. Das Depot sollte nicht nur zu dir passen, auch du solltest zu deinem Depot passen. Solange du dich mit deinem Depot wohlfühlst, ist es gut!

  3. hasijames sagt:

    Super Analyse, Hut ab! Meine Frage bezieht sich auf die free-cashflow Rendite von 5%. Wie kommst du da drauf? VG Marvin

    • Lieber Marvin, der free cashflow ist der Gewinn + Abschreibungen – Investitionen (Ersatzinvestitionen und Erweiterungsinvestitionen) + Rückstellungen. Am Schluss geht es eben darum, wie viel des Gewinns den Eigentümern zur Verfügung steht, obwohl dir Produktionskapazität ausgebaut wurde (und dafür ein Teil des Gewinns aufgewendet wurde). Auf die free-cashflow-Rendite komme ich wie folgt: Free-cashflow 2018e (e=erwartet) / Marktkapitalisierung. VG, Jonathan

  4. ChrunchyOx sagt:

    Hi, erstmal vorab: super Analyse! Vielen Dank, du hast meine Sicht des Unternehmens bestärkt.

    Mich würde interessieren, wie du auf den Enterprise Value kommst.

    Enterprise Value = Marktcap. + Verbindlichkeiten + Minderheitsanteile – Liquide Mittel (Cash + Sonstige finanzielle Vermögenswerte)

    EV = 45600 + 12700 + 136 – 2123
    EV = 56313

    VG Kai

    • Lieber Kai,

      vom „Enterprise Value“ gibt es unzählige Definitionen. Meine lautet:

      Enterprise Value = Marktkapitalisierung + Finanzverbindlichkeiten (Anleihen, Schuldscheinverbindlichkeiten, Bankkredite) – Liquide Mittel.

      Denn nur Fremdkapital, das einen Zins kostet, ist auch teures Fremdkapital. Dazu ein Beispiel: Boeing erhält bei Bestellung eines neuen Flugzeuges, welches erst in einigen Jahren ausgeliefert werden wird, schon zum Zeitpunkt der Bestellung eine dicke Anzahlung. Mit diesem Kapital kann das Unternehmen nun „zinsfrei“ arbeiten und das Flugzeug produzieren. Laut deiner Definition hat Boeing einen hohen EV, laut meiner nicht. Da dieses Kapital wie gesagt keine Zinskosten verursacht und Teil des Geschäftsmodells ist, halte ich meine Definition für sinnvoller.

      Ein richtig oder falsch gibt es an dieser Stelle aber nicht.

      Vg, Jonathan 🙂

      • ChrunchyOx sagt:

        Hi Jonathan,

        danke für deine schnelle Antwort. Könntest du deine Rechnung mit ein paar Zahlen belegen, zum Nachvollziehen ?
        Laut deiner Rechnung würden ja Posten wie z.b. „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ herausfallen. Aber müssen nicht auch die nicht auch mitberechnet werden, da ich ja als Erwerber des Unternehmens auch diese Verbindlichkeiten bedienen muss.

        Vg, Kai 🙂

  5. Testaccount sagt:

    Tolle Analyse!

  1. 8. Januar 2018

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