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Jonathan Neuscheler | AlleAktien-Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt

Mein Ziel ist es, jährlich steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei denke und agiere ich langfristig. Suche mir in Aktienanalysen systematisch unterbewertete Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und gleichzeitig geringen Risiken aus. Dann bleibe ich meist viele Jahre investiert. Profitiere von der Wertsteigerung der Unternehmen. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Schlage zu, wenn Aktien besonders preiswert sind.

Wann Aktien verkaufen?

7 Antworten

  1. Forest sagt:

    Ab wieviel Prozent etwa notiert eine Aktie deiner Meinung nach deutlich über ihrem fairen Wert etwa, sodass du sie verkaufen würdest?

  2. mistermind sagt:

    Hallo Jonathan,

    wie ist denn die vollständige Ermittlung des fairen Wertes. Irgendwie scheinst du in dem Beispiel mit MCD diesen Schritt nicht zu Ende erklärt zu haben.

    Grüße
    Daniel

    • Hallo Daniel, doch habe ich. Du setzt das mit den folgenden Jahren fort. Irgendwann (z.B. nach 10 Jahren) berechnest du den Restwert über die Formel der ewigen Rente. Dann summierst du die Barwerte der einzelnen Cashflows auf und teilst die Summe durch die Anzahl der Aktien. VG, Jonathan 🙂

  3. Karl Napf sagt:

    Beim Verkaufen kommt es zunächst mal darauf an, was man mit dem Erlös tun will.

    Möglichkeit 1: Cash halten und hoffen, irgendwann günstiger wieder einzusteigen. Das ist market timing, und man muss genau wissen, was man tut, wenn man auf diese Weise „buy&hold“ zu schlagen versucht.

    Möglichkeit 2: Sofort eine andere Aktie kaufen. Dann ist man permanent „im Markt“ investiert und nicht davon abhängig, dessen nächste Bewegung erraten zu können.

    Wie verhindert man aber, durch ständiges Hin und Her seine Taschen leer zu machen?

    ES gibt einen Mechanismus für den Auf- und Abstieg von Aktien zwischen DAX und MDAX. Eine Aktie steigt nicht automatisch aus dem DAX ab, wenn sie nur noch Position 31 belegt, sondern erstens muss sie deutlich (!) unter das „DAX-Niveau“ fallen und zweitens muss sich gleichzeitig mindestens ein potenzieller Aufsteiger aus dem MDAX anbieten, welcher die DAX-Kriterien deutlich (!) erfüllen würde. Man will ja nicht, dass zwei Aktien sich ständig mit Auf- und Abstieg abwechseln, sondern eine gewisse Konstanz bei der Definition der Indizes zu erreichen.

    Genau dasselbe kann man mit seinem Depot tun, also eine Position genau dann verkaufen, wenn sie erstens das (persönlich zu definierende) Verkaufen-Kriterium (etwa eine bestimmte prozentuale Überbewertung relativ zu ihrem fairen Wert) erfüllt und gleichzeitig eine andere Aktie das Kaufen-Kriterium erfüllt, welches einen signifikanten Mindestabstand relativ zum Verkaufen-Kriterium haben muss.

    Was die Steuern angeht, so sind diese kein Grund, einen Tausch nicht durchzuführen.
    Nehmen wir an, es gäbe zwei exakt gleich gute Aktien A und B mit gleichem EPS-Wachstum, gleicher Dividendenrendite und gleichem Kurs von jeweils 10 €. Nun kaufe ich 100 Stück der Aktie A, nicht aber die Aktie B (weil ich zu diesem Zeitpunkt nur eine Aktie kaufen will).
    Nach einiger Zeit steigt meine Aktie auf 12 €, während die andere weiterhin bei 10 € steht. Fundamental betrachtet sind beide Aktien jedoch nach wie vor identisch gut (dies muss ich natürlich gründlich überprüfen, weil ja insbesondere der Markt durch die unterschiedlichen Kurse das Gegenteil behauptet).
    Jetzt habe ich die Wahl: Will ich weiterhin 100 A-Aktien zu 12 € im Depot haben oder die 200 € Kursgewinn versteuern, also 50 € ans Finanzamt überweisen, zudem zwei Transaktionen zu je 10 € für den Tausch durchführen, um anschließend 113 B-Aktien zu 10 € im Depot zu haben, die zwar zunächst mal weniger Depotwert ausmachen, aber bei gleicher Bewertung und gleichem Wachstum künftig mehr Gewinn abwerfen sollten und zudem sofort mehr Dividende ausschütten.
    Dasselbe würde übrigens gelten, falls ich beide Aktien gekauft habe und es mir (ohne dadurch verursachte Klumpenbildung im Depot) leisten kann, zwischen ihnen umzuschichten.
    Die (prozentualen) Transaktionsgebühren sind allerdings nicht unabhängig von der Positionsgröße, was bei der obigen Rechnung zu berücksichtigen ist.

  4. Steph sagt:

    Hallo Jonathan,

    ich bin neu im Aktienmarkt. Habe mir Aktien von einer Automobilzuliefererfirma gekauft. Nun steigt die Aktie deutlich und ich hätte bei Verkauf schon einen zweistelligen Gewinn gemacht. Hierzu sind Orderkosten und Steuern noch abzurechnen. Ich frage mich, ob es Sinn macht bzw. geläufig ist, Aktien wenn sie so steigen zu verkaufen, Gewinn zu machen und dann wieder zu kaufen wenn sie etwas fallen? Oder lieber längerfristig anlegen und warten ob es noch Dividende gibt?

    Gibt es gute Kurse, die man besuchen kann? Ich möchte mein Wissen auffrischen und erweitern.

    Vielen Dank und viele Grüße

    • Gute Frage. Kann man nicht pauschal beantworten. Hängt von vielen Faktoren ab:
      -Was für eine Art von Investor bist du?
      -Wo siehst du den fairen Wert?
      -Siehst du aktuell andere Aktien mit mehr Chancen und weniger Risiken?
      -usw. usw…

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