Jonathan Neuscheler | AlleAktien-Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt

Mein Ziel ist es, jährlich steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei denke und agiere ich langfristig. Suche mir in Aktienanalysen systematisch unterbewertete Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und gleichzeitig geringen Risiken aus. Dann bleibe ich meist viele Jahre investiert. Profitiere von der Wertsteigerung der Unternehmen. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Schlage zu, wenn Aktien besonders preiswert sind.

Weyerhaeuser Aktienanalyse: Geld wächst doch auf den Bäumen – 5,2% Dividendenrendite, echter Sachwert!

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Geld wächst nicht auf den Bäumen. Oder etwa doch? Weyerhaeuser ist der größte private Besitzer von Waldland in den USA. Dem Unternehmen und seinen Aktionären gehören mehr als 5 Mio. Hektar Waldland – das entspricht rund 150 Quadratmetern pro Einwohner in den USA. Der Wald wächst ständig nach, sorgt für einen stetigen Cashflow. Damit wird die Dividende von mehr als 5% finanziert. Ein echter Sachwert ist das Waldland ebenfalls – ein perfekter Schutz vor Inflation. Höchste Zeit für eine Aktienanalyse!

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Aktienanalyse Weyerhaeuser
WKN 854357
Hauptsitz USA
Preis 26 USD
Ausstehende Aktien 757 Mio.
Marktkapitalisierung 19.700 Mio. USD
Nettoverschuldung 6.000 Mio. USD
Enterprise Value 25.700 Mio. USD
Datum 09.04.2019
FFO-Rendite 7,3%
Dividendenrendite 5,2%

Überblick: Mit einer Investition in Weyerhaeuser zum Waldbesitzer werden

  • Echter Sachwert: Das riesige Waldland mitsamt gigantischem Baumbestand wird immer gebraucht. Jede Aktie entspricht einem Besitzanteil von ca. 66 Quadratmetern an Waldfläche. Eine inflationsgeschützte Anlage
  • Nachwachsender Rohstoff: Klassische Rohstoffunternehmen haben ein Problem: Eines Tages gehen die Bodenschätze zuneige. Dann muss die Produktion eingestellt werden. Nicht so bei Weyerhaeuser: Der Wald wird nachhaltig bewirtschaftet, die Bäume wachsen nach!
  • Hohe Dividendenrendite: Die Dividendenrendite liegt bei attraktiven 5,2%, wird alle 90 Tage in Portionen zu je 1,3% ausgeschüttet. Das Management möchte die Dividende in den kommenden Jahren weiter anheben
  • Klarer Fokus auf Wertsteigerung für Aktionäre: Das Management arbeitet mit dem Zweck der maximalen Wertsteigerung für die Aktionäre. Neben Holzproduktion und Weiterverarbeitung von Holz zu Baumaterial wird der Waldbesitz auch für weitere Einnahmen genutzt: Wegerechte für Straßen, Abbaurechte für Bodenschätze usw.
  • Günstiger Einstiegszeitpunkt: Die Aktie ist derzeit so günstig wie seit Jahren nicht mehr. Die Dividende ist auf einem Rekordhoch
  • Krisen-Profiteur: Im Falle eines schweren Hurrikans, Erdbebens usw. sind viele Unternehmen schwer getroffen. Weyerhaeuser aber ist ein großer Profiteur: Für den Wiederaufbau werden große Holzmengen benötigt – der Ertrag der Gesellschaft würde stark steigen


Die Analyse ist in 5 Teile strukturiert:

AUFBAU DER ANALYSE

  1. Geschäftsmodell
  2. Bewertung
  3. Risiken
  4. Fazit
  5. Die Community-Meinung zu Weyerhaeuser

1. Geschäftsmodell: Das Waldland optimal bewirtschaften

Alle Abschnitte aus-/einklappen

Geschäftsmodell: Die Bewirtschaftung des Waldes in der Detailanalyse

REIT-Branchenanalyse mit allen Grundlagen zur Analyse von REIT-Aktien

Vor einiger Zeit habe ich für dich eine ausführliche Branchenanalyse über REIT-Aktien geschrieben. Dort bin ich auf folgende Themen eingegangen:

  • Was sind REITs?
  • Vorteile und Nachteile gegenüber einer Direktinvestition in Immobilien
  • Bewertung von REIT-Aktien: Auf diese Kennzahlen kommt es an
  • REIT-Sektoren im Überblick
  • REIT-Risiken

Ich empfehle dir, vorab die Branchenanalyse zu den REIT-Aktien zu lesen, um dir ein ausreichendes Wissensfundament für diese REIT-Analyse zu legen.

 

Das Geschäftsmodell von Weyerhaeuser verständlich erklärt

Waldland-REIT: Weyerhaeuser ist keine „normale“ REIT-Immobiliengesellschaft. Das Unternehmen zählt zur Unterkategorie der Waldland-REITs. Darunter fallen alle Unternehmen, die Waldland halten und dieses Land bewirtschaften. Klassische REIT-Vorteile wie die Quasi-Steuerfreiheit sprechen für sich. Dafür ist das Unternehmen aber auch gezwungen, den gesamten Gewinn als Dividende auszuschütten.

Riesiges Waldland: Das Geschäftsmodell ist leicht zu verstehen. Dem Unternehmen gehören über 5 Mio. Hektar Waldland. Dieses liegt in den Vereinigten Staaten von Amerika.

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Waldbestand von Weyerhaeuser. Die Fläche ist unglaublich groß. Man kann sie sich gar nicht vorstellen. 5 Mio. Hektar entsprechen einer Fläche von 224 Kilometern * 224 Kilometern. Das ist mehr Fläche als Niedersachsen oder Baden-Württemberg hat, und nur einen Tick weniger als Bayern (Deutschlands größtes Bundesland). Würde man die Fläche gleichmäßig auf jeden der 327 Mio. US-Amerikaner aufteilen, so würde auf jeden Bürger eine Fläche von rund 150 Quadratmetern entfallen. Mit diesem enormen Waldbestand ist Weyerhaeuser der größte private Waldbesitzer der USA. Bildquelle: Weyerhaeuser Investor Relations Präsentation vom März 2019.

 

Wie verdient man mit Waldland Geld?

Durch 3 Segmente:

  • Timberlands: Die Bewirtschaftung des Waldes, mitsamt Ernte der reifen und großen Baumstämme, die anschließend verkauft werden. Dabei wird nachhaltig gewirtschaftet. Das Unternehmen erntet Jahr für Jahr nur so viel Holz, wie auch nachwachsen kann. Das bedeutet ca. 1-3% des Baumbestandes. Dieses Segment erzielte 2018 einen operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) von 900 Mio. USD. Das entspricht einem Gewinnanteil von 45% des Gesamtgewinns.

 

  • Real Estate, Energy & Natural Resources: Wer derart viel Fläche wie Weyerhaeuser besitzt, besitzt auch enorme Bodenschätze. Das Unternehmen vergibt Lizenzen zur Förderung von Bodenschätzen an andere Unternehmen. Die Lizenzeinnahmen sind äußerst profitabel, da ihnen keine Kosten gegenüberstehen. Weitere Einnahmequellen dieses Segmentes sind Mieteinnahmen aus der Vermietung von Fläche an Energieversorger (Strommasten, Windräder, Solarparks) sowie der Einräumung von Durchfahrtsrechten. Oftmals grenzt der Waldbestand auch an Wohngebiete und Gewerbegebiete. So ergibt sich immer wieder die Möglichkeit, Teile des Waldbestands zu besonders hohen Preisen zu verkaufen. Die Käufer errichten dann Bauten auf den Grundstücken. Dieses Segment erzielte 2018 einen operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) von fast 300 Mio. USD, was einem Anteil von ca. 10% des Gesamtgewinns entspricht.

 

  • Wood Products: Das Unternehmen betreibt darüber hinaus zahlreiche Sägewerke, in denen Holz zu Baumaterialien (Platten, Balken etc.) weiterverarbeitet wird. Weyerhaeuser arbeitet in diesem Segment besonders wettbewerbsfähig, produziert also hohe Qualität zu geringen Kosten. Daher liegt der operative Gewinn vor Abschreibungen ebenfalls bei ca. 900 Mio. USD, was einem Gewinnanteil von 45% entspricht.
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Die 3 Segmente von Weyerhaeuser im Überblick. Bildquelle: Weyerhaeuser Investor Relations Präsentation vom März 2019.

 

Wie möchte das Unternehmen Wert für die Aktionäre schaffen?

Das Management hat sich einen dreistufigen Prozess ausgedacht.

  • Portfolio: Zuallererst stellt der enorme Grundbesitz natürlich einen echten Sachwert dar. Dieses Portfolio an werthaltigen und inflationsgeschützten Assets muss durch nachhaltige Bewirtschaftung (Aufforstung, Pflanzen von kleinen Bäumen) nach der Ernte des Holzes erhalten werden. Das gelingt Weyerhaeuser bereits seit mehr als 100 Jahren, schließlich gibt es das Unternehmen bereits seit 1900.
  • Performance/Wertmaximierung: Die Kosten so gering wie möglich halten, neben dem Verkauf des nachwachsenden Holzes Zusatzeinnahmen durch das Segment Real Estate, Energy & Natural Resources einnehmen.
  • Allokation von Kapital: Das erwirtschaftete Cash den Aktionären zurückgeben. Über die Zahlung einer attraktiven Dividende. Wenn sich Investitionsgelegenheiten mit guter Rendite ergeben, wird ein Teil des Cashflows im Unternehmen behalten. 2017 und 2018 wurden die Sägewerke jeweils um ca. 150 Mio. USD/Jahr erweitert. Die Verschuldung soll nicht zu hoch werden, daher achtet das Management zusätzlich auf eine gesunde Bilanzstruktur.
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Mit diesen drei Prinzipien möchte das Management von Weyerhaeuser langfristig größtmöglichen Wert für die Aktionäre schaffen. Mir persönlich leuchtet diese Strategie absolut ein. Bildquelle: Weyerhaeuser Investor Relations Präsentation vom März 2019.

 

Die Performance: In den letzten 50 Jahren insgesamt schwächer als erwartet.

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Langfristiger Aktienkursverlauf der Weyerhaeuser-Aktie: In den letzten 50 Jahren stieg die Aktie um ca. 5% pro Jahr an. Allerdings unter starken Schwankungen. Die stärkste davon fand ab 2006/2007 statt. Die Aktie gab vorübergehend um 80% nach! Offensichtlich wurde das Unternehmen also während der Finanzkrise 2008/2009 stark getroffen. Doch warum? Bildquelle: Seeking Alpha.

 

Holz ist ein Commodity: Der Grund dafür: Holz ist ein Rohstoff. Die Kunden können es von vielen Anbietern beziehen. Die Ertragslage des Unternehmens hängt stark von der Entwicklung des Holzpreises ab.

Die Kosten von Weyerhaeuser sind sehr fix: Holzarbeiter, Transportfahrzeuge, Setzlinge (junge Bäume) usw. Dasselbe gilt für die Erntemenge bzw. das Angebot: Jedes Jahr werden (je nach Waldgebiet und Wachstumsgeschwindigkeit der Bäume im entsprechenden Wald) zwischen 1 und 3% des Baumbestands gefällt.

Die entscheidende Variable für die Ertragsentwicklung ist also der Preis pro Holzeinheit. Dieser ist überhaupt nicht fix und unterliegt starken Schwankungen. Wenn er steigt, geht es dem Unternehmen sofort besser. Wenn er fällt, sinken der Gewinn und der Cashflow ab.

Daher müssen wir uns nun mit dem Holzmarkt und den Variablen für die Holzpreisentwicklung beschäftigen. Das geht am besten, in dem wir uns im ersten Schritt ein Bild davon machen, welche Branchen in den USA am meisten Holz nachfragen.

Holz-Nachfrager in den USA: Der Hausbau benötigt große Mengen Holz

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40% des Holzes werden für die Renovierung von Häusern nachgefragt. 29% für den Bau neuer Häuser. 25% für industrielle Anwendungen. Bildquelle: Weyerhaeuser Investorenpräsentation vom März 2019.

Für uns Deutsche mag es komisch klingen, aber: In den USA werden die meisten Häuser aus Holz gebaut. Entsprechend stark schwankt die Nachfrage nach Holz mit der Zahl der fertiggestellten Häuser.

Neue Hausbauten: Daher ist der eigentliche Preistreiber für den Holzpreis die Zahl der neu fertiggestellten Häuser in den USA.

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Während der Finanzkrise von 2006-2009 brach die Neubauaktivität regelrecht ein. Statt 2 Mio. neuer Häuser wurden plötzlich nur noch 500.000 neue Häuser gebaut. Währenddessen wurde weiter fleißig Holz geerntet. Es kam zu einem riesigen Überschuss. Der Holzpreis ist in den Keller gefallen. Der Aktienkurs von Weyerhaeuser gab stark nach. Doch mittlerweile hat sich die Nachfrage wieder etwas erholt: Rund 1,3 Mio. Häuser werden derzeit in den USA jährlich neu errichtet. Bildquelle: Weyerhaeuser Investorenpräsentation, März 2019.

 

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Ein noch tieferer Blick in die Vergangenheit zeigt: Es gab schon immer größere Schwankungen im Markt der neu fertiggestellten Häuser. Daher lassen sich auch die ganzen „Zacken“ im Aktienkurs von Weyerhaeuser erklären. Das nachhaltige Niveau an neuen Häusern sollte aber bei mindestens 1,5 Mio. Häusern pro Jahr liegen, und damit oberhalb des aktuellen Niveaus. Die Nachfrage dürfte weiter anziehen.

Bauaktivität steigt: Folgende Gründe sprechen für eine erhöhte Bauaktivität in den kommenden Jahren und Jahrzehnten:

  • Überkapazität abgebaut: Jahrelang wurden zu wenig neue Häuser gebaut. Der Leerstand ist rapide abgesunken. Die Überkapazität wurde abgebaut. Zunehmend muss neu gebaut werden.
  • Bevölkerungswachstum: Für uns Europäer ein ungewohnter Gedanke, aber: Die Bevölkerung der USA wächst. Um ca. 2 Mio. Menschen pro Jahr (davon ca. eine Mio. Einwanderer und eine Mio. mehr Geburten als Todesfälle). Mehr Menschen brauchen mehr Wohnfläche, also muss neu gebaut werden. Alleine aus dem Bevölkerungswachstum lässt sich unter der Annahme von 3-Personen-Haushalten eine jährliche Nachfrage von 700.000 Neubauten errechnen
  • Ersatz von alten Häusern: In den USA gibt es rund 140 Mio. Haushalte. Davon dürften mehr als 100 Mio. in USA-typischen Einfamilienhäusern aus Holz wohnen. Wenn man diesen eine Lebensdauer von 100 Jahren unterstellt, liegt die normalisierte Ersatznachfrage bei 1 Mio. Häusern pro Jahr
  • Günstige Kredite, steigende Löhne: Durch die niedrigen Zinsen sind die Kredite so günstig wie nie zuvor. Gleichzeitig steigen die Löhne in den USA an. Das sollte zu einer weiter steigenden Nachfrage nach neuen Häusern führen
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Mit freundlichen Grüßen,
Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)

 

Die Entwicklung des Holzpreises: Langsame Erholung seit 2009, im Einklang mit steigender Bauaktivität

AlleAktien-Weyerhaeuser-Holzpreis-Entwicklung

Nach einem gesunden Niveau von 400 USD pro „Thousand board Feet“, einer Mengeneinheit von Holz, rauschte der Holzpreis 2009 bis auf ein Niveau von 150 USD ab. Seitdem geht es parallel zur steigenden Bauaktivität wieder langsam bergauf. 2017/2018 sorgten Hurrikans für eine hohe Nachfrage. Der Preis stieg vorübergehend auf 550 USD, liegt aktuell wieder bei 350 USD. Bildquelle: Weyerhaeuser Investorenpräsentation, März 2019.

Eines ist klar: Auch künftig wird der Holzpreis, und damit auch die Ertragslage von Weyerhaeuser, starken Schwankungen unterliegen. Der Aktienkurs pendelt daher wild hin und her. Keine Aktie für Anleger, die Angst vor starken Kursausschlägen haben.

Insgesamt erscheint mir die aktuelle Bauaktivität aber eher zu gering als zu hoch. Rund 1,7 bis 2 Mio. neue Bauten benötigen die US-Amerikaner jährlich im langfristigen Durchschnitt, alleine schon wegen der rasant gestiegenen und immer noch weiter wachsenden Bevölkerung.

Sobald die Bauaktivität auf dieses Niveau ansteigt, wird auch der Holzpreis deutlich höher als noch heute liegen. Entsprechend mehr Cash wird Weyerhaeuser erwirtschaften.

Immerhin: Die Einnahmen aus den beiden weiteren Segmenten (Immobilien, Lizenzen für Bodenschätze, Holzverarbeitung in den Sägewerken) sind etwas stabiler.

 

Fazit zum Geschäftsmodell

Das Unternehmen sitzt auf einem gigantischen Sachwert. Dem riesigen Waldbestand. Der Ertrag, der mit diesem Waldland erwirtschaftet werden kann, schwankt allerdings stark. Er hängt im Wesentlichen von der Entwicklung des Holzpreises ab. Die Entwicklung des Holzpreises hängt wiederum von der Entwicklung der Bauaktivitäten im Häusermarkt ab.

Als langfristiger Investor sollte man sich bereits heute auf eine zu erwartende Achterbahnfahrt des Aktienkurses (mit langfristiger Aufwärtstendenz und schönen Dividenden) einstellen. Es gilt, immer dann einzusteigen, wenn die Aktie gerade preiswert zu haben ist.

 

2. Bewertung der Weyerhaeuser-Aktie: Ertrag abhängig von der Entwicklung des Holzpreises 

Für REIT-Aktien kein AlleAktien Qualitätsscore möglich

So gerne ich einen AAQS zur Weyerhaeuser-Aktie erstellen würde, es ergibt keinen Sinn. Denn Kennzahlen wie die Umsatz- oder Gewinnentwicklung haben bei der Analyse von REIT-Aktien nur eine sehr geringe Aussagekraft.

Der Umsatz kann durch Zukäufe massiv erhöht werden, gleichzeitig erhöht sich zur Finanzierung der Zukäufe aber auch die Zahl der Aktien. Daher wäre das Umsatzwachstum entsprechend verzerrt.

Der operative Gewinn ist ebenso wenig aussagekräftig: Das Unternehmen verbucht auf den Waldbestand hohe Abschreibungen, die den Gewinn nach unten drücken.

Daher greife ich bei der Analyse von REIT-Aktien auf andere Kennziffern zurück.

FFO-Entwicklung: Kontinuierliches Wachstum

Ich habe die Kennzahl in der Branchenanalyse zu den REIT-Aktien zwar bereits erläutert, aber hier folgt nochmals eine kurze Wiederholung: FFO steht für Funds From Operations und entspricht den Mieteinnahmen (in diesem Fall: Erlöse aus dem Verkauf des Holzes) abzüglich Managementkosten, Personalkosten, Zinskosten etc. Gibt also an, wie viel Cash im operativen Geschäft erwirtschaftet wird.

Allerdings vor Instandhaltungskosten zur Beibehaltung des betriebsfähigen Zustands. Weyerhaeuser muss jährlich ca. 300 Mio. USD in Instandhaltungskosten stecken (Pflanzung von neuen Bäumen, neue Maschinen in den Sägewerken usw.). Es sollten also rund 0,50 USD pro Aktie und Jahr vom FFO abgezogen werden, um zum wahren Cashflow für die Aktionäre (AFFO) zu gelangen.

AlleAktien-Weyerhaeuser-Aktien-Analyse-Entwicklung-des-FFO-je-Aktie

Achterbahnfahrt, aber stets positiver Cashflow: Mit Ausnahme vom absoluten Krisenjahr 2008 (damals war Weyerhaeuser noch ein ganz anderes Unternehmen, daher nicht aussagekräftig) erzielte Weyerhaeuser in jedem der letzten 10 Jahre einen positiven Cashflow von 1,00 bis 2,50 USD/Aktie. Und das, obwohl der Holzpreis in den letzten 10 Jahren eher viel zu niedrig als zu hoch gewesen ist. Bei höherer Bauaktivität ist schnell noch ein weiterer USD pro Aktie und Jahr drin. Aktuell erwirtschaftet das Unternehmen einen freien Cashflow von ca. 2 USD pro Aktie und Jahr, selbst nach Instandhaltungskosten sind 1,50 USD übrig.

Dividendenentwicklung: Starke Kürzung während der Finanzkrise, seitdem steigende Dividende

Weil der Cashflow aufgrund des massiv eingebrochenen Holzpreises während der Finanzkrise eingebrochen ist, musste auch die Dividende gekürzt werden. Daran gibt es nichts schönzureden. 2010 erfolgte die Umwandlung in eine REIT-Aktie, seitdem wird der Gewinn vollständig an die Aktionäre ausgeschüttet. Durch die langsame Erholung des Holzpreises ist es dem Unternehmen gelungen, die Dividende seit neun Jahren jährlich zu steigern.

 

Die Ausschüttungsquote liegt bei rund 60-70% des FFO, bzw. ca. 90% des freien Cashflows nach den Instandhaltungsinvestitionen. Damit können wir festhalten: Aktuell ist die Dividende nicht in Gefahr und gut durch den Cashflow gedeckt. Sollte der Holzpreis aber über längere Zeit stark einbrechen, muss das Unternehmen mit Sicherheit wieder die Dividende kürzen.

Bilanz- und Verschuldungsanalyse: Gesunde Bilanz, Verschuldung langfristig finanziert

Entscheidend für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens ist, ob das Unternehmen in der Lage ist, die Verbindlichkeiten mit dem Cashflow in einer angemessenen Zeit zurückführen zu können.

Normalerweise setze ich hierfür eine Obergrenze vom vierfachen operativen Jahresgewinn (EBIT) an.

Im Falle von Immobilien- bzw. REIT-Aktien ist auch eine höhere Verschuldung angemessen. Denn wir sollten nicht vergessen: Der Sachwert durch den Besitz ist besonders hoch. Der Cashflow meistens stabil.

 

Wichtige Verschuldungskennzahlen im Überblick 

Weyerhaeuser AlleAktien-Weyerhaeuser-Logo
Net Debt Ende 2018 6.010 Mio. USD
EBITDA 2018 2.032 Mio. USD
Net Debt/EBITDA 3,0x
Zinsdeckungsgrad 5,4x
Durchschnittliche Zinskosten 6,2%

Das Verhältnis aus Nettoverschuldung zu EBITDA gibt an, wie viele Jahre das Unternehmen benötigen würde, um alle Verbindlichkeiten mit dem aktuellen operativen Ertrag vor Abschreibungen zurückführen zu können.

Der Zinsdeckungsgrad gibt an, wie oft die Zinskosten durch das EBITDA abgedeckt sind.

Sehr gut gefällt mir, dass Weyerhaeuser sehr langfristig finanziert ist. In den nächsten vier Jahren muss von den 6.010 Mio. USD an Verbindlichkeiten gerade einmal ein Betrag von 1.219 Mio. USD refinanziert werden. Diese langfristige Finanzierung ermöglicht es dem Unternehmen, auch bei einer vorübergehend schlechteren Ertragslage jederzeit liquide zu bleiben und keine Angst vor einer Insolvenz haben zu müssen.

Fazit: Der Ertrag schwankt, aber die Verschulung ist langfristig finanziert. Das Verhältnis aus Nettoverschuldung zu EBITDA liegt für eine REIT-Aktie mit einem Wert von 3,0x im sehr geringen Bereich. Klar ist aber auch: Die schwankende Ertragslage macht das Spiel mit dem Fremdkapital gefährlich.

Bewertung der Aktie: Derzeit sehr preiswert, Ertrag hängt vom Holzpreis ab

FFO-Rendite: Cashflow je Aktie/Aktienkurs

AlleAktien-Weyerhaeuser-Aktien-Analyse-Bewertung-FFO-Rendite

Die FFO-Rendite bzw. Free Cash Flow-Rendite gibt an, wie hoch die Dividendenrendite wäre, wenn das Unternehmen den gesamten zur Verfügung stehenden Cashflow als Dividende ausschütten würde. Bei Weyerhaeuser lag sie in den vergangenen 10 Jahren meist zwischen 4% und 10%. Aktuell liegt sie bei 7% – und damit im fairen Bereich.

 

Dividendenrendite: So hoch wie nie zuvor seit 2008

AlleAktien-Weyerhaeuser-Aktien-Analyse-Entwicklung-der-Dividendenrendite

Die Dividendenrendite liegt bei 5,2% und damit so hoch wie nie zuvor im Analysezeitraum. Weitere Dividendensteigerungen sind aber erst dann zu erwarten, wenn der Holzpreis weiter ansteigt.

 

Einordnung nach Peter Lynch: Klassisches Asset-Play

AlleAktien Peter Lynch Aktie Kategorie Strategie 6 Asset-Play Verborgene Werte

Gemäß Peter Lynch ist Weyerhaeuser ein klassisches Asset-Play. Dem Unternehmen gehört wertvolles Waldland, unumstritten ein echter Sachwert. Wie viel Cashflow mit diesem Sachwert erwirtschaftet werden kann, hängt vom Holzpreis ab. In Zeiten vorübergehend niedriger Holzpreise ist der Cashflow niedrig, entsprechend günstig ist die Bewertung der Aktie. Dann gilt es, einzusteigen. Eines Tages wird der Holzpreis wieder kräftig gestiegen sein. Dann kann der Gewinn realisiert werden – oder die Aktie wird zwecks der Einstreichung von besonders hohen Dividenden weiter gehalten.

 

IRR-Modell: Langfristig ca. 9% Rendite pro Jahr möglich 

Langfristig erreichen wir Aktionäre unsere Rendite aus zwei Faktoren: der Dividendenrendite und dem Kursanstieg. Die langfristige Renditeerwartung der beiden Aktien berechne ich anhand des IRR-Modells: Dieses Modell unterstellt eine gleichbleibende Bewertung und eignet sich sehr gut, um die zu erwartende Rendite bei einer sehr langen Haltedauer zu ermitteln.

Renditeparameter Rendite
1. nachhaltiges, organisches Gewinnwachstum pro Jahr ca. 3%
2. Free Cash Flow-Rendite (AFFO-Rendite, FFO nach Instandhaltungskosten) ca. 5,8%
Summe ca. 8,8%

Wie immer möchte ich dir auch hier meine Annahmen erläutern, damit du meine Berechnungen nachvollziehen kannst.

  1. Der Holzpreis kommt stets kostenbasiert zustande. Da Personalkosten etc. langfristig mit der Inflationsrate ansteigen, sollte das Gewinnwachstum langfristig ebenfalls bei ca. 3% pro Jahr liegen (natürlich unter heftigen Schwankungen, aber das wird der ganz langfristige Trend sein).
  2. Der FFO je Aktie liegt aktuell bei ca. 2 USD pro Aktie und Jahr. Davon müssen noch ca. 0,50 USD/Aktie und Jahr für Instandhaltungsinvestitionen abgezogen werden. Somit liegt der wahre Cashflow, der dauerhaft an die Aktionäre ausgeschüttet werden kann, beim aktuellen Holzpreis bei rund 1,50 USD pro Aktie, was einer Free Cash Flow-Rendite von ca. 5,8% entspricht. Da ich aufgrund der aktuell nach wie vor eher geringen Bauaktivität davon ausgehe, dass der nachhaltige Holzpreis über dem aktuellen Niveau liegt, ist diese Rechnung eher sehr vorsichtig als sehr optimistisch gerechnet.

Damit kommen wir in Summe auf eine langfristige, jährliche Renditeerwartung von knapp 9%.

Für ein Unternehmen, das es seit 1900 gibt, weil es auf echten Sachwerten sitzt, kein schlechter Wert. Klar, die zu erwartende Rendite liegt knapp unter den 10%, die eine Investition in den breiten Aktienmarkt langfristig eingebracht hat. Aber gleichzeitig weit über den 0%, die es auf nicht-inflationsgeschützte 10-jährige Staatsanleihen in Deutschland gibt.

 

Meine Investment-Strategie bei Weyerhaeuser

Nun, da ich dir bereits das Geschäftsmodell und die Bewertung des Unternehmens anhand verschiedener Indikatoren erläutert habe, wird es Zeit, dir meine persönliche Investment-Strategie bei dieser Aktie vorzustellen.

Ich werde die Aktie nämlich in den kommenden Tagen in mein privates Depot kaufen. Warum mache ich das?

1. Kein permanenter Kapitalverlust: Das Chance-Risiko-Verhältnis gefällt mir sehr gut. Das Waldland ist ein echter Sachwert und sichert die Investition gegen einen permanenten Kapitalverlust ab. Klar, vorübergehend kann es kräftig bergab gehen. Aber eines Tages wird das Holz auch wieder gebraucht werden, um neue Häuser zu bauen und alte Häuser zu renovieren. Und dann wird der Cashflow plötzlich wieder da sein – und die Investition hat sich klar ausgezahlt.

2. Holzpreis derzeit unter nachhaltigem Niveau – es besteht Aufwärtspotential: Ich weiß zwar nicht, wann in den USA wieder mehr gebaut werden wird, aber: Eines Tages wird das mit Sicherheit der Fall sein. Dann wird der Holzpreis kräftig anziehen – und mit ihm der Cashflow des Unternehmens. Kräftige Dividendensteigerungen und ein deutlicher Anstieg des Aktienkurses werden die Folge sein. Asset-Plays sollten immer dann gekauft werden, wenn der aktuelle Preis unter dem nachhaltig erzielbaren Preis liegt. Diesen Umstand sehe ich bei Weyerhaeuser derzeit gegeben. Ich erwarte also mittelfristig einen schönen Kursanstieg.

3. Wartezeit wird mit einer Dividendenrendite von 5,2% versüßt: Solange der Holzpreis auf dem aktuellen Niveau herumpendelt, trifft alle 90 Tage eine Dividende auf meinem Konto ein. Die Wartezeit wird also attraktiv vergütet.

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Mit freundlichen Grüßen,
Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)

Doch Vorsicht: Wenn die Aktie aufgrund eines (vorübergehend) sehr hohen Holzpreises stark gestiegen ist, werde ich sie möglicherweise auch wieder verkaufen. Denn in einem Zyklus gilt: Auf ein Hoch folgt ein Tief folgt ein Hoch folgt ein Tief usw. Selbstverständlich werde ich dich informieren, sobald sich meine Meinung wieder ändert.

Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, und garantiert keine Updates von mir zur Weyerhaeuser-Aktie verpassen möchtest, dann trage dich am besten direkt in unseren Newsletter ein:

 

3. Risiken: Zinsanstieg, Holzpreise sinken, Hurrikans, Waldbrände

Ewigkeitsfaktor: Wie wahrscheinlich ist es, dass es den Unternehmen in 10 Jahren besser geht als heute?

Ich sehe die Wahrscheinlichkeit bei Weyerhaeuser bei rund 85%. In der Branchenanalyse zu REIT-Aktien bin ich bereits auf generelle REIT-Risiken eingegangen. Daher halte ich diese Abschnitte in dieser Analyse sehr kurz.

Risiko 1: Zinsanstieg

Risiko: Wenn die Zinsen steigen, wird das Fremdkapital teurer. Außerdem sinkt die Bewertung, die Kurse fallen.

Einschätzung: Derzeit sind keine Zinserhöhungstendenzen zu erkennen. Langfristig existiert das Risiko. Rund 10% Rückschlagspotential pro Prozentpunkt Zinsanstieg.

 

Risiko 2: Holzpreise sinken – Cashflow sinkt – Dividendenkürzung – Aktie fällt

Risiko: Wenn weniger gebaut wird, sinken die Holzpreise. Daraufhin sinkt der Cashflow, ggf. muss die Dividende gekürzt oder gar gestrichen werden. Der Aktienkurs würde stark nachgeben.

Einschätzung: Derzeit erkenne ich keine Gründe für eine geringere Holznachfrage. Es wird in den USA immer noch zu wenig gebaut, der Leerstand sinkt immer weiter ab. Im unwahrscheinlichen Falle einer erneut enorm heftigen Konjunkturkrise würde die Nachfrage nach Holz aber vorübergehend nochmals absinken. Das wäre ein super Zeitpunkt für einen Schnäppchen-Einstieg bzw. Nachkauf. Eines Tages wird sich der Holzpreis wieder erholen, der Sachwert bleibt erhalten. Die Aktie würde wieder kräftig zulegen. Wer 2009 in der Krise eingestiegen ist, konnte sein Kapital inklusive Dividende in zehn Jahren verzehnfachen!

 

Risiko 3: Hurrikans und andere Naturkatastrophen, Schädlinge

Risiko: Ein Teil des Waldbesitzes liegt im prinzipiell gefährdeten Hurrikan-Gebiet. Ein Wirbelsturm könnte Teile des Waldbestandes umwerfen.

1980 explodierte im Washington-State ein großer Vulkan. Viele Bäume wurden verwüstet.

Schädlinge könnten Bäume zerstören. Das Holz könnte nicht mehr genutzt werden.

Einschätzung: Es klingt makaber, aber: Weyerhaeuser würde davon gar profitieren. Denn wenn ein Hurrikan wütet, werden auch viele Häuser zerstört. Die müssen schnell ersetzt werden. Die Nachfrage nach Bauholz steigt sprungartig an. Die Preise steigen.

Der Waldbestand ist riesig und erstreckt sich über die gesamten Vereinigten Staaten. Die allermeisten Phänomene würden nur lokal auftreten und die Existenz des Unternehmens nicht gefährden. Dafür spricht auch die 119-jährige Geschichte: Seit 1900 ist Weyerhaeuser erfolgreich tätig.

 

4. Fazit zur Weyerhaeuser-Aktienanalyse: Geld wächst doch auf den Bäumen

Ich halte die Weyerhaeuser-Aktie für kaufenswert

Wer ein Faible für Sachwerte hat, ist hier richtig aufgehoben. Im Gegensatz zu Gold oder Goldminen-Aktien wirft der Wald einen laufenden Ertrag ab – ein unschätzbarer Pluspunkt! Gleichzeitig stellt der enorme Waldbesitz von 5 Mio. Hektar (mehr als Baden-Württemberg) einen enormen Sachwert dar, auch im Falle einer Währungsumstellung etc. würde das Vermögen erhalten bleiben.

Auf jede Aktie entfallen statistisch gesehen rund 66 Quadratmeter Waldland. Wer 1.000 EUR in die Hand nimmt, erwirbt somit indirekt eine Fläche von 53*53 Metern bzw. 2772 Quadratmeter. Die Bäume wachsen stetig heran. Eine tolle Vorstellung, Waldeigentümer zu sein.

Doch ein dickes Fell sollte man schon mitbringen können: Der Ertrag schwankt stark mit der Entwicklung des Holzpreises. Dieser hängt wiederum von der Bauaktivität in den USA ab. In der Finanzkrise 2009 musste gar die Dividende gesenkt werden.

Sobald der Holzpreis wieder steigt, erholt sich auch die Aktie wieder. Als echtes Asset-Play sollte die Aktie immer dann gekauft werden, wenn das aktuelle Ertragsniveau unter dem nachhaltigen Ertragsniveau (über den Zyklus hinweg) liegt.

Da seit mehr als 10 Jahren zu wenig gebaut wird, rechne ich in Zukunft eher mit einer steigenden als mit einer fallenden Holznachfrage.

Daher dürfte sich die Geduld langfristig auszahlen, bei einem kräftigen Anstieg des Holzpreises besteht ein Verdopplungspotential.

Die Wartezeit wird mit einer äußerst attraktiven Dividendenrendite von 5,2% versüßt. Bei Kursschwäche werde ich weiter nachkaufen, bei einem starken Kursanstieg auch mal einen Verkauf in Erwägung ziehen.

Liebe Grüße,
Jonathan Neuscheler

 

5. Die Community-Meinung zu Weyerhaeuser

Wir lieben unsere Community. Wir möchten dich mehr und mehr einbinden. Erfahre jetzt, was andere Community-Mitglieder von Weyerhaeuser halten – und mache bei der Abstimmung mit.

Ist die Weyerhaeuser-Aktie für dich aktuell kaufenswert (Angenommener Anlagezeitraum: 5-10 Jahre)?

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Mit freundlichen Grüßen,
Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)
 

 

Quellen & Links

Beschreibung Link
Weyerhaeuser stellt sich in einem 6-minütigen Video auf YouTube vor zum Video
Weyerhaeuser Geschäftsbericht 2017 zum Bericht
Weyerhaeuser Geschäftszahlen 2018 zu den Zahlen
Weyerhaeuser Präsentation zum Geschäftsjahr 2018 und Ausblick auf 2019 zur Präsentation
Weyerhaeuser aktuelle Investorenpräsentation zur Präsentation
Infografik: US-Bevölkerungswachstum nach Jahren zur Grafik
Analystenschätzungen zur künftigen Geschäftsentwicklung von Weyerhaeuser zu den Schätzungen

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Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit keine Aktien von Weyerhaeuser.

34 Antworten

  1. Markus sagt:

    Danke dir!

  2. Kraemair sagt:

    Hmmmmm…Ich habe den annual Report für 2018 eben quergelesen: vor allem ist man sich nichtmal sicher, weiter als REIT zu gelten (S.31), was für die Dividende eine Kathatrophe wäre. Die verschiedenen Holzpreise sind keinesfalls wie beschrieben auf moderatem Niveau, sondern verglichen mit den Vorjahren auf hohem Niveau. Mir deutlich zu heiß. Selten so viel Selbstkritik in einem annual Report gelesen…

    • Ist eben ein ehrlicher Bericht. Wäre keine super große Katastrophe, sondern gut zu verkraften. Der Steuersatz in den USA liegt mittlerweile bei 20%, Weyerhaeuser zahlt jetzt schon über 10%. Wäre also nur ein kleiner Anstieg der Steuerbelastung. Klar, so etwas wäre nicht schön. Aber auch kein Beinbruch. Wie kommst du auf das hohe Niveau? Sie sind Ende 2018 wieder stark gefallen. Siehe die eingebaute Grafik dazu.

      • Kraemair sagt:

        Schau mal im annual report die verschiedenen Grafiken zu den Holzsorten (lumber, timber, etc.) an. Daher habe ich das. Als „Holzpreis“ auf den großen deutschen Börsenportalen gilt immer nur eine Sorte. Nur die zu betrachten ist zu wenig! Komme mit den gegebenen Informationen eher zum Schluss, dass Holz augenblicklich eher teuer ist. Siehst du das anders?

        • Ja, sehe das anders. Die Nachfrage nach Holz dürfte in den nächsten Jahren meiner Meinung nach eher zunehmen als abnehmen, damit dürfte es zu Preissteigerungen kommen…

          • MKsAktien sagt:

            Hi Jonathan, beim Thema Holzsorten (oder wie man das auch nennt) gebe ich Kraemair Recht: Wenn du in die Analyse noch aufnimmst, welchen Anteil welche Sorte bei Weyerhaeuser ausmacht und wo man die Preise nachverfolgen kann, wäre das eine schöne Bereicherung für die spannende Analyse. Dann könnte man vermutlich auch Schwankungen des Aktienkurses besser nachvollziehen (wenn man will).

          • …oder man macht sich dann verrückt 😉

            Man sollte den Holzpreis bzw. die verschiedenen Holzpreise gar nicht zu eng verfolgen. Denn der Markt ist enorm klein. Unterliegt extremen Schwankungen. Kaum Liquidität. Entscheidend ist das große bzw. langfristige Bild.

            Ganz unten, im Bereich Quellen, habe ich doch bereits Preise verlinkt.

            Liebe Grüße, Jonathan

  3. Markus Gl sagt:

    Spannende Branche! Zwar etwas off-topic, aber ich überlege aktuell Direktinvestments in Wälder in Paraguay zu tätigen (aufgrund der guten Wachstumsbedingungen). Da kommt so eine Unternehmensanalyse zum Vergleich sehr passend! 😉 Hast du auch die Konkurrenz analysiert Jonathan? Ansonsten sehr schöner Beitrag, weiter so!

  4. Jürgen Häußler sagt:

    Vielen Dank für die Analyse. Weyerhaeuser wäre mir wohl nie aufgefallen, jetzt ist der REIT auf meiner Watchliste. Solides und dauerhaftes Geschäftsmodell, wenn auch konjunkturabhängig. Kann ich mir als langfristiges Mitglied in meinem Depot sehr gut vorstellen.

  5. Geldschnurrbart sagt:

    Tolle Analyse und spannendes Unternehmen, danke dafür! Bg Florian https://geldschnurrbart.de

  6. Stefan sagt:

    Hallo Jonathan,
    ich finde die Analyse wirklich sehr gut. Mich würde noch interessieren, ob Ihr Euch auch die Wettbewerbssituation angeschaut habt. Gibt es zum Beispiel ausländische Holzanbieter, die im US-Markt sehr präsent sind oder gibt es große US Wettbewerber?

    • Es gibt noch 3 deutlich kleinere Waldland-REITs. Die sind aber geografisch lang nicht so gut diversifiziert. Etwas Holz wird aus Kanada importiert. Dabei fallen Zölle und Transportkosten an. Ansonsten ist die USA hier wieder einmal ein stabiler Binnenmarkt.

    • Gibt viele Anbieter von Holz. Auch in den USA. Der Marktanteil von Weyerhaeuser liegt bei ca. 20%. Die meisten sind nicht an der Börse. Es gibt drei weitere Waldland-REITs. Die sind aber viel kleiner.

  7. Luca sagt:

    Hallo Jonathan,
    vielen Dank für die ausführliche Analyse. Wie siehst du als Alternativen Svenska Cellulosa (insbesondere jetzt nach der Essity-Abspaltung) und UPM-Kymmene? Haben beide nicht das identische Geschäftsmodell wie Weyerhaeuser, aber zählen zu Europas größten Waldeigentümern (in Finnland bzw. Schweden) und sind in der verarbeitenden Industrie noch tätig – decken also einen größeren Teil der Wertschöpfungskette ab.

  8. Sebastian Ritter sagt:

    Vielen Dank für die Analyse. Ich setze Weyerhaeuser auf meine Watchlist.

  9. Ulrike Pollin sagt:

    Am 26. April werden die Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Habt ihr ggfs vor, vorher noch schnell für das alleaktienDepot zu kaufen oder prognostiziert ihr
    für diesen Bericht nochmal nicht so tolle Zahlen und wartet bewusst auf einen günstigeren Preis?

    • Weder noch. Wir orientieren uns nicht an Quartalszahlen. Wenn sich dadurch eine Einstiegsgelegenheit mit Rabatt auftun würde, wäre die Wahrscheinlichkeit natürlich höher, dass wir schon in Kürze zuschlagen werden. VG, Jonathan

  10. Caroline Ehinger sagt:

    Hi Jonathan,

    klasse Analyse! Ist deiner Meinung nach Weyerhaeuser dit für einen Sparplan.
    – Holz braucht man immer
    – Unternehmen existiert seit über einem Jahrhundert

  11. Matheus sagt:

    Hallo Jon, erstmal Danke. Ich habe mir die Aktie zugelegt, sieht spannend aus. Eine Frage noch, bei der Wertpapierabrechnung stand unten „die jährliche Verwahrkosten bitte den jeweiligen Prospekt des Anbieters anschauen“ was kann ich darunter verstehen? Ich dachte das wäre ne Aktie oder gilt das für alle REIT Aktiwn so? Das ist meine erste REIT Aktie daher die Frage. Vielen Dank in Voraus.

  12. Michael Megerle sagt:

    Markus Gl, Invest in Holz in Paraguay habe ich vor einigen Jahren gemacht. Ist sicher neDepotbeimischung, allerdings sehr illiquide. Und du hast nur einen Standort, in P beispielsweise gab es in manchen Plantage in den letzten Jahren durch Übernässung und Schwächung der Bäume einen Schädlingsbefall, der das vorzeitige Fällen und außerplanmäßige Wiederaufforsten erforderlich gemacht hat. Auch das mit dem Holzpreis ist auf lange Sicht nur schwer vorhersagbar, man erwartet auf Lange Sicht zwar steigende Preise. Aber bei einer Weltwirtschaftskrise würden sicher auch die Holzpreise leiden. In Paraguay haben sich wegen Nachfrage nach Waldinvestitionen die Grundstückspreise dafür ziemlich verteuert was sich günstig auf die Rendite ausgewirkt hat, wenn man den Grund gekauft und nicht nur bei einem Mietmodell mit gemacht hat.

  13. Till Wintgen sagt:

    Hi Jonathan,
    vielen Dank für die Analyse. Ich wollte mal fragen ob du bei deinen Investitionen auch das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigst? Ich sehe das das Unternehmen sich zwar als nachhaltig ausgibt, jedoch auch Fläche zur Öl- und Gasförderung nutzt. Wie stehst du zu diesem Thema?

    • Öl- und Gasförderung ist ein „dreckiges“ Geschäft, allerdings sind wir alle auf diese Ressourcen angewiesen. Und sei es nur für den Krankenwagen, der uns abholt, wenn wir mal ernsthaft krank sind. Auch dieser baucht Sprit. Ebenso wie Feuerwehr, Polizei, alle anderen Autos, Flugzeuge, Plastikverpackungen usw.

      Daher werden wir wohl noch für einige Jahrzehnte weiterhin Erdöl benötigen – und das muss irgendwo gefördert werden. In die „Steinzeit“ zurück sehe ich nämlich nicht gerade als Alternative.

      Für mich privat ist es kein Hindernis, deshalb nicht in Weyerhaeuser zu investieren. In den USA sind die Standards der Förderung gut.

  14. fischerz sagt:

    Hallo Johnathan,
    Danke für die Analyse – ein investment in Holz würde mich sehr interessieren. Eine Frage zu Weyerhaeuser von meiner Seite: Wenn man sich die folgenden Werte der letzen zwei Quartale anschaut
    -) Diluted EPS Before Special Items: Q4/18: $ 0.10, Q1/19: $ 0.11
    -) Dividends paid per common share: Q4/18: $ 0.34 $, Q1/19 0.34 $
    dann ergibt das doch den Schluss, dass Weyerhaeuser wesentlich mehr Dividende auszahlt als es einnimmt. Oder vergleiche ich da Äpfel mit Birnen?

    • Hallo Klaus, zwei Anmerkungen:
      1. Saisonales Geschäft, im Winterhalbjahr wird weniger Holz geerntet und verarbeitet, also besser Jahreszahlen betrachten
      2. REIT-Aktie, also Gewinn nur mit eingeschränkter Aussagekraft, besser auf FFO und AFFO schauen. Gewinn wird durch Abschreibungen künstlich nach unten gedrückt, obwohl der Wald ja nicht weniger Wert wird.

      Liebe Grüße, Jonathan

  15. Maximilian Schmidt sagt:

    Hallo zusammen,
    zuerst mal vielen Dank für die sehr gute Analyse. Auch ich beobachte Weyerhaeuser schon seit längerem und habe mich auch entschieden, Aktien vom Unternehmen zu kaufen. Leider konnte ich bei meinem Broker (DKB) die Transaktion nicht durchführen, da die Weyerhaeuser Aktie zu „alternativen Investmentfonds“ zählt und man diese laut Kapitalanlagegesetz zum Schutz von Privatanlegern nicht kaufen kann. Hat jemand auch diese Erfahrung gemacht? Bzw. weiß jemand, bei welchem Broker man die Aktie trotzdem handeln kann?

    Danke und viele Grüße,
    Max

  16. Wolf Kratzsch sagt:

    @Max,
    auch bei der Comdirect ist der Kauf ohne Probleme möglich.

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