Benjamin Franzil Partner bei AlleAktien. Studium von Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Trier und Clemson University. Digitalisierung bei Infineon.

AlleAktien Partner und Aktienanalyst. Benjamins Fokus liegt auf den Branchen Luxusgüter, Restaurants und Halbleiter. Er war vorher bei Infineon in der Digitalisierung und Forschungsstrategie angestellt und hat an der Hochschule Trier Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Seine Strategie ist, in Aktien mit den tiefsten Burggräben und stärksten Marken zu investieren — vorzugsweise Dividendenaktien.

Dividendenstrategie 3/3: Wie meine Ziele als Dividendeninvestor aussehen und was ich bisher erreicht habe

▲ Im letzten Artikel ging es um die zwei wichtigsten Dividendenstrategien. In diesem Artikel geht es diesmal um fortgeschrittene Themen für Dividendeninvestoren. Wer mit der Dividendenstrategie anfängt, der wird schnell einige Fragen haben. Deshalb gehe ich auf drei wichtige Bereiche für Dividendeninvestoren ein. Was bringt die Dividendenstrategie auf lange Sicht? Wie wählt man eine Aktie ganz konkret anhand von einem Beispiel aus und welche Steuern muss ich zahlen, sobald die erste Dividende kommt? Erfahre in diesem kostenlosen Artikel alles rund um die Dividendenstrategie.

 

Die Dividendenstrategie

  • Als Dividendeninvestor kann man seine Ziele gut steuern. Wer in Dividendenaktien investiert, profitiert von regelmäßigen Ausschüttungen. Die Strategie wird kalkulierbar und damit die Ziele besser messbar. Mit 1.000 Euro monatlicher Investition kann man bereits nach 20 Jahren einen Cash Flow von über 1.500 Euro an Nettodividende im Monat erhalten. Ich zeige dir, welche Dividendenziele ich mir gesetzt habe und wie gut ich diese bereits erreicht habe.
  • Die Auswahl von Dividendenaktien ist nicht schwierig. Dividendenaktien wählt man nach ähnlichen Kriterien aus wie jede andere langfristige Investition. Wichtig ist, dass die Dividendenkennzahlen und das Geschäftsmodell stimmen. Ein tiefer Burggraben und eine solide Geschäftsentwicklung helfen dabei, dass die Dividende in Zukunft wächst.
  • Jeder Investor sollte die Steuern auf seine Dividenden kennen. Dividenden müssen versteuert werden. Für viele Investoren kommt es oft zu Verwirrungen bei der ersten Abrechnung, denn je nach Land ist die Steuer anders und teilweise liegt sie sogar bei über 40 %. In diesem Artikel habe ich die Steuern auf Dividenden in den beliebtesten Investmentstandorten dieser Welt für dich zusammengetragen. Damit kannst du entscheiden, ob du in einem bestimmten Land investieren möchtest. Im Artikel findest du eine kostenlose Übersicht mit den Steuern auf deine Dividenden.

 

Die Dividendenstrategie

  1. Mit der Dividendenstrategie einen hohen monatlichen Cash Flow aufbauen und Ziele messen
  2. Die Bewertung einer Dividendenaktie läuft fast so wie bei jeder anderen Aktie
  3. Dividenden und die Sache mit den Steuern
  4. Fazit zur Dividendenstrategie

 

Podcast zur Dividendenstrategie

 

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1. Mit der Dividendenstrategie einen hohen monatlichen Cash Flow aufbauen und Ziele messen

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Ziele in der Dividendenstrategie

Im ersten Artikel zur Dividendenstrategie bin ich allgemein auf die Dividendenstrategie eingegangen, um den Sinn und die Ziele hinter der Strategie zu erklären. Im letzten Artikel ging es um die zwei grundlegenden Dividendenstrategien. In diesem Artikel geht es diesmal um fortgeschrittene Themen. Welche Ziele kann man mit der Dividendenstrategie erreichen? Wie sieht die Bewertung einer Aktie konkret aus? Welche Steuern muss man fürchten?

 

Realistische Ziele mit der Dividendenstrategie

Investoren, die in die Dividendenstrategie investieren, profitieren von einem kontinuierlichen Cash Flow, der jedes Jahr wächst. Die meisten Dividendeninvestoren haben das langfristige Ziel der finanziellen Freiheit. Der Cash Flow soll hoch genug sein, um die monatlichen Lebenskosten zu decken und den Hauptberuf auf Wunsch zu ersetzen. Für mich persönlich liegt dieser Punkt bei 2.000 Euro Nettodividende im Monat.

Natürlich wird niemand über Nacht reich. Man muss stetig einen Anteil von seinem Einkommen investieren, um an diesen Punkt zu kommen. Wer weniger Zeit zur Verfügung hat, sollte eher auf die Dividendenertragsstrategie setzen. Wer jung ist und länger warten kann, kommt mit der Dividendenwachstumsstrategie auch ans Ziel und kann sich anschließend über stärker steigende Dividenden freuen. Allerdings dauert es unabhängig von der Strategie mehrere Jahrzehnte, bis man mit Aktien ausgesorgt hat. Erst nach 25 bis 30 Jahren kann man wirklich Früchte ernten.

 

▲ Ein Dividendeninvestor erhält nach 25 Jahren zwischen 1.500 und 2.000 Euro Nettodividende im Monat. Der Zinseszins von Dividendenwachstum und Reinvestitionen wirkt erst langfristig. Deshalb liegen Wachstumsinvestoren anfangs deutlich zurück und holen erst nach über 30 bis 35 Jahren den Rückstand auf. Wer es dabei schafft, seine Sparsumme jedes Jahr noch zu erhöhen, verkürzt die Zeit bis zur finanziellen Freiheit erheblich.

 

Meine persönlichen Dividendenziele

Ich persönlich bin ein Dividendeninvestor und habe mich auf die Dividendenwachstumsstrategie festgelegt. Jedoch streue ich auch ein paar Ertragswerte wie die Allianz oder Store Capital ins Depot hinein, um den Spaß auf dem Weg zur finanziellen Freiheit zu verkürzen. Mein Ziel ist es, dass meine Bruttodividende jedes Jahr um durchschnittlich 15 % wächst. Das möchte ich durch Sparen, Dividendenwachstum und Reinvestieren erreichen. Mein Plan sieht bisher so aus:

 

Bisherige Ergebnisse

Jahr Erreichte Brutto-Jahresdividende Dividendensteigerung
2017 567 Euro
2018 1.814 Euro 220 %
2019 2.140 Euro 18 %
2020 2.200 Euro 3 %
2021e 2.300 Euro 5 %

 

Langfristiger Plan

Jahr Brutto-Dividendenziel Brutto-Dividendenziel inflationsbereinigt
2020 2.200 Euro 2.220 Euro
2025e 4.424 Euro 4.007 Euro
2030e 8.900 Euro 7.301 Euro
2035e 17.902 Euro 13.301 Euro
2040e 36.000 Euro 24.227 Euro
2045e 72.422 Euro 44.143 Euro
2050e 145.666 Euro 80.418 Euro

 

Alles in allem habe ich einiges vor mir. Durch einige Umschichtungen von dividendenstarken Werten in 2019 und 2020 hat sich meine Dividende kaum erhöht. Das wirft mich etwas zurück, jedoch sollte ich langfristig meinem Ziel von 15 % Wachstum pro Jahr in den kommenden Jahren wieder näherkommen. Wichtig ist kontinuierliches Investieren und Reinvestieren in Werte mit langfristigem Dividendenwachstum.

 

 

 

2. Die Bewertung einer Dividendenaktie läuft fast so wie bei jeder anderen Aktie

Die Nike-Aktie in der Dividendenaktien-Bewertung

Viele Investoren tun sich bei der Auswahl von Dividendenaktien schwer. Aus einem spaßigen Thema wird plötzlich eine Wissenschaft. Die Auswahl von langfristigen Dividendenaktien muss aber nicht schwer sein. Denn wie im ersten Artikel dieser Reihe geschildert, ist die Qualität des Unternehmens entscheidend. Man bewertet eine Dividendenaktie genauso, wie man eine normale Aktie bewertet.

Ich möchte dir deshalb anhand meiner Nike-Investition im März 2017 zum Kurs von 56 US-Dollar zeigen, wie ich vorgegangen bin. In der Grafik unten findest du alle meine damaligen Informationen übersichtlich dargestellt. Grob kann man meine Analyse in drei Teile aufteilen:

 

Dividendenentwicklung. Ich habe eine Dividendenaktie gesucht, deshalb war mein erstes Kriterium die Dividende. Ich habe verschiedene Unternehmen herausgesucht, die langfristig und verlässlich eine Dividende gezahlt haben. Die Nike-Dividende wurde damals bereits seit mehr als 10 Jahren kontinuierlich gesteigert und nie gesenkt. Das war sehr gut. Außerdem lag die Ausschüttungsquote bei nur 29 %. Das heißt, Nike hat viel Spielraum für zukünftige Steigerungen. Deshalb war die Dividendenrendite von 1,1 % für mich kein Problem.

 

Geschäftsmodell. Nike ist ein Hersteller von Sportartikeln und die größte Textilmarke der Welt. Millionen Menschen auf der Welt lieben den ikonischen Swoosh und kaufen die Produkte — insbesondere die Schuhe. Die Situation ist sehr stabil dank einer hohen Markentreue. Das zeigt sich auch in der Geschäftsentwicklung. Zwischen 2006 und 2016 konnte Nike den Umsatz um 8 % pro Jahr steigern und den Gewinn je Aktie sogar um fast 13 %. Der Burggraben ist tief und das Geschäft brummt. Ideale Voraussetzungen für ein langfristiges Investment.

 

Bewertung. Mode ist ein umkämpfter Markt. Nike hatte 2017 einen stärkeren Kurseinbruch kurz bevor ich kaufte. Adidas legte einen Sprint hin und wurde in den USA immer beliebter. Nike blieb dagegen auf der Stelle stehen. So eine Situation kommt selten vor und lädt zum Kaufen ein. Das KGV von 26 bzw. erwartete KGV von 22 war nicht die günstigste Bewertung, aber reichte für mich. Die besten Unternehmen gibt es selten zum Schnäppchenpreis. Hier war der Preis fair genug und das hat ausgereicht.

 

▲ Als Investor gibt es nicht viele Dinge, die man für die passende Dividendenaktie zusätzlich betrachten muss. Eine steigende Dividende und ein positiver Geschäftsverlauf sind sehr gute Anzeichen für eine tolle Dividendenaktie. Wenn das Geschäftsmodell stimmt und die Bewertung in Ordnung ist, hat man bereits eine gute Dividendenaktie gefunden.

 

 

 

3. Dividenden und die Sache mit den Steuern

Kenne die Steuern auf deine Dividenden

Ein wichtiges Thema bei Dividendenaktien sind die Steuern. Eine Dividende zählt als eine Form von Einkommen und muss deshalb versteuert werden. Wir können Dividenden in Deutschland oder Österreich leider nicht steuerfrei reinvestieren, wie es z.B. thesaurierende ETFs machen. Das ist schade und damit muss man als Dividendeninvestor leben können.

 

Wichtig ist, dass du als Investor weißt, wie die Steuern auf eine Dividende funktionieren. Denn beim Verkauf von Aktien zahlst du einfach nur 25 % Kapitalertragssteuern zzgl. 5,5 % Solidaritätsbeitrag. Bei Dividenden ist das etwas komplizierter. Es gibt nämlich zwei Bestandteile, die ein deutscher Broker für dich automatisch zahlt:

Quellensteuer. Diese Steuer zahlst du an das Finanzamt aus dem Land der Aktie. Oft gibt es zwischen dem Land der Aktie und Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), damit man als Investor nicht zu viele Steuern zahlt. Zum Beispiel bei LVMH bezahlt man in Frankreich 26,5 % Quellensteuern. 12,8 %-Punkte dieser Steuer wird mit der deutschen Kapitalertragssteuer über das DBA verrechnet. Die restlichen 13,7 %-Punkte zahlt man an Frankreich Steuern und kann sie sich theoretisch mit einem teuren und mühsamen Antrag wieder erstatten lassen. Wichtig: Wenn du deinen Steuerfreibetrag nicht knackst, zahlst du die ganze Quellensteuer und kannst sie leider nicht verrechnen.

Kapitalertragssteuer. Diese Steuer zahlst du an das deutsche Finanzamt. Sie beträgt in Deutschland 25 % der Dividende und wird mit den französischen 12,8 % verrechnet. Das heißt, in Deutschland sind nur noch 12,2 % Steuern fällig. Auf diese 12,2 % muss man noch den Solidaritätsbeitrag von 5,5 % bezahlen. Also weitere 0,671 %-Punkte. Kirchenmitglieder müssen abhängig vom Bundesland zusätzlich zum Soli nochmals weitere 8 % bzw. 9 % Kirchensteuer bezahlen.

Die Besteuerung sieht bei 1.000 EUR Dividende als Nichtkirchenmitglied so aus:

 

Zahlung Steuersatz
Bruttodividende 1.000,00 EUR
Steuer Frankreich -265,0 EUR -26,5 % (12,8 %-Punkte in Deutschland angerechnet)
Kapitalertragssteuer Deutschland -122,0 EUR -12,2 % (25 % abzgl. der 12,8 %-Punkte)
Solidaritätszuschlag -6,71 EUR -0,671 % (5,5 % Zuschlag auf die Kapitalertragssteuer von 12,2 %)
Nettodividende 606,29 EUR Gesamter Steuersatz von 39,37 % (Zum Vergleich: Deutsche Aktie 26,375 %)
Kirchensteuer (für Kirchenmitglieder) 10,98 EUR -1,098 % (9 % Zuschlag auf die Kapitalertragssteuer von 12,2 %. In Bayern und BW 8 %)
Nettodividende inkl. Kirchensteuer 595,31 EUR Gesamter Steuersatz von 40,469 % (Zum Vergleich: Deutsche Aktie 28,625 %)

 

Die Besteuerung sieht bei 1.000 EUR Dividende als Kirchenmitglied (in Bundesländern außer Bayern und Baden-Württemberg) so aus:

Zahlung Steuersatz
Bruttodividende 1.000,00 EUR
Steuer Frankreich -265,0 EUR -26,5 % (12,8 %-Punkte in Deutschland angerechnet)
Kapitalertragssteuer Deutschland -120,67 EUR -12,067 % (25 % abzgl. der 12,8 %-Punkte abzgl. von 9 % anrechenbarer Kirchensteuer)*
Solidaritätszuschlag -6,64 EUR -0,6637 % (5,5 % Zuschlag auf die Kapitalertragssteuer von 12,067 %)
Kirchensteuer (für Kirchenmitglieder) -10,86 EUR -1,086 % (9 % Zuschlag auf die Kapitalertragssteuer von 12,067 %. In Bayern und BW 8 %)
Nettodividende 596,83 EUR Gesamter Steuersatz von 40,317 % (Zum Vergleich: Deutsche Aktie 27,995 %)

* Die Kapitalertragssteuer wird ermittelt, indem man die Kapitalertragssteuer aus dem kirchensteuerfreien Beispiel mindert.
Die Rechnung ist: geminderte Kapitalertragssteuer = Bruttodividende / (1 / Kapitalertragssteuersatz + 9 % Kirchensteuersatz)
Beispiel: 1.000 Euro / ((1 / 12,2 %) + 9 %) = 120,67 Euro

 

Für uns deutsche Anleger gibt es aber einen kleinen Hoffnungsschimmer bei der Dividende. Viele Länder sind steuerlich nicht schlechter als Deutschland. Die USA gehören glücklicherweise dazu. Hier kann man als Aktionär ruhig Dividendenaktien kaufen und muss sich nicht um hohe Steuern sorgen. Andere Länder wie Frankreich oder Irland machen es uns Aktionären dagegen schwierig. Hier zahlt man schnell zu viel und hat kaum Chancen sein Geld wiederzubekommen. Ein Trick ist das Depot der DKB. Sie bietet eine Vorabreduzierung der Quellensteuer bei einigen Aktien wie z.B. aus Frankreich gegen eine kleine Gebühr an.

 

▲ Viele europäische Länder haben leider eine hohe Besteuerung für Dividenden. Als deutscher Anleger sollte man deshalb sorgsam abwägen, ob einem die höhere Steuer ein Investment wert ist. Wer sich weigert höhere Steuern zu zahlen, hat immer noch Zugriff auf die tollen US-Unternehmen. Hier zahlt man sogar etwas weniger Steuern als in Deutschland. Und auch Frankreich hat gute Nachrichten. In den letzten Jahren ist die Quellensteuer dort von 30 % auf 26,5 % gesunken und wird 2022 auf 25 % sinken.

 

 

 

4. Fazit zur Dividendenstrategie

Fazit zur Dividendenstrategie

Die Dividendenstrategie ist genauso beeindruckend wie der Aktienmarkt an sich. Man kann den Zinseszinseffekt für sich nutzen und dadurch einen regelmäßigen Cash Flow aufbauen. Am Anfang ist vor allem entscheidend, dass man viel Geld investiert und so seinen Cash Flow vergrößert. Nach einigen Jahren beginnt allerdings der Zinseszins zu wirken. Nach 20 Jahren kann man unabhängig von der Strategie bereits einen sehr angenehmen Cash Flow von über 1.000 Euro pro Monat haben, der immer noch mit dem Zinseszins wächst. Wer früh mit Dividendenaktien anfängt, kann deutlich schneller in Rente gehen und muss hoffentlich niemals eine Aktie verkaufen dank der Dividendeneinnahmen.

Die passenden Aktien zu finden, ist oft gar nicht so schwierig. Das Geschäftsmodell und die Bewertung sind normale Kriterien, die man auch sonst bei der Aktienbewertung heranzieht. Zusätzlich gibt es Dividendenkennzahlen, die relevant werden wie die Historie der Dividende. So können wir besser abschätzen, ob die Dividende nicht plötzlich in Krisen gekürzt wird und ob die Dividende in den nächsten Jahren auch noch gesteigert werden kann.

Zu guter Letzt sollte man als Dividendeninvestor darauf achten, dass man die Steuern für seine Dividenden kennt. Dividendensteuern sind ein komplexes Thema. Einen Teil behalten die Länder, in denen das Unternehmen sitzt. Den anderen Teil zahlt man in Deutschland. Hier kann es schnell zu hohen Steuersätzen von über 30 % kommen. Wer Steuern sparen möchte, sollte deshalb bestimmte Länder wie Frankreich, Irland oder Italien meiden.

 

 

Liebe Grüße,
Benjamin Franzil
AlleAktien Partner

11 Antworten

  1. Hannes Winkler sagt:

    Hallo Benjamin,

    vielen Dank für den Beitrag und deine Transparenz!

    Zum steuerlichen Thema:

    Ein mögliches politisches Szenario ist die Abschaffung der Kapitalertragssteuer und der Ersatz durch die persönliche Einkommenssteuer (steht meines Wissens nach bei mehreren Parteien im Wahlprogramm). Bei vielen Anlegern dürfte dies dazu führen, dass Dividenden (und sonstige Kapitalerträge) künftig eher mit 40%+ versteuert werden müssen.

    Auch wenn ich grundsätzlich dem Ansatz der Dividendenstrategie sehr zugeneigt bin, so würde hierdurch die Attraktivität für in Deutschland steuerpflichtige Investoren stark sinken. Reine Wachstumsaktien ohne (nennenswerte) Dividenden oder Titel wie Berkshire Hathaway wären hiervon aufgrund des Steuerstundungseffektes weniger stark betroffen.

    Wie stehst du dazu? Würdest in dem von mir skizzierten Szenario deine grundlegende Anlagestrategie ändern?

    Beste Grüße
    Hannes

  2. Marcus Galm sagt:

    Hallo Benjamin, Danke für den tollen Artikel. Leider ist untergegangen das gegebenenfalls auch Kirchensteuer noch anfällt. Das sind zwar auch nur wenige Prozente, aber der Vollständigkeit halber erwähnenswert denke ich 😉

    Liebe Grüße
    Marcus

    • Hallo Marcus,
      danke für den Hinweis 🙂 es kann sein, dass ich es im Podcast nicht erwähnt habe. Im Artikel bin ich auf Kirchensteuern eingegangen und habe auch die Berechnung für Frankreich inkl. Kirchensteuer durchgeführt

      Liebe Grüße
      Benjamin

  3. David Liebsch sagt:

    Hallo Benjamin,

    danke für die interessante Artikelreihe zum Thema und die Aufklärung über die verschiedenen Aspekte der Dividendenstrategie.
    Könntet ihr euch vorstellen, für Dividendeninvestoren entscheidende Kennzahlen in eure Watchlist mit einfließen zu lassen oder gar eine separate Watchlist aufzubauen die sich speziell dem Thema widmet?

    Viele Grüße David

  4. Torben Dallmann sagt:

    Moin,
    da stehe ich jetzt wieder vor dem alten Problem.
    Wird Dividende einer Aktie und Ausschüttung eines ETFs aus Irland verschieden betrachtet ?

    lg

    Torben

  5. Mirco Schleinitz sagt:

    Hallo Benjamin, danke für deinen Beitrag.
    Ich habe mir die selbe Strategie zu Recht gelegt und möchte auch 1000 Euro in die Dividendenstrategie investieren. Ich tue mich allerdings mit der Anzahl der Aktien schwer.
    Ich bin jetzt bei 33 Werten und bespare die jeden Monat in der mehr oder weniger gleichen Gewichtung.
    Ist das zu viel, wie schaut das bei die ungefähr aus und welche Titel sich darin befinden, wäre auch interessant.

    Grüße

  6. Niklas Jung sagt:

    Toller Bericht, auf die Dividende!

  7. frank_b sagt:

    Hallo Benjamin

    „Ein Trick ist das Depot der DKB. Sie bietet eine Vorabreduzierung der Quellensteuer bei einigen Aktien wie z.B. aus Frankreich gegen eine kleine Gebühr an.“ Ich habe LVMH.
    Eine Anfrage bei der DKB brachte: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die Quellensteuerrückerstattung nicht anbieten. Diesbezüglich wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Steuerberater oder
    an das zuständige Finanzamt.

    Was ist richtig?

    Viele Grüße
    Frank

    • Hallo Frank,

      beides ist richtig. Die DKB bietet keine Rückerstattung an. Sondern eine Vorabreduzierung. Wenn du schon zu viel gezahlt hast, dann hilft dir die DKB nicht. Aber bei zukünftigen Dividenden dagegen schon.

      Liebe Grüße
      Benjamin

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