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Aktie Analyse

Bank of America Aktie Analyse

WKN
858388
Symbol
BAC
Sektor
Finanzen
Investor Relations
Investor Relations

Die Bank of America (BoA) ist eine börsennotierte Bank- und Finanzholdinggesellschaft mit Firmenhauptsitz in Charlotte, North Carolina, USA. Das Unternehmen bietet eine Reihe von Bankprodukten, Vermögensverwaltungsdienstleistungen und weitere damit verbundene Finanzlösungen an. Das Leistungsangebot umfasst eine breite Palette von Bank-, Anlage-, Vermögensverwaltungs- und anderen Finanz- und Risikomanagementprodukten und Dienstleistungen an. Die Bank of America bietet u. a. Dienstleistungen wie Investmentbanking, Market-Making, Finanzierung und Wertpapierclearing an und bedient dabei Privatpersonen, institutionelle Anleger sowie kleine-, mittlere- und große-Unternehmen sowie Regierungen.

Das Unternehmen ist in Nord- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa, im Nahen Osten und in Afrika vertreten und beschäftigt 208.000 Menschen weltweit.

Geschichte

Die Bank of America wurde 1904 als Bank of Italy gegründet. Ihr Credo war damals radikal: Sie wollte "den kleinen Leuten" dienen. Von ihren bescheidenen Anfängen in einer ehemaligen Taverne entwickelte sich die Bank of America zu einer Kraft, die das Bankwesen in den USA revolutionierte.

Amadeo Peter Giannini, ein italenischer Einwanderer, der Gründer von Bank of America, wurde zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Bankwesens des 20. Jahrhunderts.
Als sein Schwiegervater starb, hinterließ er ein beträchtliches Vermögen, zu dem auch eine Direktorenstelle bei einer kleinen Sparkasse in San Francisco gehörte.

Als es Giannini nicht gelang, den Vorstand dieser Bank davon zu überzeugen, dass die armen, aber fleißigen Menschen, die vor kurzem an die Westküste gekommen waren, ein gutes Kreditrisiko darstellten, trat er von seinem Posten zurück und machte sich daran, seine eigene Bank zu gründen - eine Bank für "Menschen, die noch nie eine Bank benutzt hatten." Giannini beschaffte sich das Kapital für seine neue Bank, die er Bank of Italy nannte, durch den Verkauf von 3.000 Aktien, hauptsächlich an Kleinanleger, von denen keiner mehr als 100 Aktien besitzen durfte. Obwohl Giannini nie einen dominierenden Aktienanteil besaß, ermöglichte ihm die extreme Loyalität dieser und späterer Aktionäre, die Bank so zu führen, als wäre sie in seinem festen Besitz.

Seine innovative Politik machte die Bank of Italy und ihre Nachfolgerin, die Bank of America, zur umstrittensten Bank in den Vereinigten Staaten. Die Nation verfolgte, wie er ein System von Zweigstellen schuf, das die Bank in nur 41 Jahren zur größten Bank der Welt machte. Über die lange Historie erfolgte eine Reihe an Übernahmen.

Mission

Die Bank of America hat sich das Ziel gesetzt, das Leben der Menschen, welchen sie dienen, finanziell zu verbessern, indem sie die benötigten Ressourcen zur Verfügung stellen. Das Unternehmen hat sich dazu verpflichtet, dies durch verantwortungsbewusstes Wachstum in Verbindung mit sozialer, ökologischer und verantwortungsvoller Führung zu erreichen.

Die Marke erklärt, dass sie in den Erfolg ihrer Mitarbeiter investiert und dabei hilft, Arbeitsplätze zu schaffen, Gemeinschaften zu entwickeln und die wirtschaftliche Mobilität zu fördern. Gleichzeitig arbeitet sie am Risikomanagement und ist bestrebt, für ihre Kunden und Unternehmen eine Rendite zu erzielen.

Management

Brian Moynihan ist seit 2010 Geschäftsführer von der Bank of America. Er hat an der Brown University und University of Notre Dame Law School, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften studiert. Nachdem er seinen Doktor an der University of Notre Dame Law School erworben hatte, trat er in die Kanzlei Edwards & Angell LLP ein, die führende Wirtschaftskanzlei der Stadt Providence. Bevor er zur Bank of America kam, hatte er mehrere Positionen im Bankwesen inne. Brian Moynihan besitzt insgesamt 1.718.119 Aktien der Bank of America, was 0,02 % der insgesamt ausstehenden Aktien des Unternehmens entspricht.

Institutionelle Anleger halten 70 % der ausstehenden Aktien an der Bank of America. Dieser Anteil ist auch höher als bei fast jedem anderen Unternehmen der Großbankenbranche. Der größte Aktionär ist die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway mit einem Anteil von 12,5 %.

Branche

Bank of America befindet sich in der Bankenbranche und hat sich dabei speziell auf Privat- und Firmenkunden spezialisiert. Ihr Einkommen wird zum Teil durch Zinseinkommen generiert und zum anderen Teil aus Nicht-Zinseinkommen.

Das Zinseinkommen ist abhängig vom Leitzins und ist somit abhängig von der Geldpolitik der Notenbanken. In dieses Segment fällt das Kreditgeschäft. Dieses funktioniert recht simpel: Eine Bank nimmt Einlagen von ihren Kunden entgegen und zahlt ihnen darauf Zinsen. Da niemals alle Kunden ihr Geld auf einen Schlag abheben werden, vergibt die Bank einen Teil davon wieder als Kredit. Eine Bank verdient dabei an der Zinsspanne zwischen Ausgabezins und Abgabezins. Der Zins, den die Bank vergibt, orientiert sich stark am Leitzins der Notenbanken.

Zum Nichtzinseinkommen zählt Einkommen, welches unabhängig von den Leitzinsen ist, wie beispielsweise die Vermögensverwaltung oder Servicegebühren.

Ein spannender Aspekt der Bankenbranche ist der Diversifikationseffekt, da Banken sich meist umgekehrt zyklisch zum Leitzins verhalten. Banken profitieren eher von hohen Zinsen, insbesondere von einem starken Zinsanstieg.

Geschäftsmodell

Die Bank of America, eine der größten Investmentbanken und Finanzinstitute der Welt, bedient ein breites Spektrum von Kunden, darunter Privatkunden, vermögende Anleger, große Unternehmen und Regierungen. Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Bank-, Investitions-, Vermögensverwaltungs- und anderen Finanz- und Risikomanagementprodukten und Dienstleistungen an. Sie sind hauptsächlich in den USA tätig, wo der Großteil der Einnahmen erzielt wird, sowie in Dutzenden Ländern rund um den Globus.

Geschäftsbereiche:

  1. Privatkundengeschäft
  2. Globale Vermögens- und Anlageverwaltung
  3. Globales Bankgeschäft
  4. Globale Märkte
  5. Alle übrigen Einkommensquellen

Die vier Geschäftsbereiche der Bank of America sind in erster Linie nach der Art der Kunden gegliedert. Das Segment Privatkundengeschäft konzentriert sich auf Privatkunden und kleine Unternehmen, während das Segment globale Vermögens- und Anlageverwaltung auf die Bedürfnisse von Einzelkunden mit einem investierbaren Gesamtvermögen von über 250.000 USD ausgerichtet ist. Das globale Bankgeschäft bietet Investmentbanking-Dienstleistungen und verwandte Produkte an, während das Segment globale Märkte sich auf institutionelle Kunden konzentriert.

Privatkundengeschäft:
Das Segment Consumer Banking bietet verschiedene Kredit-, Bank- und Anlageprodukte und Dienstleistungen für kleine Unternehmen und Privatkunden an. Diese reichen von traditionellen Sparkonten bis hin zu Kredit- und Debitkarten, Wohnbauhypotheken und Darlehen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021 entfielen 37 % der Gesamteinnahmen und etwa 41 % des Nettogewinns auf das Consumer Banking. Das Segment erwirtschaftete mit 8,9 Mrd. USD den höchsten Umsatz aller Segmente.

Globales Vermögens- und Anlagemanagement:
Der Geschäftsbereich globale Vermögens- und Anlagemanagement bietet Finanzberatungs-, Brokerage-, Bank- und Altersvorsorgeprodukte für Kunden mit großen investierbaren Vermögenswerten an. Globales Vermögens- und Anlagemanagement machte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021 rund 22 % des Gesamtumsatzes und 16 % des Nettoergebnisses aus.

Globales Bankgeschäft:
Diese Einnahmequelle der Bank of America bietet kreditbezogene Produkte und Dienstleistungen, einschließlich Emissions- und Beratungsdienstleistungen, sowie Investmentbanking-Produkte an. Zu den Kunden in diesem Segment gehören mittelständische Unternehmen, gewerbliche Immobilienfirmen, gemeinnützige Organisationen, Finanzinstitute und Unternehmen unterschiedlicher Größe. Auf das Segment entfielen im vierten Quartal des GJ 2021 25 % der Einnahmen und 35 % des Nettogewinns.

Globale Märkte:
Das Segment globale Märkte bietet institutionellen Kunden Vertriebs- und Handelsdienstleistungen sowie Research-Dienstleistungen an, einschließlich Finanzierung, Wertpapierclearing, Abwicklung, Verwahrung und Market-Making. Globale Märkte machte etwa 16 % des Gesamtumsatzes und 9 % des Nettogewinns im Quartal aus.

Sonstige:
Im kleinsten Umsatzbereich der Bank of America zählt das Zins- und Währungsrisikomanagement, die Abwicklung von Geschäften und andere Aktivitäten, die nicht einem der vier oben genannten Hauptsegmente zugeordnet sind. Dieses Segment verzeichnete im vierten Quartal des Jahres 2021 einen Umsatzverlust von 1,9 Mrd. USD und einen Nettoverlust von 673 Mio. USD.