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Aktie Analyse

Domino's Pizza Aktie Analyse

WKN
A0B6VQ
Symbol
DPZ
Sektor
Zyklischer-Konsum
Investor Relations
Investor Relations

Domino‘s Pizza ist die weltweit führende Pizza-Lieferkette. Mit über 17.000 Filialen in mehr als 90 Ländern beliefern sie ihre Kunden in kürzester Zeit mit guter Qualität zum fairen Preis.

Durch einen hohen Digitalisierungsgrad und guter Kundennähe konnte sich Domino’s Pizza immer mehr im globalen Fast-Food-Markt manifestieren.

Die Unternehmensgeschichte beginnt in 1960 als die Brüder Tom und James Monaghan, über einen Kredit von 900 USD finanziert, den Pizzaladen „DomiNick‘s“ kauften und diesen anschließend zu „Domino’s Pizza“ umbenannten. 1967 erfolgten erste Erweiterungen des Geschäfts in das Franchisising. Namensgebend spezialisierte man sich zunächst auf die Herstellung und Auslieferung von Pizza. Nach und nach kamen dann aber immer mehr Produkte ins Sortiment, sodass man nun handgemachte Pizza, Pasta, Salate, Wraps und Desserts auf den digitalen Speisekarten des Fast-Food-Franchises findet.

Das Unternehmen ging 2004 zu einem Aktienkurs von 14 USD pro Aktie an die Börse. 2007 wurde eine erste Sonderdividende von 13,50 USD ausgezahlt. Nur drei Jahre nach dem Börsengang bekamen die Aktionäre also fast den vollen Preis einer Aktie zum Börsengang wieder zurückgezahlt. Diese Dividende wurde allerdings durch die Aufnahme von Schulden finanziert. Domino‘s war zu diesem Zeitpunkt hoch verschuldet und musste mehr als die Hälfte des operativen Gewinns für die Deckung der Zinsen aufwenden. Der Aktienkurs erreichte während der Finanzkrise 2008 seinen Tiefpunkt von 3 USD. Der Aktienkurs spiegelte aber nicht die Gewinnentwicklung wider, denn dank des nichtzyklischen Geschäftsmodells konnte das Unternehmen auch während einer schwerwiegenden globalen Finanzkrise weiterhin Gewinne von 200 Mio. USD pro Jahr einfahren. Seit dem Tief in 2008 folgte eine regelrechte Rallye des Aktienkurses, der sich seitdem mehr als ver-130-fachte.

Der aktuelle CEO heißt Russell Weiner. Er hat Politikwissenschaften studiert und ist seit 2008 bei Domino’s Pizza. Am 1. Mai 2022 trat er in die Rolle des CEOs.

Geschäftsmodell

US-Filialen: 49% des Gewinns

Die USA sind der Hauptmarkt der Lieferpizza-Kette. Dort wurde das Unternehmen nicht nur gegründet, sondern dort gibt es außerdem mit rund 6.200 Stores die meisten Filialen von Domino‘s Pizza. Allerdings wird nur ein Bruchteil der Standorte von Domino’s selbst betrieben. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist das Franchising. Mehr als 90% der US-amerikanischen Filialen gehören Franchise-Nehmern, die sich die nötigen Rechte an der Marke Domino‘s Pizza gesichert haben und somit Produkte mit deren Rezeptur vertreiben dürfen. Diese Franchise-Filialen werfen den Großteil des Gewinns ab, denn das kostengünstige Franchising-Modell erlaubt es Domino’s, eine hohe Marge zu generieren. Franchising-Nehmer zahlen im Gegenzug für die Verkaufsrechte 5,5% ihres Umsatzes an Domino‘s Pizza. Außerdem müssen sich die Franchise-Nehmer an den Marketingkampagnen beteiligen. Dafür werden ihnen 6% ihres Umsatzes berechnet.

Das Modell der Franchise-Lizenzen skaliert hervorragend und bietet Potenzial für eine weitere Expansion in der Zukunft. Domino‘s Pizza selbst muss keinerlei zusätzliche Personalkosten aufwenden. Für den schnellen Expansionskurs sorgt auch die Möglichkeit, Domino’s-Filialen günstig zu errichten und in Betrieb zu nehmen. denn Domino’s möchte kein klassisches Restaurant nachahmen, sondern Pizza schnell, unkompliziert und in guter Qualität an den Kunden bringen. Franchise-Nehmer müssen sich nicht um viele Sitzplätze zum Essen und Bedienungspersonal kümmern, da die Produkte in der Regel geliefert und außerhalb des Ladens gegessen werden.

Supply Chain: 25% des Gewinns

Die vielen Filialen der Fast-Food-Kette müssen mit ausreichend Zutaten zur Produktion der Gerichte versorgt werden. In Nordamerika produziert Domino’s diese Zutaten selbst. So spart man Kosten und kann über alle Filialen hinweg den gleichen Qualitätsstandard und Geschmack garantieren. Das Unternehmen betreibt in den USA aktuell über 20 Standorte, die sich um die Produktion von Pizzateig, Wurst, Soßen, etc. kümmern. Von diesen Produktionsstandorten aus wird dann in alle Filialen von Domino‘s in den USA und Kanada rund dreimal pro Woche geliefert. Die Flotte der Domino’s-Suppy-Chain besteht aus ca. 900 gemieteten LKWs.

Internationales Franchising: 26% des Gewinns

Das Franchising-Modell von Domino‘s Pizza ist nicht nur auf die USA beschränkt , sondern sorgt auch im internationalen Raum für Gewinne. Während die USA nämlich nur ca. 300 Mio. Einwohner haben, hat Domino’s zweitgrößter Markt Asien ungefähr 4 Mrd. Einwohner und damit viel Potenzial. Deshalb möchte man vor allem in Entwicklungsändern wie China und Indien das Angebot erweitern. Dies passiert durch sogenanntes Master-Franchising, mit dem sich Unternehmer im Ausland die Verkaufsrechte sichern können, um die Produkte der Domino‘s-Marke in aller Welt verkaufen zu dürfen.

Digital-First

Domino’s Pizza bezeichnet sich selbst als „digital-first“-Unternehmen. Sie konzentrierten sich auch technologische Innovations, um Kunden besser bedienen zu können und die internen Prozessabläufe zu beschleunigen. Im Jahr 2020 erzielte das Unternehmen mehr als die Hälfte seines Umsatzes über den digitalen Bestellungseingang.
So konnte Domino’s auch die Coronapandemie besser überstehen und zu seinen Gunsten nutzen, denn das Geschäftsmodell war aufgrund des hohen Digitalisierungsgrades ein direkter Profiteur. Die Lieferkette stellte in den USA während der COVID-19-Pandemie neue Umsatzrekorde auf, während der Umsatz bei bisher konkurrenzfähigen Fast-Food-Ketten stark einbrach.

Domino’s hat eine eigene App, die es den Kunden ermöglicht, in wenigen einfachen Schritten ihre Pizza zu bestellen und zu bezahlen. In der App gibt es außerdem einen Pizzatracker, mit dem man den Status der Pizza jederzeit nachverfolgen kann. Die Bequemlichkeit und Einfachheit des Bestellprozesses steht im Vordergrund. Domino’s Pizza arbeitet dazu seit mehr als einem Jahrzehnt mit dem IT-Unternehmen „Twilio“ zusammen.

Twilio verkauft IT-Lösungen im Abo. Twilio spielt, je nachdem wie bestellt wird, eine zentrale Rolle bei der gesamten Bestellung. So wird zum Beispiel der Zahlungsprozess in der Domino’s-App über eine Lösung von Twilio abgewickelt. Außerdem bietet die Zusammenarbeit mit Twilio den Domino’s-Kunden die Möglichkeit, ihre Bestellung im Auto, per Smart Speaker, Facebook-Messenger oder sogar per Smart TV aufzugeben.

Domino’s Pizza lässt sich die Bereitstellung der Software bezahlen. Ähnlich wie bei einer zusätzlichen Franchising-Gebühr zahlen die Franchise-Nehmer jährlich eine Gebühr an das Mutterunternehmen.

Domino's Pizza AlleAktien Qualitätsscore

Domino's Pizza erreicht 9 von 10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore.


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