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Aktie Analyse

Duke Energy Aktie Analyse

WKN
A1J0EV
Symbol
DUK
Sektor
Versorger
Webseite
Duke Energy
Investor Relations
Investor Relations

Duke Energy ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus dem Versorgerbereich. Das Unternehmen ist einer der größten Energiekonzerne in den USA und in den folgenden Segmenten tätig: Elektrizitätsversorgung und Infrastruktur, Gasversorgung und Infrastruktur sowie kommerzielle erneuerbare Energien. Gegründet wurde Duke Energy im Jahr 1904 und hat seinen Hauptsitz in Charlotte, North Carolina.

Duke Energy ist ein in den USA tätiger Energieversorger. Das Unternehmen beschäftigt etwas mehr als 27.600 Mitarbeiter und wird seit 2013 von Lynn Good geleitet, die bereits seit 2006 für das Unternehmen arbeitet.

Die Geschichte von Duke Energy geht bis zum Anfang des 20. Jahrhundert zurück. Weil die Herren Dr. W. Gill Wylie, James Buchanan Duke and William States Lee das Gefühl hatten, dass das Wachstum anderer Industrien wegen der starken Abhängigkeit von der Landwirtschaft im Süden der USA verlangsamt wurde, beschlossen sie, die Catawba Power Company zu gründen. Ihr Ziel war es, die Energieversorgung durch ein integriertes elektronisches System aus Wasserkraftwerken zu verbessern. Sie machten den ersten großen Schritt in die Richtung dieses Ziels im Jahr 1904, als die Catawba Station in South Carolina damit begann, die Baumwollfirma Victoria Cotton Mills mit Strom zu versorgen. Über die nächsten Jahre wurden nicht nur mehr gewerbliche Textilfabriken mit Strom versorgt, sondern der Strombedarf der ganzen Region abgedeckt. 1924 wurde das Unternehmen in Duke Power umbenannt.

Der Wirtschaftsaufschwung nach dem 2. Weltkrieg sorgte für eine noch nie da gewesene Nachfrage an elektrischer Energie. Elektronische Geräte wie Kühlschränke und Fernseher wurden zur Grundausstattung der Mittelklasse. Die hohe Energienachfrage führte zur Umstellung auf Kohlekraftwerke und sorgte für ein massives Wachstum der Versorgerbranche. Duke Power startet ein großes Bauprogramm, um seine Kapazitäten auszubauen. In den 1950er Jahren wurde zudem die Energiegewinnung aus Atomkraft als neue wirtschaftliche und saubere Alternative angesehen. 1965 wurde das erste Projekt zum Bau eines Kernkraftwerkes begonnen und innerhalb von 7 Jahren fertiggestellt. Das Projekt brachte Duke den Edison Award ein, die höchste Auszeichnung der Energiebranche.

Neue Gaserzeugungstechnologien schafften in den 1990er Jahren Synergien zwischen Elektro- und Erdgasindustrie, sodass sich Duke Power mit dem Gasunternehmen PanEnergy zusammenschloss und nun unter dem Namen Duke Energy bekannt war. Durch weitere Übernahmen expandierte Duke weiter in den USA. In den letzten zwei Jahrzehnten konzentrierte sich das Unternehmen auf den Wandel zur ökologischen und wirtschatflichen Nachhaltigkeit im Bereich der Energiegewinnung. Das Unternehmen sieht sich heute als Marktführer für nachhaltige Innovationen, um den Strom zuverlässiger, sauberer und erschwinglicher zu machen.

Branchenanalyse

Duke Energy ist eines der größten US-Unternehmen aus der Versorgerbranche. Dabei versorgt Duke seine Kunden hauptsächlich mit Strom. Vor 200 Jahren erforschte der Brite Michael Faraday den elektrischen Strom. Heutzutage denkt kein Mensch mehr darüber nach, wie abhängig wir von Strom sind. Für uns ist es selbstverständlich, dass Energie aus einer Steckdose kommt und wir unsere Smartphones laden können. Strom ist deshalb so wichtig, da es sich um eine sehr flexibel einsetzbare Energieform handelt. Das Problem an elektrischer Energie ist, dass sie in der freien Natur nicht vorkommt. Elektrische Energie muss aus Energiequellen wie Kohle, Sonnenlicht und den Atomen erzeugt werden. Da die Energie verloren geht, wenn sie nicht direkt nach Erzeugung verbaucht wird, erzeugen die Stromversorgungsunternehmen rund um die Uhr neuen Strom und bringen diesen über die Stromnetze zu uns nach Hause.

Die USA sind der zweitgrößte Stromerzeuger der Welt mit rund 4.200 Mrd. kWh jährlicher Stromerzeugung. Nur die Volksrepublik China ist nochmals größer. Hier werden bereits 6.500 Mrd. kWh Strom im Jahr erzeugt. Damit erzeugen China und die USA rund 60 % der weltweiten Energie. Bislang sind die Stromerzeuger sehr stark von fossilen Energieträgern wie Erdgas und Kohle abhängig, weshalb die Branche im Zuge des Klimawandels nicht den besten Ruf hat. 61 % der Energie werden in den USA aus Erdgas und Kohle erzeugt. Erneuerbare Energien kommen dagegen nur auf einen Anteil von 19 % an der gesamten Stromerzeugung. Insgesamt wächst der amerikanische Energiemarkt um rund 0,7 % pro Jahr. Das Wachstum im Bereich erneuerbarer Energien liegt jedoch bei über 4,2 % pro Jahr. In den letzten Jahren findet ein Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien statt.

Waren Solaranlagen und Windkraftwerke vor 20 Jahren noch extrem ineffizient und die Herstellung zu teuer, sind Solar- und Windenergie inzwischen preiswert geworden. In der Energieerzeugung sind sie im Vergleich zu fossiler Energie nicht nur wettbewerbsfähig, sondern oft sogar günstiger. Das Problem hierbei ist jedoch die Versorgungssicherheit. Die Sonne scheint nicht immer, wenn wir es brauchen und der Wind kann zu stark oder zu schwach wehen. Deshalb sind wir immer noch auf fossile Energiequellen angewiesen.

Das Energiegeschäft ist eine nichtzyklischer Branche mit langlaufenden Verträgen und staatlicher Regulierung. Die Energie wird immer gebraucht und sorgt somit für solide Einkommensströme für die Versorger. Der amerikanische Energiemarkt wächst sehr langsam, aber stabil mit 0,7% pro Jahr. Wachstum verspricht in dieser Branche vor allem die Transformation auf erneuerbare Energien.

Geschäftsmodell

Duke Energy ist einer der größten regulierten Versorgerkonzerne in den USA. Mittlerweile versorgt man über 8 Mio. Kunden in den US-Bundesstaaten North Carolina, South Carolina, Kentucky, Tennessee und Ohio mit Energie. Um die Stromversorgung zu ermöglichen, besitzt Duke Fabriken in verschiedenen Ost-Staaten der USA. Das Unternehmen verdient sein Geld also durch die Produktion und Bereitstellung von Energie. Dabei teilt Duke Energy sein Geschäft in drei Tätigkeitsbereiche ein.

Elektrizitätsversorgung und Infrastruktur. In diesem Bereich geht es um die regulierte Stromversorgung, die hauptsächlich über die regulierten öffentlichen Versorgungsunternehmen Duke Energy Carolinas, Duke Energy Progress, Duke Energy Florida, Duke Energy Indiana und Duke Energy Ohio abgewickelt wird. Hier geht es um die Erzeugung, Übertragung, Verteilung und den Verkauf von Strom für über 8 Mio. Kunden im Südosten und mittleren Westen der USA. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Verkauf von Strom an Kommunen, Stromgenossenschaften und andere Verbraucher. Dieser Bereich stellt das Kerngeschäft von Duke Energy dar. So machen die Umsätze aus diesem Bereich 90 % des Gesamtumsatzes aus.

Gasversorgung und Infrastruktur. Dieses Segment konzentriert sich auf das Erdgasgeschäft, das vor allem durch die regulierten öffentlichen Versorgungsbetriebe von Piedmont, Duke Energy Ohio und Duke Energy Kentucky durchgeführt wird. Beliefert werden hier rund 1,6 Mio. Kunden aus privaten Haushalten, Gewerbe und Industrie. Dieser Bereich macht etwa 8 % des Gesamtumsatzes von Duke Energy aus.

Kommerzielle erneuerbare Energien. In diesem Segment erwirbt, entwickelt, baut, betreibt und besitzt Duke Energy Wind- und Solarkraftwerke auf dem gesamten US-amerikanischen Festland. Im Jahr 2021 konnte der Bereich der erneuerbaren Energien um rund 20 % wachsen. Aktuell macht dieses Segment mit knapp 2 % jedoch den kleinsten Anteil der Umsätze von Duke Energy aus.

Bislang ist Duke Energy bei der Energiegewinnung extrem von fossilen Brennstoffen abhängig. Erdgas, Kernbrennstoffe und Kohle machen rund 80 % der Energiegewinnung aus. Lediglich 1,5 % der Energie wird durch Wasserkraft und Solar erzeugt. Bis 2030 sollen jedoch alle Kohlekaftwerke in North und South Carolina stillgelegt werden. Bis 2050 möchte das Unternehmen klimaneutral arbeiten. Die erneuerbaren Energien sollen mehr in den Fokus rücken. So möchte das Unternehmen seine Kapazitäten von erneuerbaren Energien von aktuell rund 10.500 Megawatt auf 16.000 Megawatt in 2025 steigern.