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Aktie Analyse

Paycom Aktie Analyse

WKN
A1XFVG
Symbol
PAYC
Sektor
Informationstechnologie
Webseite
Paycom
Investor Relations
Investor Relations

Paycom ist ein Softwareentwickler für die Mitarbeiterverwaltung. Das Unternehmen aus Oklahoma beschäftigt aktuell rund 3.500 Mitarbeiter und hat es sich zur Mission gemacht, die Technologie von Morgen bereits heute anbieten zu können. Damit wird schnell klar, Paycom möchte immer einen Schritt voraus sein.

Die Geschichte von Paycom reicht gerade einmal 14 Jahre zurück. 1998 gründete Chard Richison Paycom mit dem Ziel, die Abrechnung von Gehältern über das Internet abzuwickeln. Das Unternehmen konnte vor allem in der Finanzkrise stark wachsen: Die Unternehmen wollten Kosten reduzieren. Durch die Software von Paycom ging dies besonders leicht und kostengünstig. 2014 ging das Unternehmen an die Börse. Von 15 USD hat sich das Unternehmen bis heute auf über 300 USD vervielfacht. 2018 entwickelte das Unternehmen eine KI, welche erkennt, wenn Mitarbeiter bald kündigen möchten. Das unterstreicht noch einmal das Know-how Paycoms. Viele Abrechnungsunternehmen lassen sich Softwarefunktionen von Dritten programmieren. Bei Paycom kommt alles aus einem Guss.

Der aktuelle CEO ist der Gründer Chad Richison. Vor der Gründung von Paycom arbeitete er bereits beim größten Payroll-Unternehmen ADP. Mit Paycom ist er nun der größte Konkurrent seines alten Arbeitgebers geworden. Er besitzt immer noch ca. 14% aller Paycom Aktien. Keiner hat also mehr Interesse daran, den Aktienkurs langfristig zu steigern als er. Zwei der Paycom Manager haben außerdem 100 Mio. USD in Paycom investiert. Von ihrem Privatvermögen. Es gibt wohl kaum ein Management, das so sehr an den Erfolg des Unternehmens glaubt wie das Management von Paycom. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gemacht, langfristig alle Mitarbeiter durch Aktien am Unternehmen zu beteiligen. Durch Vanguard und anderen Vermögensverwalter sind aktuell 78% der Aktien im Streubesitz.

Branchenanalyse

Paycom ist im Human Recources Softwaremarkt aktiv. Kurz HR-Softwaremarkt. Vor allem die Gehaltsabrechnung ist für viele Unternehmen ein Problem: Da man mit dem Gehalt direkt Steuern bezahlt, ist es sehr wichtig, dass die Gehälter pünktlich und fehlerfrei gezahlt werden. Zusätzlich handelt es sich dabei um eine „unspaßige, wiederkehrende Verwaltungsaufgabe“, welche das Unternehmen nicht direkt weiterbringt und auch dem Kunden keinen Mehrwert liefert. Aus diesem Grund entstand die HR-Branche. Firmen, wie Paycom bieten Verwaltungssoftware an, wodurch je nach Mitarbeiterzahl teilweise komplett auf eine HR-Abteilung verzichtet werden kann. Je nach Firmengröße ändern sich jedoch die Bedürfnisse der Kunden. Deshalb haben sich die Softwareentwickler auf bestimmte Firmengrößen fokussiert. Paycom selbst hat sich auf Firmen mit 20- 1.000 Mitarbeiter fokussiert:

Der Markt für HR-Software ist ein sehr großer Markt, der immer noch attraktiv wächst. Der Markt ist nicht zyklisch und das Geld wird per Abo verdient. Ein echtes Risiko entsteht nur, wenn es eine Langzeit-Arbeitslosigkeit von 5 bis 15 Jahren durchgängig gibt. Dies geschah in den letzten 150 Jahren allerdings nur einmal (ca. 1929). Hier einmal Paycoms Konkurrenten im direkten Vergleich:

Unternehmen PaycomADP
Paychex
Paylocity
Workday
Logo


WKN
A1XFVG
850347
868284
A1XE9W
A1J39P
Umsatzwachstum
25,4%
7,5%
14,0%
25,1%
19,1%
Gewinnwachstum
36,6%
10,5%
28,8%
33,2%

Operative Gewinnmarge
31%
22%
36%
12,5%
-14%
Abo-Erneuerungsquote
93%
90,8%
82%
92%
100%
Mitarbeiter
3.765
58.000
15.300
3.050
12.200
Anzahl Kunden
26.500
810.000
670.000
20.200
3.000
KGV
70
36
37
78
57

Geschäftsmodell

Paycom bietet Software für Personalabteilungen an. Die Kunden von Paycom mieten für eine Abo-Gebühr pro Mitarbeiter die Software von Paycom und haben so Zugriff auf die verschiedenen Funktionen. Das alles funktioniert komplett über die Cloud oder Apps für Tablet und Smartphone. Die Software wurde komplett selbst programmiert und besteht nicht aus vielen verschiedenen kleinen Softwares wie bei der Konkurrenz. Sie ist sehr leicht in einem Unternehmen installiert und intuitiv benutzbar. Wenn es mal ein Problem geben sollte, kann es über das Internet direkt behoben werden. Genau damit hebt sich Paycom von anderen Unternehmen ab.

Aktuell vertrauen 26.500 Kunden Paycom. Damit verwaltet das Unternehmen rund 5 Mio. Arbeitsplätze. Die meisten Kunden sind sehr klein und eher unbekannt. Mit Burger King und IHOP kann das Unternehmen jedoch auch ein paar internationale Größen zu seinen Kunden zählen. Gerade mal 7% der Kunden in 2019 sind zu einem Konkurrenten gewechselt. Es eher aufwendig, so eine Software zu entfernen, wenn man einmal Kunde ist.

Mit der Paycom APP übernehmen Mitarbeiter praktisch kostenlos die Arbeit der HR-Abteilung:

  • Sie tragen ihre persönlichen Daten ein
  • Stempeln ihre Arbeitszeit
  • Stellen Urlaubsanträge
  • Können ihre Gehaltsabrechnung einsehen
  • Prüfen, ob sie die Anforderungen für ihren Bonus erfüllen

Paycom ist aber nicht nur für Angestellte und Führungskräfte, auch der HR-Abteilung bietet Paycom einen enormen Mehrwert:

  • Die Software lädt Stellenausschreibungen automatisch auf alle wichtigen Jobbörsen hoch
  • Macht Background-Checks für Bewerber
  • Trackt die Entwicklung der Mitarbeiter
  • Schlägt talentierte Mitarbeiter für Beförderungen vor
  • Prüft die Auslastungen von Abteilungen und Personal und gibt Verbesserungsvorschläge

Die Umsätze verteilen sich wie folgt:

Abo-Umsätze 98%

Hier verdient Paycom mit Software-Abos der Kunden verdient, die monatlich bezahlt werden. Es gibt eine Grundgebühr und eine Gebühr, die von der Anzahl der Mitarbeiter und den gebuchten Funktionen abhängt. Paycom ist ein Premiumanbieter, deshalb sind diese Gebühren im oberen Bereich. Für kleinere Unternehmen und geringen Funktionsumfang kann man mit mindestens 15 USD pro Mitarbeiter im Monat rechnen. Bei vollem Umfang kann es aber auch bis 100 USD hochgehen. Die Payroll-Funktion muss dabei immer abonniert werden. Aber nur ein Drittel aller Kunden benutzt mehr Software als die Payroll-Funktionen. Hier gibt es also noch viel Potenzial.

Paycom fokussiert sich auf Unternehmen, welche zwischen 50 und 5.000 Mitarbeiter beschäftigen. Damit ist das Paycom im Markt mittelständischer Unternehmen, konzentriert sich aber trotzdem auch auf größere Unternehmen. Das System funktioniert in beiden Märkten ganz gut, weil es mit Unternehmen sehr gut mitwachsen kann. Dadurch hat Paycom seinen Markt vergrößert, ohne zusätzliche neue Software programmieren zu müssen.

Einmal-Umsätze 2%

In diesem Segment verdient Paycom Geld mit der Einrichtung von Software. Neukunden müssen erstmal ihre Software richtig einstellen. Steuerformulare müssen eingetragen werden etc. Paycom nimmt dafür eine kleine, einmalige Gebühr von etwa 1.000 USD. Es fällt außerdem eine einmalige Gebühr an, wenn Paycom einem Kunden nachträglich weitere Funktionen freischaltet.

Dividende

Aktuell schüttet Paycom keine Dividende aus. Das Unternehmen fokussiert sich voll und ganz auf weiteres Wachstum. Mit Erfolg: Das Umsatzwachstum lag in den letzten 5 Jahren bei durchschnittlich 30%, das Gewinnwachstum sogar bei 46%. Gemäß Peter Lynch ist Paycom mit diesem phänomenalen Wachstum natürlich ein Fast Grower.

Paycom AAQS AlleAktien Qualitätsscore


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