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Aktie Analyse

The Trade Desk Aktie Analyse

WKN
A2ARCV
Symbol
TTD
Sektor
Technologie
Investor Relations
Investor Relations

The Trade Desk bietet eine Technologie-Plattform zur Platzierung von digitalen Werbeanzeigen an. The Trade Desk wächst um 33% pro Jahr, ist hoch profitabel, nicht verschuldet und Branchenführer im sogenannten „Programmatic Advertising“.

Sie finden die profitabelsten Werbeplätze im Internet und machen alle Kosten vergleichbar. Die Idee von Trade Desk ist: eine Software für werbende Unternehmen und Agenturen zu bauen, die zur ersten Anlaufstelle für alle Werbeausgaben wird. Die Software findet dann in Echtzeit die besten und günstigsten Werbemöglichkeiten im Internet. Auf diese Weise will The Trade Desk erstmals nicht nur Messbarkeit, sondern vor allem Transparenz und Vergleichbarkeit im Online-Werbedschungel schaffen. Das Unternehmen will Werbetreibenden helfen, Konsumenten besser zu erreichen. Die cloudbasierte Softwarelösung ermöglicht es, Werbung auf zahlreichen unterschiedlichen Plattformen zu schalten und deren Wirksamkeit zu überprüfen.

Die Gründungsgeschichte des Unternehmens ist recht kurz. Das Unternehmen wurde erst 2009 von Jeff Green und einem Kollegen von Microsoft gegründet. Vor The Trade Desk baute er das Vorgängerunternehmen AdECN auf, das von Microsoft aufgekauft wurde und nun das Herzstück von Microsofts Werbegeschäft ist. Seit 2012 ist es möglich, über The Trade Desk Facebook-Anzeigen in Echtzeit zu kaufen, und 2016 ging das Unternehmen an die Börse. 2017 entwickelte The Trade Desk OpenRTB (Open Real-Time-Bidding), einen neuen Transparenzstandard, bei dem Kunden/Bieter jeden einzelnen ausgegebenen Euro nachvollziehen können: Wo wurde das Geld ausgegeben und welcher Mittelsmann hat wie viel Geld als Provision verdient. Diese Fragen erklären das Problem.

CEO ist der Gründer Jeff Green, der die Branche sehr gut kennt und bereits den Vorgänger von The Trade Desk entwickelt und als erfolgreiches Unternehmen im Werbemarkt an Microsoft verkauft hat. Er hält auch knapp 11 % der Anteile.

Branchenanalyse

Der Trade Desk ist hauptsächlich im Online-Werbemarkt tätig, vermittelt aber auch klassische Printwerbung oder TV-Werbung. Dieser Markt ist sehr zyklisch, denn in einer Krise wird als erstes am Marketing gespart, da die Kosten sofort gesenkt werden können. Das spiegelt sich auch an der Börse wider. Der Trade Desk stürzte im Februar 2020, mitten in der Corona-Pandemie, um -50 % ab. Nachdem jedoch im Mai 2020 klar wurde, dass The Trade Desk von Corona profitieren würde, schoss die Aktie ebenso schnell nach oben. The Trade Desk löst das Problem der Werbemonopole. Unternehmen wie Facebook und Google können aufgrund ihrer Größe und Reichweite Preise festlegen, die nicht fair sind. Der Trade Desk schafft Transparenz und Vergleichbarkeit von Werbeflächen für Unternehmen. Der Trade Desk verkauft keine eigenen Werbeflächen, sondern tritt nur als Vermittler auf und erhält dafür eine Provision.

Geschäftsmodell

The Trade Desk verkauft seine Software in erster Linie an große, weltweit-agierende Marketingagenturen. Diese Marketingagenturen betreuen z.B. Coca Cola oder McDonald’s.

The Trade Desk verdient Geld auf zwei Arten:

  1. 95% Provision: The Trade Desk streicht, abhängig vom verwendeten Kanal, zwischen 5 und 20% Provision des ausgegebenen Marketingbudgets ein. Alle Kosten sind dabei sehr transparent ausgewiesen und man kann sogar detailliert verfolgen, wie sich jeder ausgegebene Euro auf alle Plattformen und Provisionen hin aufteilt. Dieser Bereich macht aktuell 95% des Umsatzes aus.
  2. 5% Value-Added-Services (Daten und Analytik-Werkzeuge): Marketing-Agenturen können zusätzliche Software-Pakete dazubuchen. Das können zusätzliche, freie Datenanbieter sein oder Software zur Auswertung und Analyse der Daten (von The Trade Desk selbst). Dieser Bereich ist noch klein, aber wächst enorm.

The Trade Desk gewinnt die meisten seiner Kunden über Connected TV, d. h. über Videoinhalte, die mit dem Internet verbunden sind: SmartTVs, YouTube, Videowerbung auf anderen Websites oder Livestreaming. Die Besonderheit in diesem Bereich ist, dass die Daten messbar sind, also nachweisbar ist, wie viele Menschen die Werbung sehen und wie stark sie darauf reagieren, und die Online-Bereiche immer präsenter werden, während Print- oder TV-Werbung an Relevanz verliert, außerdem ermöglicht The Trade Desk Transparenz, den Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern und auch, was mit jedem eingesetzten Euro passiert. So können sie sich schnell beweisen, denn diese Methode ist viel effizienter. Mit Connected TV kann man für ein paar hundert Euro verschiedene Werbungen testen und jedem Zuschauer die Werbung zeigen, die perfekt auf ihn zugeschnitten ist. Das alles lässt sich auf den Cent genau messen. Ziel ist es, dass der Kunde aufgrund dieses Aha-Effekts sein gesamtes Werbebudget bei The Trade Desk verwaltet. Denn genau das ist bisher das Problem: The Trade Desk hat nur wenige Kunden. 820 Marketingagenturen generieren 100% des Umsatzes. Zwei davon machen jeweils mehr als 10% des Umsatzes aus. Das Unternehmen ist eindeutig auf Wachstum eingestellt, solange es seinen Prinzipien treu bleibt: Unabhängigkeit, Transparenz, Objektivität von Werbeflächen und Preisen und sie halten ihren Provisionsanteil niedrig, gibt es hier noch viel Wachstumspotenzial.

Insofern sind die Geschäftsbereiche auch an die Wachstumszahlen angepasst und leider sind außer dem Anteil der Videowerbung (50 % des Umsatzes) keine Details über die Verteilung der Einnahmen bekannt. Connected TV ist im Jahr 2019 um 100 % gewachsen, und die Bereiche sind Smart TV, Hulu, Twitch und YouTube. Der Kanal Mobile Video ist um 74 % gewachsen, dabei handelt es sich um Videowerbung in Apps, bei Audio beträgt das Wachstum 60 %, dabei handelt es sich um Podcasts, Spotify und Soundcloud. Zwei kleinere Sektoren, Live Video und Podcasting, verzeichnen ebenfalls ein Wachstum von über 30%.

Das Betriebssystem von Trade Desk wird beim Kunden installiert und ist permanent konfiguriert, enthält alle Daten, welche Kampagnen funktionieren, welche nicht? Welche Texte, Bilder und Videoclips generieren die meisten Verkäufe? Je mehr Daten und Experimente Sie gemacht haben, desto besser und profitabler können Sie in Zukunft Anzeigen schalten. Da es sich um einen Plattformmarkt handelt, müssen wir beide Seiten betrachten.

Buy Side: Käufer von Werbeplätzen wie Coca Cola oder McDonalds

Mit The Trade Desk kann man ast 4 Mrd. Menschen erreichen— so viel wie auf keiner anderen Plattform der Welt (Referenz: Facebook hat nur 2,2 Mrd. monatliche Nutzer). Dabei ist es nicht wichtig, nur Menschen anzusprechen, für die das Thema relevant ist, denn bei solchen Zahlen sind das nur noch Wahrscheinlichkeiten.

Sell Side: Verkäufer von Werbeplätzen wie YouTube, Zeitungen, Instagram

Je mehr Buy Side Käufer es gibt, desto attraktiver ist dieser Markt für mich, denn ich kann meine Plattform dem anbieten, der mir am meisten Umsatz beschert und ich mehr vom Werbebudget abgreifen kann.

The Trade Desk sieht sich nicht als Konkurrenz zu Facebook und Google sehen. Sie verkaufen keine Werbeplätze, sondern vermitteln sie nur. Aber sie sind der direkte Ansprechpartner für alle Werbetreibenden. Damit entziehen sie Facebook und Google den direkten Zugriff zu den Werbetreibenden.

The Trade Desk AlleAktien Qualitätsscore

The Trade Desk erreicht im AlleAktien Qualitätsscore 10 von 10 Punkten