Währungsrisiko bei Aktien

Ein Aktienkauf in einer Fremdwährung beinhaltet immer auch ein Währungsrisiko, denn Währungsschwankungen wirken sich den Gewinn oder Verlust einer Aktie aus. Wenn der Euro zum Beispiel gegenüber dem US-Dollar sinkt, also abgewertet wird, ist das für Käufer kein Grund zur Freude. Der Euro verliert an Wert und demnach muss man für Aktien, die in Dollar gehandelt werden, mehr bezahlen.

 

Wie entsteht ein Währungsrisiko bei Aktien?

Wie stark eine Währung gehandelt wird, hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung des jeweiligen Landes ab. Je sicherer die Wirtschaftslage und je stärker deren Wirtschaft, desto teurer die Währung. Ein Währungsrisiko existiert immer dann, wenn eine Anlage, also zum Beispiel ein Aktienkauf, nicht in der eigenen Landeswährung, sondern in einer Fremdwährung getätigt wird. Denn dann treffen zwei Währungen aufeinander, die in Relation zueinander stehen, respektive deren Wert voneinander abhängig ist. So kann der Wert des US-Dollars beispielsweise in Euro angegeben werden und umgekehrt. Auf diese Weise kann eine Währung gegenüber einer anderen Währung im Wert sinken oder steigen. Devisenhändler versuchen, von diesen Währungsschwankungen zu profitieren, indem sie Dollar für Euro kaufen, wenn der Euro viel Wert ist und tauschen die Dollar gegen Euro, wenn der Euro an Wert gegenüber dem Dollar eingebüßt hat.

 

Wechselkursschwankungen erhöhen das Risiko bei Aktien

In Aktien zu investieren, ist grundsätzlich mit Risiken verbunden. Bei ausländischen Aktien tragen die Wechselkursschwankungen zwischen 16 und 40 Prozent zum Gesamtrisiko von Aktienanlagen bei. Gemessen wird dieses Risiko in der Regel anhand der Volatilität . Sie gibt an, wie stark die Rendite einer Anlage um ihren Mittelwert schwankt.

Gerade bei Ländern mit unsicheren politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten oder hoher Inflation ist Vorsicht beim Aktienkauf geboten. Diese Währungen können sehr rasch massiv an Wert verlieren, was zu einem großen Kursverlust der Aktien führen kann. Und letztendlich zu hohen Verlusten für den Anleger.

 

Kursschwankungen bei ausländischen Aktien

Wie sind nun konkret Aktien von Kursschwankungen betroffen? Angenommen man hat Aktien eines amerikanischen Konzerns gekauft, dann hat man diesen Kauf in Dollar getätigt. Natürlich kann man den Kurs der Aktie auch in Euro verfolgen, aber gehandelt wird die Aktie am Ende des Tages in Dollar. Daher ist es möglich, dass sich der Aktienkurs in Dollar anders entwickelt als der Aktienkurs in Euro. Diese Differenz liegt unter anderem an den Wechselkursschwankungen. Gäbe es diese nicht, wäre die Entwicklung der Aktie (prozentual gesehen) in allen Währungen identisch.

Wenn man also Aktien in einer Phase gekauft hat, in der der Dollar mehr wert war als der Euro, dann hat man alleine auf Grund des Wechselkurses teuer eingekauft. Verkauft man in einem solchen Moment, bekommt man mehr Euro für seine Aktien.

 

Absicherung von Aktien mit Währungsrisiko

Eine Wechselkursabsicherung von Aktieninvestitionen ist ein schwieriger Balanceakt. In gewissen Fällen ist eine Absicherung des Risikos einer Auslandsanlage tatsächlich möglich. Oft ist der Preis für mehr Sicherheit aber eine geringere Rendite. Somit hängt es von der Risikoneigung und den Anlagezielen des Anlegers ab, ob eine Absicherung des Währungsrisikos sinnvoll ist oder nicht.

Die Absicherung des Währungsrisikos nennt sich Hedging. Ob sich dieses lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Was ist die Inlandswährung des Anlegers?
  • In welcher Fremdwährung wurde investiert?
  • Über welchen Zeithorizont wird die Anlage getätigt?
  • Um welche Anlageklassen handelt es sich, rsp. welche Anlageklassen sind im Portfolio enthalten?
  • Welche Korrelation existiert zwischen den einzelnen Anlageklassen und den jeweiligen Wechselkursen?

 

 

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