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Aktie Analyse

Altria Aktie Analyse

WKN
200417
Symbol
MO
Sektor
Nichtzyklischer Konsum
Webseite
Altria
Investor Relations
Investor Relations

Altria ist eines der größten Tabakunternehmen der Welt. Das Unternehmen stellt Zigaretten der Marke Marlboro her und bedient damit ausschließlich den US-Markt. Die internationalen Aktivitäten der Marke Marlboro sind im Spin-Off Philip Morris gebündelt.

Konzernstruktur der Altria Group und Philip Morris
Im Jahre 2003 wurde das Unternehmen Philip Morris Companies Inc. in “Altria Group” umbenannt.
2008 wurde das internationale Tabakgeschäft in einem Spin-Off abgespalten und als Philip Morris International an die Börse gebracht. Die Altria Group behielt unter dem 100 %igen Mutterunternehmen Philip Morris USA den gesamten Tabakvertrieb in den Vereinigten Staaten.
Mittlerweile hält die Altria Group auch andere Beteiligungen.

Management
Chief Executive Officer der Altria Group ist der US-amerikaner Billy Gifford. Er trat 1994 in das Unternehmen und übernahm zahlreiche Managementfunktionen. Zuletzt war er Chief Financial Officer der Altria Group, bevor er 2020 zum CEO berufen wurde.

Das Altria-Geschäftsmodell

Das Zigarettengeschäft

Das klassische Zigarettengeschäft der Altria Group ist leicht zu verstehen. Tabak wird enorm günstig von Tabakbauern erworben und dann hochautomatisiert mit Zigarettenpapier und Filter zu einer fertigen Zigarette verarbeitet. Dabei sind die Herstellungskosten je Zigarette enorm gering, die Margen dementsprechend hoch.

Die Zigarettenmarke Marlboro hat auf dem US-Markt einen Marktanteil von mehr als 40 %. Die abgesetzten Zigaretten fallen seit Jahren und rund 4 % pro Jahr ab. Gleichzeitig können die Preise um ca. 5 % pro Jahr angehoben werden, sodass Umsatz und Gewinn stetig steigen.
Der Verkauf von Zigaretten ist mit Abstand der wichtigste Umsatz- und Gewinntreiber des Konzerns.

Rauchfreie Alternativen

Natürlich ist sich das Management bewusst, dass diese Preiserhöhungen im Zigarettengeschäft ein Spiel gegen die Zeit ist. Irgendwann ist der Punkt erreicht, bei dem Preiserhöhungen die Mengenreduktion nicht mehr ausgleichen können.
Deshalb investiert Altria in gesündere Alternativen, um den süchtigen Kundenstamm an sich zu binden:

Oraltabak
Altria vertreibt unter den Marken Skoal, Read Seal und Husky klassischen Oraltabak. Unter der Marke on! verkauft das Unternehmen “Nicotine Pouches”, also tabakfreie Nikotinbeutel. on! hat einen Marktanteil von 80 % für tabakfreie Nikotinbeutel in den Vereinigten Staaten.

E-Zigaretten
Durch eine strategische Beteiligung an JUUL ist Altria im Geschäft für E-Zigaretten vertreten.

Tabakerhitzer
Unter der eigenen Marke IQOS verkauft Altria Tabakerhitzer, die gesündere Alternativen zu klassischen Zigaretten darstellen sollen. Diese werden aktuell jedoch nicht in der USA vertrieben.

Beteiligungen
Altria besitzt ein Aktienpaket von 203 Mio. Aktien des weltgrößten Bierherstellers, Anheuser-Busch InBev. Aktuell ist dieses ca. 12 Mrd. USD wert, was immerhin fast 15 % der Marktkapitalisierung von Altria entspricht.
Bis zum 10. Oktober 2021 war dieses Aktienpaket gesperrt, durfte also nicht verkauft werden. Jetzt hätte Altria die Möglichkeit Teile davon, oder das gesamte Aktienpaket zu verkaufen.

Weiterhin hat das Unternehmen Ende 2018 einen 35%-Anteil am führenden E-Zigarettenunternehmen der Welt, JUUL, für 12,8 Mrd. USD erworben.

Altria hält zusätzlich einen 45%-Anteil am Cannabisproduzenten Cronos (Wert ca. 2 Mrd. USD). Bis vor kurzem hielt das Unternehmen ebenfalls Anteile im Wert von 1,2 MRd. USD am Weinhersteller Ste. Michelle Wine Estates. Diese Anteile nun aber verkauft und sollen den Aktionären in Form von Aktienrückkäufen zugutekommen.

Bilanz und Kennzahlen von Altria

Historisch konnte die Altria Group sowohl Umsätze als auch operativen Gewinn stetig steigern, und das, obwohl die Anzahl der Raucher in den USA jährlich nachlässt – und das stärker, als im Rest der Welt. Grund dafür sind die stetigen Preiserhöhungen der Marlboro-Marke. Die Gewinnmarge kratzt an den 50 % und wurde damit gegenüber 2008 (30 %) enorm gesteigert.

Aktuell hat Altria langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 27 Mrd. USD und eine Nettoverschuldung von rund 25 Mrd. USD. In Relation zum operativen Ergebnis von 8 Mrd. USD ergibt sich daraus eine Nettoverschuldungsquote von 3. In 3 Jahren könnten also theoretisch alle Schulden aus dem operativen Ergebnis getilgt werden. Das ist – besonders hinsichtlich der stabilen, planbaren Cashflows aus dem Tabakgeschäft – ein unproblematischer Wert.

Tatsächlich macht es aktuell für Altria finanziell mehr Sinn, Aktien zurückzukaufen, als Schulden zu tilgen. Momentan zahlt das Unternehmen genau 4 % Zinsen auf langfristige Verbindlichkeiten, aber eine Dividendenrendite von 7,7 % auf den aktuellen Kurs. Mit jeder Aktie, die das Unternehmen zurückkauft, entfallen diese Dividendenzahlungen.
Das Zurückkaufen von Aktien entspricht in diesem Fall also übertragend der Tilgung eines Kredits mit 7,7 % Zinsen. Dazu kommen natürlich die Vorteile für Investoren, die sich aus einem Buyback ergeben.

Altria ist ein richtiger Dividendenaristokrat. Seit über 50 Jahren wurde die Dividende stetig angehoben. 2021 erhielten Investoren 3,53 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet. Diese hohe Rendite gibt es aber nicht ohne Grund: Das Geschäftsmodell von Altria steht unter Druck. Regulierungen im US-Markt und die Unattraktivität der Zigarette sind Probleme, die in Zukunft vermutlich weiter zunehmen werden.

Altria AlleAktien Qualitätsscore

AlleAktien-AAQS-Qualitätsscore-Qualitätsaktie-Bewertung-Altria-Aktie-kaufen-News-Chart

Altria erzielt im AlleAktien Qualitätsscore ein gutes Ergebnis: Das Unternehmen erreicht 8 von 10 Punkten.