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Aktie Analyse

Ansys Aktie Analyse

WKN
901492
Symbol
ANSS
Sektor
Technologie
Webseite
Ansys
Investor Relations
Investor Relations

Ansys ist der Weltmarktführer für Simulationssoftware. Die Simulationen ermöglichen es Ingenieuren, Wechselwirkungen zwischen Strukturen, Wärmeübertragung, Flüssigkeiten etc. innerhalb einer Simulationsumgebung zu simulieren. Dafür bietet Ansys Industrieunternehmen eine Software-Plattform an mit der sie ihre Produkte digital testen und entwickeln können. Die Kunden müssen von ihren Produkten nur ein digitales CAD-Modell erstellt haben und können anschließend die einzelnen Funktionen testen. Das können Eigenschaften wie die Belastbarkeit oder der Strömungswiderstand sein, aber auch für Zukunftsthemen wie autonomes Fahren und 5G bietet Ansys Softwarelösungen an.

Ansys Kunden sitzen hauptsächlich in der Automobil-, Luftfahrt und Halbleiterindustrie. In diesen Bereichen sind die Güter besonders wertvoll und Produktfehler führen zu sehr teuren Rückrufen und Schadensersatzklagen. Da Ansys den Ruf als bester Anbieter von Simulationssoftware hat, ist Ansys bei den Weltmarktführern gefragt. Zudem gibt es eine konstante Qualitätssicherung, die Fehler frühzeitig vermeidet. Unternehmen wie Daimler, Airbus und TSMC vertrauen auf Ansys' Expertise und sparen jedes Jahr Millionen Euro an Kosten, weil sie Produkte digital viel schneller und günstiger testen können als mit echten Prototypen. Ansys Simulationssoftware läuft im Abo-Modell, sodass ein lfd. Cashflow generiert wird.

Geschichte

1970 wurde Ansys von John Swanson unter dem damaligen Namen Swanson Analysis Systems Inc. gegründet. Die Idee seiner Gründung war es das physikalische Verhalten von Gegenständen (FEM - Fine-Element-Methode) nicht per Hand, sondern computermodelliert zu erproben. Für dieses Vorhaben entwickelte und vermarktete er die Ideen in Eigenregie.

1993 verkaufte Swanson sein Unternehmen an Finanzinvestoren, die es 1996 an die Börse brachten. Heutzutage hat sich Ansys als Weltmarktführer für Simulationssoftware mit 20% Marktanteil etabliert. Das Unternehmen verfügt weltweit über 75 strategische Vertriebsstandorte und hat mehr als 250 Partner weltweit. Dazu kommen 150 Channel Partner + mehr als 450 Patente und die Zusammenarbeit mit mehr als 2.750 akademischen Einrichtungen in 92 Ländern. Die Student Software wurde insgesamt mehr als 1,4 Millionen mal gedownloadet.

Ansys ist Mitglied des S&P 500 und NASDAQ-100. Die aktuelle Mitarbeiteranzahl liegt derzeit bei ca. 4.900 Mitarbeitern. Der CEO ist seit 2017 Ajei S. Gopal und der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Canonsburg, Pennsylvania.

Wichtige Werte, die das Unternehmen vertritt sind Kundenorientierung, Ergebnisse und Transparenz, Innovation, Transparenz und Integrität, Beherrschung, Eingliederung, Sinn für Dringlichkeit und Kollaboration und Teamarbeit. Ansys genießt ein hohes Ansehen und ein gutes Image und legt daher viel Wert auf seine Kunden und die Transparenz des Prozesses.

Geschäftsmodell

Ansys dient als Schnittstelle von Informationstechnologie und Industrie. Sie vertreiben ihre Simulationstechnologien in Bereichen, wie Ansys Workbench, Fluids oder Electronics über ein Netz aus Wiederverkäufern und Distributoren, Vertriebspartnern und weltweiten Vertriebsniederlassungen. Das Unternehmen arbeitet zu 80% mit dem eigenen Vertrieb. Dabei bietet das Unternehmen eine Cloud-Plattform. Das bedeutet, dass die Kunden ein Abo-Modell mieten und jede Simulation laufen lassen können. Über das Abomodell erhält man immer die neueste Software, wodurch man eine bessere Kundenbindung generieren kann. Die Kosten pro Lizenz liegen je nach Umfang zwischen 5.000,00 und 50.000,00 USD p.a. Die Ansys Workbench ist der Rahmen, auf dem die Unternehmens-Applikationssuite aufgebaut ist. Im Workbench Auswahl Modul, wurde vor einigen Jahren auf das Cloud-Modell umgestellt. Die Ansys-Plattform befindet sich in der Azure Cloud. Über 58% der Lizenz-Umsätze stammen aus der Cloud. Über Fluids lassen sich Flüssigkeistsströmungen und andere damit zusammenhängende physikalische Phänomene modellieren und Electronics bietet eine Feldsimulationssoftware für die Konstruktion von elektronischen und elektromechanischen Produkten an.

Zusätzlich gibt Ansys ihre Software an Studenten aus aller Welt weiter, damit diese die Vorteile von Ansys lernen und somit zu Markenbotschaftern werden und das Unternehmensimage weiter beflügeln.

Durch bis zu zwei Unternehmenskäufen p.a. probiert Ansys auch sein Ökosystem weiter auszubauen, um eine vielfältige Produktpalette für jeden Bereich zu etablieren und seinen Marktanteil weiterhin auszubauen.

Dazu setzt Ansys auf Qualität. Die Produktentwicklung-, Test-, Wartung- und Supportprozesse erfüllen die Qualitätsanforderungen der United States Nuclear Regulator Commission. Die Designanalyse-Software ist die erste innerhalb des Qualitätssystems, die mit ISO 9001 zertifiziert ist und international anerkannte Qualitätsstandards erfüllt.

Durch die Ansys Simulationssoftware sparen die Hersteller viel Geld, da die Simulation die Markteinführung beschleunigt, die Herstellungskosten (z.B. durch die Vermeidung teuer zu bauender Prototypen) senkt, die Qualität verbessert und die Risiken reduziert. Dennoch gibt es auch Risiken, die auf Ansys zukommen können. Etwa eine Fehlprogrammierung oder Fehlkonstruktion könnten Schäden in Milliardenhöhe verursachen und der dadurch entstehende Vertrauensverlust würde zu einem hohen Imageschaden führen und die Kunden ggf. zur Konkurrenz abwandern lassen.

Die wichtigsten Einzelmärkte sind für Ansys die USA, Deutschland und Japan. 48% der Umsätze stammen aus Amerika, 28% aus Europa und 24% aus Asien. Insgesamt ist kein Einzelkunde für mehr als 5% der Umsätze verantwortlich. Die drei wichtigsten Kundengruppen (Informationstechnologie-/Halbleiter-, Luft und Raumfahrt und Automobilbranche) sind für 69% des Umsatzes verantwortlich.

Ansys setzt auf Partnerschaften und integriert ihre Workbench in die Software der Unternehmen der Designbranche etc. oder bietet offene Schnittstellen an. Wichtige Partner sind unter anderem SAP und Microsoft.

Branchenanalyse

Der Markt der Simulationssoftware wächst mit 15% p.a. und ist ein attraktiver Platz durch die Abo-Umsätze und den damit verbundenen lfd. Cashflow. Zudem lässt dieses Geschäftsfeld große Kunden, wie Airbus, Samsung, Nestle, Microsoft, TSMC, ThermoFisher Scientific, SAP, Volvo etc. gewinnen, wodurch sich ein weltweit gutes Image aufbauen lässt.

Prototypen und Kleinserien sind sehr kostenintensiv und zusätzlich geht viel Zeit verloren. Der moderne Schlüsselprozess lautet Computer Aided Engineering (CAE). Damit werden die Produkte digital getestet, ohne sie physisch zu produzieren. Es gibt verschiedene Arten der CAE-Software: FEM (Finite Element Method), CFD (Computional Fluid Dynamics), CEM (Computional ELectromagnetics), EDA (Electronic Design Automation).

Durch die große Bandbreite an Kunden aus den verschiedensten Branchen liegt eine große Diversifizierung vor, wodurch man sich durch Branchenabschwünge besser schützen kann und nicht so hart betroffen ist und auf der anderen Seite ohne zyklische Risiken z.B. vom Aufschwung der Industrie- und Halbleiterbranche profitieren kann.

Konkurrenten in diesem Bereich sind für Ansys z.B. MathWorks, Dassault Systèmes, Siemens, Gegaste, Vossloh, LPKF Laser und Kadence Design, die sich auf Simulationssoftware für Elektronik spezialisiert haben. In der Branche ist Ansys aber profitabler als seine Konkurrenten und wächst stärker. Dennoch gilt Dassault Systèmes als interessante Alternative, weil sie 100% der Wertschöpfungskette abdecken. MathWorks genießt einen ähnlichen Ruf wie Ansys, aber ist nicht an der Börse gelistet.

Durch den digitalen Fortschritt werden immer wieder neue Herausforderungen, aber auch Chancen an die Simulationssoftware gestellt. Themen, wie Strahlung, Vernetzung und auch Lichtbrechung werden relevanter, desto besser die Produkte werden.

Der Simulationsmarkt gilt als fragmentiert, da es viele Unternehmen für Simulationslösungen gibt und sich die vier größten Anbieter den halben Markt teilen.

Es ist schwierig die Programme auf manche Branchen zu übertragen. Z.B. für die Papverpackungsbranche lohnen sich keine Simulationen, weil dieses Vorhaben zu kostenintensiv ist.

Finanzdaten

Bisher schüttet das Unternehmen keine Dividende aus und kauft lieber Aktien zurück. Im Schnitt wurden in den letzten Jahren 0,7% der Aktien p.a. vom Markt genommen. Zudem nutzt Ansys die Gewinne für Investitionen, um sich weiter von der Konkurrenz abzusetzen.

Ihre operative Marge lag in der Vergangenheit bei 35% und nach Peter Lynch ist das Unternehmen ein Fast-Grower.

Der Markt wächst mit über 15% p.a. und bietet Potenzial, Marktanteile von der Konkurrenz zu gewinnen.

Ansys AlleAktien Qualitätsscore

Im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) erzielt Ansys 10 von 10 Punkten. Das Unternehmen zählt zu den Top-Qualitätsunternehmen der USA.

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