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Aktie Analyse

CrowdStrike Aktie Analyse

WKN
A2PK2R
Symbol
CRWD
Sektor
Informationstechnologie
Webseite
CrowdStrike
Investor Relations
Investor Relations

CrowdStrike ist führender Anbieter für cloudbasierte Cybersecurity. Die Dienstleistungen des Unternehmens belaufen sich hauptsächlich auf Endgeräteschutz, Aufklärung über Bedrohungen und Reaktionsdienste für Cyberangriffe.

Das Unternehmen mit Sitz in Sunnyvale, Kalifornien wurde 2011 von George Kurtz, Dmitri Alperowitsch und Gregg Marston gegründet. 2013 brachte das damals noch junge Startup sein erstes Produkt, CrowdStrike Falcon, auf den Markt, das in erster Linie in der Endgerätesicherheit Verwendung fand. 2014 arbeitete das Cybersicherheitsunternehmen an großen Projekten mit, durch die sie erste größere Bekanntheit erlangen konnten. Sie unterstützten beispielsweise das Democratic National Comitee (DMC) der USA mit ihrer Expertise in der Gewährleistung der digitalen Sicherheit. Des Weiteren half CrowdStrike dabei, die Verantwortlichen für eine Cyberattacke auf Sony Pictures Entertainment ausfindig zu machen. Nach größeren Erfolgen dieser Art fanden viele Investoren Interesse an CrowdStrike. So investierte zum Beispiel Google in der ersten Finanzierungsrunde in CrowdStrike. Darauf folgten weitere erfolgreiche Finanzierungsrunden, mit denen das Unternehmen im Zeitraum von 2015 bis 2019 insgesamt 490 Mio. USD von großen Investoren einsammeln konnte. CrowdStrike erreichte 2017 den nächsten Meilenstein: Das Unternehmen wurde erstmals mit mehr als 1 Mrd. USD bei einem geschätzten Jahresumsatz von 100 Mio. USD bewertet. Im Juni 2018 belief sich der Wert des Unternehmens bereits auf mehr als das Dreifache.

CrowdStrike setzt sich selbst eine Hauptmission: We stop breaches, was so viel bedeutet, wie: „Wir stoppen Sicherheitslücken“. Diese Mission lässt sich jedoch auf jedes Cybersicherheitsunternehmen anwenden. CrowdStrike erfüllt diese Mission aber wie kein zweites Unternehmen. Unter Informatiker und Cybersecurity-Experten gilt CrowdStrike deshalb als renommierteste Lösung in seinem Bereich. Ähnlich wie es Apple für Smartphones oder Salesforce für den Vertrieb sind.

IPO

Der Börsengang des Unternehmens folgte 2019. CrowdStrike ging zu einem Aktienkurs von 34 USD pro Aktie an die Börse und wird unter dem Ticker CRWD an der NASDAQ gelistet. Der Börsengang spülte über 600 Mio. USD in die Kassen des Cybersecurity-Unternehmens. Mit dem neu erworbenen Kapital wurde weiter expandiert. Das Unternehmen kaufte zwei weitere Unternehmen, die sich gut in das Geschäftsmodell von CrowdStrike integrieren ließen. CrowdStrike übernahm noch im gleichen Jahr den Zero-Trust-Anbieter Preempt Security und die Log-Management-Plattform Humio.

Der Aktienkurs hat sich seit dem IPO mehr als ver-10-facht. Die Marktkapitalisierung beläuft sich heute auf über 45 Mrd. USD.

Management / Aktionärsstruktur

George Kurtz ist sowohl Gründer als auch CEO von CrowdStrike. Er hält mit 9% der ausstehenden Aktien des Cybersicherheitsunternehmens den größten Anteil von allen individuellen Privatinvestoren. Seine insgesamt 13 Mio. Aktien von CrowdStrike bilden den Großteil seines ca. 4 Mrd. USD-schweren Vermögens. Für Anleger ist das ein gutes Zeichen.

George Kurtz kennt die Branche und das sein Unternehmen wie niemand sonst. Er hat insgesamt 28 Jahre Berufserfahrung in der Cybersicherheit-Branche. Außerdem studierte er Buchhaltung. Kurtz gründete 1999 das erste Mal. Sein erstes eigenes Unternehmen, Foundstone, bot verschiedene Cybersicherheitsprodukte und –dienstleistungen an. Foundstone war ein voller Erfolg und wurde an McAfee, wo er später auch arbeitete, verkauft. Vor seiner Zeit als Gründer und CEO von CrowdStrike sammelte er Erfahrung im Management als Chief Technology Officer (CTO) beim seinem alten Arbeitgeber McAfee.

Branche

Mit einer zunehmend digitalisierten Welt benötigt man auch zunehmend mehr Schutz. Cyberattacken werden häufiger, Daten werden strenger reguliert müssen besser geschützt werden. Deshalb wird erwartet, dass die Cybersecurity-Branche langfristig mit ca. 10% jährlich wächst. Ein gutes Zeichen für das Geschäftsmodell von CrowdStrike.

Der Begriff „Cybersecurity“ lässt sich grob in vier Segmente aufteilen. Diese sind: Legacy, Alternative Endpoint, Netzwerk und Cloud Endpoint. CrowdStrike findet sich im Bereich Cloud Endpoint wieder. Cloud-Endpoint-Sicherheitssysteme sind auf den Schutz von Cloud-Netzwerken spezialisiert. Zudem bieten sie ihre IT-Lösungen oft selbst in einem Cloud-Modell an. Wesentliche Konkurrenzunternehmen sind beispielsweise Zscaler und SentinelOne. CrowdStrike konnte in den vergangenen Jahren gegen Legacy-Anbieter und andere Cybersecurity-Dienstleister durchsetzen und seinen Marktanteil stark vergrößern. 2020 lag der Marktanteil bei 9,2%.

Produkt

Das Produkt von CrowdStrike hat im Wesentlichen zwei Bestandteile: den Light-Weight-Agent (LWA) und dem CrowdStrike Threat Graph (CTG). Der Kunde kann seinen kompletten Sicherheitsapparat über den Light-Weight-Agent managen und versorgt so den CrowdStrike Threat Graph mit Daten. Der CTG ist das Gehirn der CrowdStrike-Applikation. Er ist in der Cloud und muss also nicht auf einem physischen Server beim Kunden betreut werden. Hauptfunktion des CTG ist das Erkennen von Sicherheitslücken und sonstigen Unregelmäßigkeiten. Der LWA und der CTG arbeiten also Hand in Hand und sind perfekt aufeinander abgestimmt, was dem Kunden das bestmögliche Endergebnis für seine Cybersicherheit bietet.

Geschäftsmodell

Professional Services: 8% des Umsatzes

Den kleineren Teil der Umsätze bilden die Professional Services. Professional Services von CrowdStrike sind einzelne Dienstleistungen, die in direktem Kontakt mit dem Kunden stattfinden. Darunter kann man sich eine Art Notfallhilfe bei Cyberattacken oder die Analyse bestehender Sicherheitssysteme vorstellen. Das lässt sich CrowdStrike nicht nur entlohnen, sondern die Professional Services haben auch einen anderen Vorteil: die Kundenakquise. CrowdStrike kann durch das Feststellen mangelnder Cybersicherheits-Systeme Kunden der Professional Services darauf hinweisen, dass sie selbst ein Produkt verkaufen, das vor zukünftigen Sicherheitslücken schützt.

Subscription: 92% des Umsatzes

Seinen Umsatz erwirtschaftet CrowdStrike fast ausschließlich mit Abonnements. Man macht sich die Bequemlichkeit der Menschen zu Nutze. Unternehmen und Kunden von CrowdStrike ändern nur ungerne Dinge, die bereits funktionieren. So gerät eine gewisse Sicherheit in das Geschäftsmodell von CrowdStrike. Ein weiterer Vorteil dieses Modells ist die hohe Skalierbarkeit, denn für ein neues Abonnement muss sich um kein zusätzliches Personal seitens CrowdStrike gekümmert werden. Ein simples Modell, das aber langfristig funktioniert.

Das Cybersecurityunternehmen verkauft vier verschieden teure Versionen seines Hauptprodukts Falcon: Falcon Pro für 8,99 USD pro Jahr, Falcon Enterprise für 15,99 USD pro Jahr, Falcon Premium für 18,99 USD pro Jahr und Falcon Complete. Für Falcon Complete gibt es keinen klaren Preis. Die Kunden bekommen den preisliche Gestaltung des Falcon Complete Abo-Modells auf Anfrage zugesandt. Alle Versionen dieser Hauptsoftware von CrowdStrike werden jährlich abgebucht und fallen pro Endgerät an.

Abo-Modelle von CrowdStrike

▲ CrowdStrike bietet vier verschiedene Abo-Modelle an. Alle lassen sich individuell auf die Bedürfnisse des Kunden anpassen. Die Laufzeit beträgt mindestens ein Jahr.

Dividende

CrowdStrike zahlt aktuell keine Dividende. Das Unternehmen sieht im jetzigen Marktumfeld keinerlei Gründe das erwirtschaftete Geld an seine Aktionäre auszuzahlen. Man setzt auf die Reinvestition des Kapitals, das dem Unternehmen zur Verfügung steht.

CrowdStrike AlleAktien Qualitätsscore

CrowdStrike erreicht 5 von 10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore. Trotz starkem Umsatzwachstum schaffte es das Unternehmen in den letzten Jahren noch nicht, einen positiven operativen Gewinn zu erwirtschaften. Für einen Fast-Grower, wie CrowdStrike es ist, typisch.

CrowdStrike AlleAktien Qualitätsscore

▲ CrowdStrike ist ein Fast-Grower: Im AlleAktien Qualitätsscore erzielt das Unternehmen 5 von 10 Punkten.


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