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Aktie Analyse

Peloton Aktie Analyse

WKN
A2PR0M
Symbol
PTON
Sektor
Zyklischer Konsum
Webseite
Peloton
Investor Relations
Investor Relations

Peloton ist ein Fitnessgerätehersteller aus New York und wurde 2012 gegründet. Mit mittlerweile mehr als 6,6 Millionen Mitgliedern bildet es die größte interaktive Fitness-Plattform der Welt. Ihre Produkte ermöglichen es, eine geführte Sporteinheit von überall aus zu streamen, um so nicht mehr an das Fitnesscenter gebunden zu sein.

Peloton bietet voll digitalisierte Fahrradergometer und Laufbänder im Premiumbereich an. Diese sind mit einem großen Display und Soundsystem ausgestattet. Sie erlauben somit jedem zu trainieren als wären sie in einem Fitnessstudio. Ergänzend dazu gibt es ein passendes Abonnement. Für 39 US-Dollar pro Monat erhalten die Nutzer Zugriff auf tausende Live-Kurse mit professionellen Trainern. Diese führen einen Schritt für Schritt durch das ganze Training. Dabei motivieren sie die Kursteilnehmer nicht nur mehr Trainings zu absolvieren, sondern gehen mit Ihnen gemeinsam an Ihre Grenzen.

Das Konzept geht zwar auf aber in letzter Zeit kam das Unternehmen mehrfach ins Straucheln. Das schlug sich vor allem im Kurs nieder. Denn die Aktie notiert 80 % unter dem Allzeithoch (Stand 05.05.2022).

2012: Aus einem Luxusproblem geboren. John Foley ist Top-Manager bei Barnes & Noble und hat zu viel zu tun. Er muss viel arbeiten und hat auch eine Familie, genauso wie seine ehemaligen College-Freunde. Sie würden alle gerne ins Fitnessstudio gehen und bei den Kursen mitmachen, aber sie finden nie Zeit. Deshalb kommen sie auf die Idee, das Fitnessstudio zu den Haushalten zu bringen. Sie gründen Peloton, entwickeln ein Fahrradergometer und starten eine Finanzierungskampagne. Innerhalb des ersten Jahres kommen 3,9 Mio. US-Dollar zusammen.

2014: Produkt erfolgreich am Markt platziert. Pelotons erstes Produkt kommt auf den Markt: das Ergometer Bike. Es ist kein gewöhnliches Ergometer. Die Nutzer können an Live-Workouts teilnehmen und so das Gefühl eines Fitnessstudios im eigenen Wohnzimmer erleben. Das Produkt kommt sehr gut an und Peloton arbeitet bereits am nächsten Gerät: dem Laufband Tread, das 2018 auf den Markt kommt.

2019: Gefloppter Börsengang mit Turnaround. Peloton geht an die Börse und sammelt 1 Mrd. US-Dollar ein. Der Ausgabepreis der Aktien lag bei 29 US-Dollar. Allerdings war Pelotons Aktie nicht sehr gefragt. Der Aktienkurs fiel innerhalb kurzer Zeit trotz guter Börsenphase auf 25 USD. Erst in der Coronakrise 2020 begann Pelotons Zeit. Der Fitnessboom zog an. Das Unternehmen verkaufte so viele Geräte wie nie zuvor.

2021: Zu viel Nachfrage und tragischer Unfall. 2021 fängt für Peloton grandios an. Das Unternehmen kann sich vor Aufträgen kaum retten und schafft es nicht mehr, pünktlich auszuliefern. Die ersten zwei Quartale des 2021er Geschäftsjahres waren bereits profitabel. Jedoch gibt es einen tragischen Unfall beim neuen Gerät Tread+, ein Kind wurde unter das Laufband gezogen und getötet. Es gab mehrere solcher Unfälle. Peloton muss Tread+ zurückrufen.

Vorstandsvorsitzender (CEO) ist seit neuem Barry McCarthy. Der frühere Finanzchef von den Streaminggiganten Netflix und Spotify soll durch seine Erfahrung im Abonnement Bereich das Unternehmen finanziell in die Grünzone bringen.

Branchenanalyse

Der weltweite Markt für Fitness ist in den letzten Jahrzehnten immer populärer geworden. Überwiegend schlechte Ernährung und lange Arbeitstage im Büro führen zu einer immer übergewichtiger werdenden Weltbevölkerung. Die Gegenbewegung dazu ist der Fitness-Boom, der die letzten Jahre stattgefunden hat. Fitnessstudios findet man mittlerweile an jeder Ecke. Jeder weiß: Ein Fitnessstudio ist nur so gut wie seine Fitnessgeräte und dessen Einrichtung. Genau dieser Markt für Fitnessgeräte wächst seit Jahren mit 4,6 % pro Jahr.

Allerdings bildet sich ein neuer Trend in der Fitness-Branche: Fitness-Apps. Anfangs ging es hierbei nur um das digitale Protokollieren von Kalorien und selbst erstellten Trainingsplänen. Mittlerweile gibt es schon viele Apps die einem nicht nur sagen was man trainieren soll, sondern geben Übungen, Intensität, Gewicht, usw. zufolge deiner Leistungen in den vorherigen Trainingseinheiten vor. Vorreiter sind hier Freeletics, PumaTrac, MyFitCoach oder die Nike Run Club App.

Peloton arbeitet bereits an der nächsten Stufe im Fitnessmarkt: voll digitalisierte Fitnessgeräte. Sie kombinieren ein Gerät mit IT, um Fitness und Unterhaltung zu kombinieren. Die Premiumgeräte von Peloton haben ein Display und ein Soundsystem. Damit kann man Musik hören, Filme ansehen, geführte Trainingseinheiten absolvieren oder mit Freunden gemeinsam fit bleiben. Spaß am Training ist das wichtigste und genau das ermöglicht Peloton nun auch von zu Hause. Damit spricht man vor allem Leute an, die durch Ihr hohes Arbeitspensum regelmäßigen Sport kaum in Ihren Alltag integrieren können und das Maximum an Spaß und Konnektivität mit anderen Leuten aus Ihrem Training herausholen wollen.

Da der Markt für moderne Fitnessgeräte noch sehr jung ist gibt es auch keinen Anbieter der vergleichbare Geräte herstellt. Trotzdem konkurriert man mit Produkten wie der Apple Watch, welche in kombination mit der Apple Fitness+ App eine flexible Alternative darstellt. Interessierte Kunden gibt es aber genug. Außerdem sind die Abonnements in der Regel so billig, dass es für Kunden auch erschwinglich ist bei mehreren Anbietern ein Abo abzuschließen. Das ist vergleichbar zum Wettbewerb bei Streamingplattformen wie Netflix und Disney.

Geschäftsmodell

Peloton verdient sein Geld mit einem Fitness-Ökosystem aus Hard- und Software. Daher spaltet sich das Geschäft in zwei Bereiche. Im Bereich Hardware verdient man mit dem Verkauf von modernen Fitnessgeräten für zuhause und passendem Zubehör. Diese Sparte macht 80 % des Gesamtumsatzes aus. Die beiden wichtigsten Produkte sind hier das Peloton Bike und Peloton Tread. Beide Geräte sind erstklassig verarbeitet und dementsprechend teuer. Wobei die günstigste Ausführung des Peloton Bikes bereits ab 1495 US-Dollar erhältlich ist. Zwar verfügen die Geräte über ein Android-Betriebssystem, jedoch ist dieses stark eingeschränkt. Man kann also keine Apps wie Netflix oder YouTube einfach herunterladen und benutzten. Im Internet browsen ist jedoch möglich. Diese Limitierungen existieren im Grunde nur um den Kunden vom Gerät zum Fitness-Abonnement zu bewegen. Denn ohne ein Abo gibt es nur 3 aufgezeichnete Grundkurse und Metriken werden nicht aufgezeichnet und wiedergegeben.

Angeboten werden nun 2 Abos: das Peloton Digital- und das Peloton All-Access-Abonnement.

Peloton Digital-Abo: Für 12,99 US-Dollar pro Monat bekommt man Zugriff auf tausende Kurseinheiten. Diese kann man auf jedem beliebigen Gerät anschauen, nicht aber den Sportgeräten von Peloton. Der Fokus liegt dabei auf Training ohne Geräte.

Peloton All-Access-Abo: Für 39 US-Dollar pro Monat bekommt man eine Mitgliedschaft für den gesamten Haushalt. Man kann mehrere Profile anlegen. Diese haben Zugang zu tausenden Live-Kursen verschiedenster Kategorien. Man kann gemeinsam mit Freunden trainieren oder sich mit Leuten aus aller Welt in Bestenlisten messen. Außerdem hat man mit dem Abo Zugriff auf sämtliche Gesundheitswerte und Metriken die das Gerät messen

Peloton AlleAktien Qualitätsscore

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Peloton erreicht im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) 5 von 10 Punkte.


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