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Aktie Analyse

Sixt SE Aktie Analyse

WKN
723132
Symbol
SIX2.DE
Sektor
Zyklischer Konsum
Webseite
Sixt
Investor Relations
Investor Relations

Sixt ist der größte Autovermieter der Welt. Das Unternehmen mit Sitz in Pullach hat es sich zur Mission gemacht, individuelle, flexible und grenzenlose Mobilität zu schaffen um damit eine echte Alternative zum eigenen Auto bieten zu können.

Gegründet wurde Sixt im Jahr 1912 mit gerade einmal 3 Fahrzeugen. 1927 übernahm Hans Sixt die Autovermietung. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Unternehmen praktisch wieder am Anfang. Die Autoflotte wurde beschlagnahmt und der Firmensitz zerbombt. Davon ließ sich Hans Sixt jedoch nicht unterkriegen und gründete 1951 Auto Sixt in München. 1969 übernahm der Sohn Erich Sixt das Geschäft seines Großvaters und brachte gemeinsam mit seiner Frau Regina Sixt an beinahe jeden deutschen Flughafen. Um weiteres Wachstum finanzieren zu können erfolgte 1986 der IPO und kurz darauf die internationale Expansion. Geprägt durch Innovation ist Sixt seiner Konkurrenz immer einen Schritt voraus und dadurch der größte Autovermieter der Welt.
CEO ist nach wie vor der mittlerweile 76-jährige Erich Sixt und der/die Nachfolger stehen auch schon fest: Alexander und Konstantin Sixt. Damit ist klar: Sixt bleibt auch in Zukunft familiengeführt. Das spiegelt sich auch in der Aktionärsstruktur wider. Die Sixt Familie hält über 58% der Aktien! Diese Mehrheitsbeteiligung sichert die Unabhängigkeit des Unternehmens. Somit kann jegliche Entscheidung im Sinne des Unternehmens getroffen werden. Langfristig profitieren wir davon.

Branchenanalyse

Das Geschäftsmodell „Autovermietung“ ist sehr undankbar. Es herrscht ein harter Konkurrenzkampf, meist reihen sich an den Flughäfen zahlreiche Autovermietungen aneinander. Die Kunden entscheiden zudem noch sehr stark über den Preis, sodass die Gewinnmargen in dieser Branche typischerweise hauchdünn sind. Aber nicht bei Sixt. Im Gegensatz zur Konkurrenz welche Margen bis 3% erreicht, hat Sixt eine Marge von 10%!
Wachstumstreiber ist in diese Branche die Urbanisierung. Immer mehr Menschen ziehen in Großstädte. Wer selbst in einer wohnt weiß, welche Bürde ein eigenes Auto dort sein kann: Es gibt zu wenig Parkplätze, man steht morgens im Stau und die Versicherung für das Auto muss man auch dann zahlen, wenn man es gar nicht benutzt. Das Zukunft-Szenario sieht so aus, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Geschäft fährt und sich ein Auto nur dann bucht, wenn man es wirklich braucht. Ermöglicht wird dies durch Autovermieter.

Geschäftsmodell

Sixt sieht sich selbst eher als „Mobilitätsdienstleister“, denn in den letzten Jahren wurden neben der klassischen Autovermietung zahlreiche weitere Geschäftstätigkeiten aufgebaut. Nichtsdestotrotz steuert die Autovermietung nach wie vor den Großteil zum Umsatz und Gewinn bei. Aktuell hat Sixt ca. 280.000 Autos in der Flotte. Sie verteilen sich über folgende Segmente:

Klassische Autovermietung
In dieser können Kunden an einem Wunschstandort ein Auto für bestimmte Zeit mieten. Zusätzlich gibt es auf Wunsch eine Fahrzeuglieferung bis an die Tür.

Carsharing
Im Endeffekt ist Carsharing wie eine Automietung nur für sehr kurze Zeit. Autos werden im Minutentakt abgerechnet. Außerdem können die Wägen überall in der Stadt abgestellt werden.
Derzeit befinden sich knapp 3500 der Sixt Fahrzeuge im Carsharing Einsatz.

Auto-Flat
Die Auto-Flat ähnelt dem Leasing Prinzip. Bietet allerdings entscheidende Vorteile. Die Preise sind transparent und sofort verfügbar. Spätestens nach 6 Monaten wird das Auto durch ein neues Auto ausgetauscht. Und der wahrscheinlich wichtigste Unterschied zum Leasingmodell: Das Auto-Abo kann jederzeit gekündigt werden.

Wie bereits in der Branchenanalyse erwähnt erreicht Sixt Margen von 10% während andere nur 3% erreichen. Woran liegt das?

  • Premium-Strategie: Rund 50% des Fuhrparks bestehen aus Fahrzeugen von Audi, BMW und Mercedes-Benz. Im Premium-Segment ist der Preisdruck etwas geringer und die Bereitschaft, für einen erstklassigen Service zu bezahlen, steigt an.Geniales Marketing-Konzept: Das Unternehmen ist für seine mutigen Marketing-Sprüche bekannt. Als die Bahn viele Tage lang streikte, kürte Sixt den Gewerkschaftschef zum „Mitarbeiter des Monats“. Derartige Aktionen werden gerne und häufig in den sozialen Medien geteilt. Außerdem sorgt die Farbe Orange für einen großen Wiedererkennungswert
  • Digitalisierung/Innovationen: Sixt ruht sich nicht auf dem erreichten Erfolg aus, sondern nutzt den Ertrag, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Sixt hat rund 100 Mio. EUR in die Software-Plattform „ONE“ investiert. Über diese App können Kunden auf das gesamte Angebot des Unternehmens zugreifen.
    Dadurch wurde der Mietprozess zu 100% digitalisiert. Kunden können direkt nach der Buchung per App zum Fahrzeug laufen und dieses per Smartphone entsperren. Im Fahrzeuginneren befindet sich dann der eigentliche Fahrzeugschlüssel. Diese Digitalisierung spart auf Kundenseite viel Zeit ein. Auf der Seite von Sixt können Personal- und Verwaltungskosten gespart werden.
  • Solide Eigenkapitalausstattung: Sixt schüttet zwar ordentliche Dividenden aus, doch das Unternehmen achtet auch stets darauf, einen Teil des Gewinns im Unternehmen zu halten.

Dividende

Sixt hat ein zyklisches Geschäftsmodell. Deshalb hat sich das Unternehmen dazu entschieden, Dividenden wirklich nur dann auszuschütten, wenn es dem Unternehmen gut geht. Wer also auf eine jährliche Dividende baut, sollte nicht in Sixt investieren. Im Jahr 2018 lag die Dividende bei etwa 2€ pro Aktie. Beachten sollte man bei einem Investment außerdem, dass es Vorzugs und Stammaktien gibt. Welche der beiden die bessere Wahl ist, erfährst du in der Premiumanalyse.

Sixt AAQS AlleAktien Qualitätsscore

Im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) erzielt Sixt 8 von 10 möglichen Punkten.


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