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Jonathan Neuscheler | AlleAktien-Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt

Mein Ziel ist es, jährlich steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei denke und agiere ich langfristig. Suche mir in Aktienanalysen systematisch unterbewertete Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und gleichzeitig geringen Risiken aus. Dann bleibe ich meist viele Jahre investiert. Profitiere von der Wertsteigerung der Unternehmen. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Schlage zu, wenn Aktien besonders preiswert sind.

Tabakaktien kaufen? 10,4% Dividendenrendite! Unterbewertete Value-Chance oder geht die Investition in Rauch auf?

13 Antworten

  1. Tabakunternehmen mit „Abo-Modell“ ;). Genial.

  2. Frank sagt:

    Gestern nachgekauft 🙂
    Der Kurssturz ist übertrieben.. BLUE ist laut Geschäftsbericht nach Juule die zweit bekannteste und genutzte E- Zigarette

  3. Stephan sagt:

    Wie seht Ihr die hohe Verschuldung von knapp 82% sowie den Einfluss eines harten Brexit bei Imperial Brands?

    • Lieber Stephan, gerne antworte ich dir auf deine Fragen:
      1. Verschuldung: Die liegt beim 3,2-fachen operativen Gewinn, angesichts des sehr stabilen Cashflows stellt die Verschuldung meiner Meinung nach kein Problem dar.
      2. Brexit: Sehe hier ebenfalls keine Gefahr, mehr als 90% des Gewinns wird außerhalb GB erzielt, und auch in GB sollte der Brexit nicht gerade zu weniger Rauchern führen.

    • Karl Napf sagt:

      Die Eigenkapitalquote (welche Deinen „82% Verschuldung“ anscheinend zugrunde liegt) ist für sich genommen völlig irrelevant. Imperial Brands hat knapp +20% Eigenkapital, während Philip Morris -27% (negativ!) Eigenkapital in der Bilanz stehen hat – aber die Gesamtkapitalrendite von Philip Morris ist auch viel mal so hoch wie diejenige von Imperial Brands, weil letztere sich durch die kartellrechtlich angeordnete Übernahme einiger Reynolds-Assets während deren Fusion mit BAT ihre BIlanz mit Goodwill „versaut“ hat.

      Die Verschuldung von Imperial Brands ist allerdings nicht unproblematisch: 25% des EBIT fließen als Zinsen an die Fremdkapitalgeber ab, gegenüber 15% bei British American Tobacco, jeweils 7% bei Altria und Philip Morris International sowie 3% bei Japan Tobacco (deren Gewinn allerdings schrumpft). Kombiniert mit einer Ausschüttungsquote, die seit 2015 über 90% des Nettogewinns liegt, bleibt da nicht viel Luft für Überraschungen. Natürlich erzielt man mehr Cashflow als Nettogewinn, weil man bestehende Assets abschreibt, ohne sie durch Investitionen in gleicher Höhe zu ersetzen, und angesichts der rückläufigen Stückzahl-Nachfrage kann man das vermutlich noch eine ganze Weile so laufen lassen – aber man muss einen so hohen Zinsabfluss schon „mögen“.

      Der Brexit dürfte für Imperial Brands keine Rolle spielen – eher ist das Gegenteil der Fall: Sollte das Vereinigte Königreich in eine Rezession geraten, dann würde die Bank of England versuchen, durch Zinssenkungen gegenzusteuern. Obwohl Imperial Brands weniger als 10% seiner Erträge in Großbritannien erzielt, besteht die Fremdkapitalstruktur aus 29% britischen Pfund, 39% Euros und 32% US-Dollar – eine Zinssenkung in Großbritannien würde dem Unternehmen also spürbar helfen.

  4. Karl Napf sagt:

    Als Ergänzung zum Thema (und Diversifikation in Sachen „Rauchverbote“) kann man sich auch mal Swedish Match ansehen, die im Wesentlichen Kautabak und Snus produzieren. Das bringt immerhin 9% p. a. an EPS-Wachstum plus 3% Dividendenrendite, bei einer operativen Nettomarge von 25% der Umsätze.

    Man darf allerdings nicht über die Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von minus 40% (!) erschrecken. Diese liegt daran, dass das Unternehmen organisch gewachsen ist, keinen nennenswerten Goodwill in seiner Bilanz herumschleppt und aus einer extrem kleinen Bilanzsumme eine operative Rendite von 35% (!) erzielt – da kann man sich auch die Zinsen für 140% dieser Bilanzsumme locker leisten (die machen gerade mal 7% des EBIT aus).

  5. DivSky sagt:

    Jonathan,
    eine sehr nette Analyse.

    Allerdings vermisse ich doch auch den entsprechenden zukunftsorientierten markt „Cannabis“. Wenn ich richtig informiert bin, ist Altria da schon investiert und wie sieht es mit den anderen Unternehmen aus?
    Letztendlich hätte ich dazu für jedes Unternehmen einen Satz zur aktuellen Thematik „Cannabis“ erwartet.

    Ansonsten weiter so

    • Korrekt. Altria hat ein Investment von ca. 2 Mrd. USD genötigt (ca. 2 % der Marktkapitalisierung von Altria). Details dazu in der ausführlichen Tabak-Analyse. Der Artikel soll ja nur ein Update sein.

      Persönlich kann ich den Cannabis-Markt nicht einschätzen. Der Markt ist noch so jung. Wie groß wird er werden? Wer wird der große Gewinner sein? Mit welcher Gewinnmarge?

      Viel Potential, aber auch viele Fragezeichen. Wenn durch dieses Geschäft etwas obendrauf kommt, ein netter Bonus. Damit rechnen würde ich – Stand heute – aber noch nicht.

  6. Rudolf Maurer sagt:

    @DivSky:
    Schon ein paar Tage älter, aber Imperial Brands ist auch nachgezogen https://www.smarteranalyst.com/cannabis-stock/analysis/will-imperial-brands-investment-in-auxly-cannabis-group-be-enough-to-deliver-the-goods/

    @Jonathan Neuscheler:
    Kann man schon in etwa einschätzen, wie sich die Fusionspläne von Altria und PM auswirken werden? Im Moment scheinen sie ja für günstigere Einstiegspreise zu sorgen?

    • Ich denke, eine mögliche Fusion von Altria und Philip Morris hat vorerst überhaupt keine Auswirkung auf die anderen beiden Unternehmen. Denn die Geschäftstätigkeit von Altria (USA) und Philip Morris (Rest der Welt) ist ja nicht überlappend.

      • Vest sagt:

        Danke! Das klingt erstmal logisch und konsistent zur Analyse.
        Muss man eigtl bei Imperial Brands um einen ungeregelten Brexit bangen?
        Verfügt denn Imperial Brands europaweit um die notwendigen Niederlassungen/Produktionsorte um evtl höhere Zölle zu umgehen?

        • Ich denke nicht, dass es in diesem Fall überhaupt zu Zöllen kommen wird. Die Zigaretten für den deutschen Markt werden schließlich in Europa produziert. Und nicht in Großbritannien. Lediglich der Firmensitz ist in GB.

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