Berichtigungsaktien

Berichtigungsaktien, auch als sog. Gratisaktien bekannt, werden den Altaktionären im Zuge einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (§§ 207 ff. AktG) angeboten.

Sinn und Zweck ist es, dem Altaktionär die Möglichkeit zu geben, seinen bisherigen prozentualen Anteil am Unternehmen zu erhalten und damit seinen Einfluss zu wahren, jedoch den Aktienkurs zu senken.

Berichtigungsaktien: Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln

Kommt es zu einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, kommt es zu keinen neuen Einlagen der Aktionäre. Es werden lediglich Gewinn- und Kapitalrücklagen in Grundkapital umgewandelt.

Dies bedeutet, dass im Zuge dieser Form der Kapitalerhöhung die Anzahl der Aktien, sowie das Grundkapital aufgestockt werden. Für das zusätzliche Grundkapital werden nun Berichtigungsaktien ausgegeben. Diese erhalten die Altaktionäre ohne zusätzlichen monetären Aufwand. Diese neu ausgegebenen Aktien sind auch als „Junge Aktien“ bekannt.

Nach der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verringert sich der Kurs der Aktien um das Verhältnis, um das die „Jungen Aktien“ im Verhältnis zum alten Bestand ausgegeben wurden.

Der prozentuale Gesamtanteil eines Aktionärs ist vor und nach der Kapitalerhöhung entsprechend gleich, nur der Kurswert der einzelnen Aktien wird entsprechend reduziert. Für die neu ausgegebenen Aktien bestehen die gleichen Rechte wie im bisherigen Bestand.

 

AlleAktien Premium ♕ testen »