Bewertungskennziffern (Aktien)

Bewertungskennziffern werden eingesetzt, um im Rahmen einer Aktienbewertung den Wert einer Aktie zu bestimmen. Verschiedene Kennzahlen geben Aufschluss darüber, ob ein Unternehmen günstig oder teuer ist und wie viel es wert ist.

  • Unternehmenswert/operativer Gewinn (EV/EBIT)
  • Vereinfachte Kennziffer: Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
  • Bei Wachstumsaktien: Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)
  • Dividendenrendite 
  • Dividendenentwicklung
  • Umsatzwachstum
  • Gewinnwachstum

Bewertungskennziffern sollten nach Möglichkeit immer im Verhältnis zum eigenen, historischen Durchschnitt der letzten Jahre (z.B. der letzten zehn Jahre) betrachtet werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Um zu erkennen, ob das Benzin an der Tankstelle gerade günstig ist, vergleichen wir ja auch die aktuellen Tankpreise mit denen des Vortages und der Vorwoche. Ein Apfel-Birnen-Vergleich über Branchen hinweg macht hingegen weniger Sinn. Es macht ja auch keinen Sinn, einen Audi Q7 mit einem VW Polo zu vergleichen.

Neben Bewertungskennziffern spielen auch Verschuldungskennziffern (Risikoindikatoren) und Rentabilitätskennziffern (Ertragsindikatoren) eine entscheidende Rolle bei der Aktienbewertung.

Mit der Betrachtung von Bewertungskennziffern, Verschuldungskennziffern und Rentabilitätskennziffern kann eine einfache und schnelle Aussage über die Attraktivität einer Aktie getroffen werden. Im Anschluss an diese quantitative Analyse kann dann eine umfangreiche qualitative Analyse erfolgen, um die Erfolgsgründe und Chancen eines Unternehmens zu erforschen.