Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV, engl. P/B ratio oder P/BV) ist eine substanzorientierte Kennziffer zur Bewertung einer Aktie. Der Aktienkurs wird ins Verhältnis zum Wert des Eigenkapitals einer Aktie gesetzt. Die Kennziffer drückt also das auf eine Aktie anfallende buchhalterische Eigenkapital aus.

 

Berechnung

Kurs-Buchwert-Verhältnis=Kurs einer Aktie/Buchwert einer Aktie

Beispiel: Laut Jahresabschluss hat ein Unternehmen 1’000 Millionen Euro Eigenkapital. Es sind 100 Mio. Aktien im Umlauf. Hieraus errechnet sich ein Buchwert von 10 Euro je Aktie. (1’000’000’000 Eigenkapital/100’000’000 Aktien=10 EUR je Aktie an Buchwert bzw. Eigenkapital. Ein aktueller Aktienkurs von 25 Euro geteilt durch diesen Wert ergibt ein KBV von 2,5.

Eine traditionelle Theorie des Value Investing besagt, dass eine Aktie umso preiswerter ist, je niedriger ihr KBV ist. Dies trifft insbesondere auf den eigenen, historischen Durchschnitt des Kurs-Buchwert-Verhältnis auch zu.

Im Buchwert sind ausschließlich materielle Wertgegenstände wie Grundstücke, Immobilien und Maschinen erfasst. Immer wichtiger werden immaterielle Vermögensgegenstände wie Kundendaten, Geschäftsbeziehungen, Software, Patente, Know-How von Mitarbeitern, Daten usw. Diese sind allesamt nicht im Buchwert vorzufinden.

Werden Akquisitionen getätigt, kommt es oftmals zu der Entstehung von Goodwill. Dieser verzerrt den „wahren“ Buchwert.

Entscheidend für den Wert einer Aktie ist nicht so sehr, wie viele materielle Wertgegenstände ein Unternehmen besitzt, sondern wie gut diese genutzt werden. Der Wert einer Aktie ergibt sich aus allen zukünftigen Cashflows, die auf den heutigen Tag abgezinst werden und nicht aus dem Wert der Vermögensgegenstände.

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