Benjamin Franzil Partner bei AlleAktien. Studium von Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Trier und Clemson University. Digitalisierung bei Infineon.

AlleAktien Partner und Aktienanalyst. Benjamins Fokus liegt auf den Branchen Luxusgüter, Restaurants und Halbleiter. Er war vorher bei Infineon in der Digitalisierung und Forschungsstrategie angestellt und hat an der Hochschule Trier Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Seine Strategie ist, in Aktien mit den tiefsten Burggräben und stärksten Marken zu investieren — vorzugsweise Dividendenaktien.

PayPal Update: Auf dem Weg zu den aktivsten Kunden durch Kryptowährungen, Kredite, Offline-Zahlungen und Co.

 

 

 

PayPal Aktie und Aktienanalyse
Hauptsitz San José (Kalifornien), USA
ISIN US70450Y1038
WKN A14R7U
Ticker-Symbol PYPL
Sektor Informationstechnologie
Kurs 277 USD
236 EUR
Ausstehende Aktien 1.187 Mio.
Marktkapitalisierung 325 Mrd. USD
Enterprise Value 321 Mrd. USD
Nettoliquidität 4 Mrd. USD
Bruttomarge 46,6 %
EBIT-Marge 16,0 %
Gewinnmarge 19,6 %
Free Cash Flow-Rendite 1,8 %
Dividendenrendite 0,0 %
Datum 08.09.2021

 

PayPal Aktie und Aktienanalyse

  • Onlineshopping war einer der größten Coronaprofiteure. Denn während Corona haben viele Menschen das Internet für sich entdeckt und angefangen, dort ihre Produkte zu kaufen. Unternehmen wie Amazon oder Zalando konnten neue Verkaufsrekorde aufstellen. Aber einer hat besonders profitiert: Zahlungsdienstleister wie PayPal, die an jeder Zahlung ein paar Prozente mitverdienen.
  • PayPal bindet seine Nutzer am allerbesten. Onlineshopper aus den frühen 2000ern erinnern sich noch: Im Internet gab es viel Betrug, besonders auf eBay. Man kauft etwas und das Geld ist plötzlich weg. PayPal hat diese Vertrauenskrise durchbrochen, indem sie als vertrauenswürdiger Vermittler geholfen haben. So entstand der gute Ruf von PayPal. Mittlerweile nutzt PayPal diesen guten Ruf, um immer mehr Dienstleistungen anzubieten und seine Nutzer noch besser an sich zu binden.
  • Square kauft Afterpay, was macht eigentlich PayPal? Zinsfreie Konsumentenkredite sind aktuell hoch im Kurs. Afterpay, Klarna und Affirm haben ein Geschäftsmodell etabliert, das in 2 Jahren schon für fast 10 % aller Onlineverkäufe stehen könnte. PayPal hat aber rechtzeitig reagiert und ihr eigenes System eingeführt. Natürlich alles mit dem bekannten PayPal-Käuferschutz. Square konnte dagegen nicht schnell genug nachziehen, deshalb haben sie sich Afterpay kaufen müssen.
  • Die PayPal-Aktie ist ein Investorentraum gewesen. Kann PayPal seinen Kursverlauf noch rechtfertigen oder ist die Aktie zu teuer geworden? Das erwartete KGV für 2021 steht bei immerhin 61. Aber PayPal hat auch seine besten Zeiten noch vor sich. Erfahre jetzt in diesem Update, ob die PayPal-Aktie noch kaufenswert ist.

 

PayPal Aktienanalyse

  1. PayPal Geschäftsmodell
  2. Was hat sich seit unserem letzten PayPal-Update geändert?
    1. PayPal wird zum integrierten Zahlungsdienstleister
    2. PayPal kurbelt das Onlineshopping mit Konsumentenkrediten an
    3. Vergleich mit Zahlungsdienstleistern
  3. PayPal Bewertung
    1. AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) von 10 / 10
    1. AlleAktien DCF- und FMV-Modell
    2. Renditeerwartung in Abhängigkeit vom Einstiegskurs
  4. PayPal Fazit

 

Aktienkurs von PayPal

 

PayPal Podcast

 

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1. Geschäftsmodell von PayPal: Ein Zahlungsdienstleister mit Startup-Strategie

Alle Abschnitte aus-/einklappen

Geschäftsmodell von PayPal

PayPal verdient Geld mit einem Ökosystem aus Zahlungsdienstleistungen

PayPal ist der größte digitale Zahlungsdienstleister der Welt. PayPal zählt weltweit über 400 Mio. Nutzer, die in 2020 rund 936 Mrd. US-Dollar an Waren bezahlt und Geld verschickt haben. Das macht PayPal zu einem der größten Profiteure des digitalen Handels. Hier kommt PayPal auch her, denn sie sind damals als Bezahlmethode für eBay groß geworden. Seit 2014 gehen eBay und PayPal aber getrennte Wege. Seitdem hat sich PayPal neu erfunden und über die Jahre zu einer echten Technologie-Plattform für Bezahlungen entwickelt, die auf ein ganzes Netzwerk aus Zahlungsdienstleistungen setzt:

 

PayPal. PayPal ist der erfolgreichste Zahlungsvermittler im Internet mit einem Marktanteil von 55 %. Über PayPal kann man Waren im Internet bezahlen, erhält automatisch einen Käuferschutz und teilweise kostenlosen Rückversand. Die Entwicklung von PayPal ist auch sehr interessant. Früher war PayPal noch eine Webseite, um Waren zu bezahlen. Heute ist es eine App, wo man seinen Freunden Geld schicken, Konsumentenkredite aufnehmen, mobil bezahlen oder auch Kryptowährungen handeln kann.

 

Venmo. Venmo war ursprünglich eine App mit Fokus auf Leute aus der Generation Z (ab Jahrgang 1997), um sich unter Freunden Geld zu verschicken. Das alles war wie ein soziales Netzwerk aufgebaut. Man konnte in der App mit seinen Freunden teilen, wofür man Geld ausgegeben hat zum Beispiel, um sich eine Pizza zu teilen. Mittlerweile hat Venmo den Weg von PayPal eingeschlagen. Sie bieten immer mehr Finanzdienstleistungen an und nehmen dafür Gebühren.

 

Zettle. Zettle stellt Bezahlterminals für kleine Unternehmen her, um digitale Zahlungen anzunehmen. Für viele Ladenbesitzer ist eine professionelle Registrierkasse einfach zu teuer. Mit Zettle bekommt man ein kleines handliches Gerät und kann Kreditkarten sowie mobile Zahlungen wie Apple Pay annehmen. PayPal erhält dabei für jeden US-Dollar Umsatz eine prozentuale Gebühr.

 

Braintree. Braintree ist eine Zahlungsschnittstelle für Onlineshops. Onlineshops nutzen Braintree, um mehrere Zahlungsmethoden anbieten zu können. Normalerweise muss man mit Visa, Mastercard, American Express und Co. separate Verträge aushandeln. Das ist aufwändig. Mit Braintree kann man direkt alles auf einmal anbieten und muss nicht alles mühsam selbst integrieren. Dabei kommt Braintree auf einen Marktanteil von 2,2 %.

 

Honey. Honey ist eine Browser-Erweiterung, die Gutscheine sammelt und automatisch einen Nutzer beim Internetshopping an den Gutschein erinnert sowie ihn einsetzt. Außerdem bietet das Addon Cashback beim Onlineshopping an. Man spart also viel Geld, wenn man Honey benutzt.

 

Xoom. Xoom ist ein Dienst, der in PayPal integriert ist, um Zahlungen international günstig zu versenden. Es ist eine Art Kombination aus Wise (früher TransferWise) und WesternUnion. Das heißt, man kann Geld digital und international zu günstigeren Wechselkursen versenden oder es sogar zu physischen Läden versenden, wo eine Person es anschließend abholen kann. So erschließt PayPal viele Schwellenländer.

 

 

 

2. Was hat sich seit unserem letzten PayPal-Update geändert?

PayPal wird zum integrierten Zahlungsdienstleister

Eine der wichtigsten Änderungen seit dem letzten Update ist, dass PayPal seine Funktionen ausweitet und miteinander verknüpft. 2019 war PayPal noch ein Unternehmen, wo es um Onlinezahlungen ging und das viele kleine Startups aufkaufte. Mittlerweile geht PayPal immer weiter den Weg zu einer Komplettlösung. Der PayPal-Nutzer kann immer mehr Funktionen in seiner App nutzen. Der Sinn und Zweck dieser Verknüpfung: den Kunden an die PayPal-Services binden. Je öfter die Nutzer die PayPal-App öffnen, umso eher werden sie andere Funktionen nutzen. PayPal kann sich so als die Nummer-1-Bezahlmethode etablieren.

Ich begleiche zum Beispiel alle Rechnungen mit meinen Freunden per PayPal. Es ist deutlich bequemer, als jemandem ein paar Euros in die Hand zu drücken, weil ich oft kein Bargeld dabei habe oder es nicht passend habe. So hat sich PayPal für mich zur Standard-Finanz-App entwickelt. In den USA hat PayPal dasselbe Konzept mit der Venmo-App umgesetzt. Hier schicken sich Freunde ihr Geld über Venmo zu.

Aber PayPal ist noch einen Schritt weitergegangen. Sie haben die PayPal-App zum Krypto-Broker gemacht. Wer in den USA oder Großbritannien PayPal nutzt, der kann sich Standard-Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. kaufen. PayPal verdient hierbei Geld an der Spanne zwischen dem An- und Verkauf, dem sog. Spread. Aber der eigentliche Vorteil ist viel größer: Krypto-Trader loggen sich oft mehrere Male am Tag bei PayPal ein. Wer so oft in seine PayPal-App schaut, wird sich beim nächsten Bezahlen am ehesten an sein PayPal-Konto erinnern.

Die interessanteste Änderung ist in meinen Augen das Startup Honey, das PayPal aufgekauft hat. Honey ist ein Gutschein- und Cashback-Dienst aus den USA, den es mittlerweile auch in Deutschland gibt. Ich habe Honey zum Beispiel auch auf meinem Laptop installiert und nutze regelmäßig die Gutscheine. Bei Domino’s spare ich so jedes Mal mindestens 10 %. Bei Booking erhalte ich 1 % bis 7 % Cashback. Oder bei Myprotein spare ich 35 % zzgl. 1 % bis 3 % Cashback. Das Beste daran ist, dass man die Gutscheine nicht aktiv suchen muss, sondern Honey sie einfach selbst ausprobiert. PayPal hat damit ein wichtiges Tool für die Kundenbindung im Portfolio. Viele Kreditkarten haben nur 0,5 % bis 2 % Cashback. Mit Honey kann PayPal in Zukunft viel mehr Rabatt bieten — ohne auf Gewinne zu verzichten.

 

▲ PayPal hat eine Komplettlösung aus Finanzdienstleistungen in seinen Apps aufgebaut. Venmo und PayPal öffnen damit die Tür zu einer zentralen App im Leben. Wer Waren kauft, kommt langfristig an PayPal kaum vorbei, weil die Vorteile immer größer werden. Niemand möchte 5 Apps oder Konten besitzen. Ein Konto für alles, das wünschen sich die meisten im Leben. PayPal geht sehr gut in diese Richtung.

 

PayPal kurbelt das Onlineshopping mit Konsumentenkrediten an

Einer der größten Trends im Onlineshopping in den letzten Jahren sind Konsumentenkredite. Zahlungsdienste wie Afterpay, Klarna und Affirm haben eine neue Form von Onlinezahlung etabliert: Man kauft das Produkt und zahlt es über die nächsten Wochen und Monate gestückelt ab. Man muss nicht mehr eine große Summe am Anfang zahlen und deshalb sein Geld zusammensparen, sondern man kann praktisch ohne Rücksicht auf sein Konto im Internet shoppen.

PayPal war auch schon in diesem Bereich aktiv mit PayPal Credit. Man kann so Einkäufe in Höhe von bis zu 5.000 US-Dollar finanzieren. Das einzige Problem ist, dass PayPal Credit relativ hohe Zinsen von z.B. 10 % nimmt. Solche hohen Zinssätze sind wenig überzeugend. Afterpay und Co. setzen dagegen auf 0 % Zinsen. Die Finanzierungen sind dementsprechend nicht so hoch und die Kosten bezahlt der Händler, statt der Kunde. Für alle Beteiligten jedoch eine Win-Win-Situation. Der Händler bekommt direkt Geld und macht mehr Umsatz, Afterpay verdient Geld, der Kunde bekommt direkt seine Waren.

Deshalb hat PayPal jetzt auch zinslose Kredite: Pay in 4 from PayPal ist das neueste Feature beim Onlineshopping. Bisher ist Pay in 4 in Australien, Großbritannien, Frankreich, den USA und Deutschland (in eingeschränkter Variante) verfügbar. Bei Pay in 4 zahlt man seine Produkte in vier Raten und das zinslos. Die erste Rate begleicht man beim Kauf des Produkts und anschließend bezahlt man alle zwei Wochen. Genauso wie viele in den USA ihr Gehalt überwiesen bekommen. Das Ganze geht allerdings nur noch bis 1.500 US-Dollar Warenwert. Wem anderthalb Monate zum Zahlen zu kurz sind, der kann immer noch gegen Zinsen die Laufzeit des Kredits erhöhen.

Für viele Leute klingt so ein Kredit unspektakulär. Aber das Potential ist groß. Man kennt es vielleicht von Mediamarkt oder Ikea. Die 0 %-Finanzierung taucht überall auf. Viele Kunden haben kein Geld, um sich tolle Produkte zu kaufen. Aber mit so einem kostenlosen Kredit kann man sich plötzlich alles leisten. In den USA hat meine Vermieterin zum Beispiel einen 2.000 US-Dollar Kühlschrank über ihre Kreditkarte gekauft und langsam abgezahlt. Einfach, weil es zinslos ging. Ein Kühlschrank für 1.000 US-Dollar hätte es sicher auch getan, aber dank ihrer Kreditkarte musste sie sich keine Sorgen um das Geld machen und hat sich lieber sogar für das teurere Produkt entschieden. Deshalb sollen in 2 Jahren bereits 9 % der eCommerce-Umsätze mit solchen „Buy Now Pay Later“-Optionen erzielt werden und PayPal ist früh genug dabei, um sich ein Stück vom Kuchen zu sichern.

 

▲ Mit PayPals Pay in 4 können Kunden in 4 Raten ihre Waren bezahlen. Auf den ersten Blick klingt das unnötig, weil wir uns mit Aktien beschäftigen und unsere Finanzen in der Hand haben. Aber viele Leute haben nicht das Geld, um direkt eine PlayStation 5 (500 Euro UVP) oder andere hochpreisige Artikel bezahlen zu können. PayPals Pay in 4 oder vergleichbare Dienste wie Afterpay, Klarna und Co. nehmen den Leuten das mühsame Sparen auf Waren ab. Für viele Leute wird so das Onlineshopping erst richtig interessant. Zum Beispiel, wenn man beim Black Friday nicht auf sein Budget achten muss, weil man die Waren einfach später bezahlt.

 

Vergleich mit Zahlungsdienstleistern

Unternehmen PayPal Square Visa Mastercard
Logo
WKN A14R7U A143D6 A0NC7B A0F602
Marktkapitalisierung 325 Mrd. USD 123 Mrd. USD 487 Mrd. USD 342 Mrd. USD
Umsatz 2020 in Mio. USD 21.454 9.498 21.846 15.301
Umsatzwachstum 3J 17,9 % 62,4 % 6,0 % 7,0 %
EBIT 2020 in Mio. USD 3.428 -19 14.125 8.162
EBIT-Marge 2020 16,0 % -0,2 % 64,7 % 53,3 %
KUV 2021e 12,5 9,2 19,4 18,3
KGV 2021e 61 165 41 44
Dividendenrendite 0,0 % 0,0 % 0,6 % 0,5 %
Fokus #1 Bezahldienst im Internet mit beliebter Marke, #1 App für P2P-Zahlungen, Holding für Finanztechnologie-Startups #2 App für P2P-Zahlungen, #1 für mobile Bezahlterminals, #1 für Buy Now Pay Later mit der Übernahme von Afterpay #1 Kreditkartennetzwerk mit hohem US-Umsatzanteil #2 Kreditkartennetzwerk mit großem internationalen Geschäft

 

3. Bewertung der PayPal-Aktie: Tolles Qualitätsunternehmen mit saftigem Preisschild

AAQS: PayPal erzielt 10 / 10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore

 

AlleAktien DCF- und FMV-Modell

AlleAktien DCF-Modell (Discounted Cashflow Modell) und FMV-Modell (Future Multiple Valuation Modell)

AlleAktien DCF-Modell als Excel-Datei herunterladen »

 

Im AlleAktien Discounted Cashflow Modell berechnet man den fairen Wert einer Aktie basierend auf den zukünftigen Gewinnen des Unternehmens. Denn uns als Aktionären stehen alle kommenden Gewinne einer Firma zu. Deshalb ist der Gesamtwert dieser Gewinne der Wert der Firma. Meine Annahme ist dabei, dass PayPal in den kommenden Jahren weiterhin mit 20 % pro Jahr wachsen wird und ab 2027 mit 15 % pro Jahr wächst. Die operative Marge sollte durch zunehmende Skaleneffekte und auch neue profitable Zahlungsangebote bei Venmo, PayPal und Co. kontinuierlich steigen bis auf langfristig 25 %. Mit diesen Annahmen erreicht die PayPal-Aktie eine Renditeerwartung von 9 % pro Jahr.

Im AlleAktien FMV-Modell berechne ich den Wert der Firma mit Hilfe einer fairen zukünftigen Bewertung des Unternehmens. Hier habe ich ein KGV von 30 gewählt, was üblich ist für Unternehmen, die um 10 % bis 15 % pro Jahr wachsen. Die Ausschüttungsquote nehme ich mit 25 % an, da PayPal in den letzten Jahren regelmäßig Aktien zurückgekauft hat. Hierbei kommt PayPal auf eine Renditeerwartung von 8 % pro Jahr.

 

▲ PayPal erreicht im AlleAktien DCF-Modell eine langfristige Renditeerwartung von 9 % pro Jahr. Im AlleAktien FMV-Modell liegt sie bei rund 8 % pro Jahr. Aufgrund der hohen Qualität des Unternehmens tendiere ich langfristig allerdings eher zu den 9 % pro Jahr.

 

Renditeerwartung in Abhängigkeit vom Einstiegskurs

Renditeerwartung in Abhängigkeit vom Einstiegskurs

Je niedriger der Einstiegskurs, um so höher die langfristige Renditeerwartung

 

Einstiegskurs Renditeerwartung pro Jahr
140 USD 16,8 %
160 USD 15,3 %
180 USD 13,9 %
200 USD 12,7 %
220 USD 11,7 %
240 USD 10,7 %
260 USD 9,8 %
280 USD 9,0 %
300 USD 8,3 %
320 USD 7,6 %
340 USD 6,9 %
360 USD 6,3 %
380 USD 5,7 %
400 USD 5,2 %
420 USD 4,7 %
440 USD 4,2 %
460 USD 3,7 %
480 USD 3,3 %
500 USD 2,9 %
520 USD 2,5 %
540 USD 2,1 %
560 USD 1,7 %
580 USD 1,3 %
600 USD 1,0 %

 

 

4. Fazit zu PayPal: Potential zum #1 Zahlungsunternehmen weltweit

Ich halte die PayPal-Aktie für haltenswert

PayPal ist ein aussichtsreiches Unternehmen aus dem Bereich der Finanztechnologie. Jeder, der das Internet von 2005 noch kennt, der kennt PayPal. Damals war Käuferschutz eine Seltenheit im Internet und PayPal bot sie als erstes Unternehmen an. Plötzlich war jeder Händler im Internet vertrauenswürdig, denn im Notfall bekommt man sein Geld zurück.

Seitdem hat sich PayPal stark verändert. Das eCommerce-Geschäft läuft rund und PayPal ist hier weiterhin die Nummer 1. Aber PayPal hat seinen Cash Flow sinnvoll genutzt und viele Finanz-Startups günstig aufgekauft. Ein Unternehmen wie Venmo wäre heute sicherlich keine 26 Mio. US-Dollar wert wie damals, als PayPal sich das Unternehmen einverleibte. An Squares Bewertung kann man erahnen, was Venmo als Unternehmen an der Börse eigentlich wert wäre. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte im PayPal-Konzern.

PayPal hat es geschafft, sich zu einer Finanz-Holding zu entwickeln, die für alle Zahlungsthemen eine Lösung bietet. Zahlungen im Internet, Zahlungen im Laden, Cashback-Programme, Kryptowährungen, P2P-Zahlungen zwischen Freunden und jetzt auch noch Konsumentenkredite. PayPal bindet seine Kunden immer weiter in sein Ökosystem ein. Die Anzahl der Nutzer wächst kontinuierlich, aber vor allem die Anzahl der Zahlungen wächst. Das zeigt, dass PayPal einen immer größeren Stellenwert im Leben vieler Menschen hat. Deshalb mache ich mir um PayPals Erfolg als Unternehmen keine Sorgen!

Mich schreckt nur die hohe Bewertung ab. PayPal ist kein günstiges Unternehmen mehr. Finanzdienstleistungsaktien sind relativ teuer geworden und PayPal mit ihnen. Deshalb sehe die Aktie beim aktuellen Kurs von 277 US-Dollar als haltenswert an — mit einer Renditeerwartung von 9 % pro Jahr. Ich würde lieber noch etwas warten, bis sich eine neue, günstige Gelegenheit ergibt. Bei 250 US-Dollar wird die PayPal-Aktie als langfristiges Investment bereits sehr spannend.

Liebe Grüße,
Benjamin Franzil
AlleAktien Partner

Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit Aktien von PayPal.

3 Antworten

  1. Moritz Palmowski sagt:

    Vielen Dank für den Stand.
    Ein Kommentar zum aktuellen Interesse von PayPal an Pinterest? Ändert sich Eure Einstellung?
    Vielen Dank

  2. Banken und gereifte Fintechs scheinen derzeit wenig beliebt zu sein. Dem Fazit oben entsprechend habe ich bei nun $ 186 trotzdem zugeschlagen. Mal sehen…

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