Ausschüttungsquote (Payout Ratio)

Die Ausschüttungsquote eines Unternehmens gibt an, welcher Anteil der erwirtschafteten Gewinne eines Geschäftsjahres an die Aktionäre des Unternehmens durch die Zahlung einer Dividende ausgeschüttet wird.

 

Berechnung der Ausschüttungsquote

  • Dividende je Aktie/Gewinn je Aktie
  • Ausschüttungssumme/Gewinnsumme (bezogen auf das gesamte Unternehmen)

 

Die optimale Ausschüttungsquote

Solange ein Unternehmen die erzielten Gewinne in lukrative Erweiterungsprojekte investieren kann, sollten die Gewinne einbehalten werden, um den künftigen Gewinn weiter zu erhöhen.

Nahezu jedes erfolgreiche Unternehmen kommt irgendwann an einen Punkt, an dem nicht mehr genug sinnvolle Erweiterungsprojekte gefunden werden können, um den gesamten Gewinn zu re-investieren. Dann macht die Ausschüttung an die Eigentümer des Unternehmens Sinn. Die Aktionäre finden nämlich immer eine Möglichkeit, mit den erhaltenen Dividenden etwas anzufangen.

Andere Unternehmen wie Coca-Cola sind wahre Gelddruckmaschinen und müssen gar keine Gewinne einbehalten, um wachsen zu können. Die Produktionsanlagen auf der ganzen Welt stehen bereits. Folglich können die gesamten Gewinne ausgeschüttet und an die Aktionäre verteilt werden.

Generell betrachtet ist eine Ausschüttungsquote von 25-75 % für die meisten größeren Unternehmens eine sinnvolle Quote. Dann kann ein Teil der Gewinne in die Erweiterung des Geschäfts gesteckt werden und Substanz aufgebaut werden und den anderen Teil bekommen die Aktionäre des Unternehmens ab.

Bei Ausschüttungsquoten, die dauerhaft über 100 % liegen, wird es gefährlich. Das Unternehmen schüttet mehr an seine Eigentümer aus, als es erwirtschaftet. Es lebt von historisch aufgebauter Substanz.

 

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