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Aktie Analyse

Stryker Aktie Analyse

AlleAktien
WKN
864952
Symbol
SYK
Sektor
Gesundheit
Webseite
Stryker
Investor Relations
Investor Relations

Stryker ist eines der größten Medizintechnik-Unternehmen der Welt. Das Unternehmen aus Michigan beschäftigt aktuell über 26.000 Mitarbeiter und hat es sich zur Mission gemacht, die Gesundheit und Krankenversorgung weltweit zu verbessern.

Stryker wurde 1940 von Dr. Homer Stryker gegründet. Der Chirurg war unzufrieden mit den primitiven Werkzeugen in seinem Operationssaal und begann deshalb in seinem Keller an neuen, präzisen Werkzeugen zu forschen. 1942 entwickelte Stryker ein Bett, welches erlaubte, den Patienten auf den Bauch zu drehen, ohne dadurch den Rücken zu belasten. Das Krankenbett wurde aufgrund des Krieges stark nachgefragt und Stryker wuchs immer weiter. 1970 erfolgte schließlich der IPO. Das eingenommene Geld wurde dazu genutzt, um einen Implantat-Hersteller zu übernehmen. Implantate werden zum Beispiel in der Zahnmedizin oder für Gelenkoperationen genutzt und können den Patienten nach erfolgreicher Behandlung wieder deutlich mehr Lebensqualität bieten. 2013 übernahm das Unternehmen den Roboterhersteller MAKO, welcher OP-Roboter produzierte. Diese unterstützten den operierenden Arzt bei komplizierten Operationen. Um den Patienten bestmöglich pflegen zu können, übernahm Stryker 2022 eines der führenden Unternehmen für die Pflegekoordination: Vocera. Pfleger verbringen ein Viertel ihrer Zeit mit dem Patienten. Die restliche Zeit müssen Pfleger dokumentieren, administratorische Aufgaben übernehmen oder sich mit Mitarbeitern über den Patienten austauschen. Vocera entwickelt Softwarelösungen, welche es den Pflegern ermöglicht, mehr Zeit mit den Patienten zu verbringen.

Der aktuelle CEO ist Kevin Lobo. Er ist bereits seit 2012 im Amt und arbeitete zuvor bei Unilever, KPMG oder Kraft Kanada. Ein sehr erfahrener CEO, welcher seit mittlerweile 10 Jahre das Unternehmen erfolgreich vorangebracht hat. Aufgrund des stabilen Geschäftsmodells ist Stryker enorm beliebt bei Investoren. Das zeigt sich auch an der Aktionärsstruktur: Vermögensverwalter wie Vanguard oder Capital Research, halten insgesamt 35 % der Aktien. Damit befinden sich 65 % der Aktien im Freefloat.

Branchenanalyse

Siemens Healthineers ist in der Medizintechnik-Branche tätig. Der menschliche Körper ist nur für eine gewisse Lebensspanne ausgelegt. Je älter wir werden, desto mehr körperliche Probleme bekommen wir. Um so wichtiger ist es, eine gute und zuverlässige Behandlung bei Krankheiten zu bekommen. Unternehmen wie Stryker, Johnson & Johnson, Siemens Healthineers sind die „Schaufelverkäufer“ im Goldrausch. Sie verkaufen die Instrumente, Roboter, Medikamente und Implantate, die von den Ärzten immer häufiger nachgefragt werden und verdienen so an jeder Behandlung mit. Wachstumstreiber der vor allem die höhere Lebenserwartung der Gesellschaft. Mit zunehmenden Alter benötigen diese Menschen mehr medizinische Betreuung. Marktforscher rechnen hier deshalb mit einem Branchenwachstum von durchschnittlich 6 % pro Jahr. Neben einem langfristigen Wachstumstrend bietet diese Branche allerdings noch weitere Vorteile. Sie ist nicht zyklisch. Schließlich kann man eine Krankheit und deren Behandlung schlecht auf ein anderes Jahr verschieben. Wer Schmerzen hat, möchte sofort behandelt werden. Zusätzlich können dort profitable und wiederkehrende Umsätze erzielt werden. Perfekt, um etwas Stabilität in sein Depot zu bringen.

UnternehmenStrykerDanaher
Medtronic
Johnson & Johnson
Logo
WKN
864952
866197
A14M2J
853260
Marktkapitalisierung in Mrd. USD
94,0
187,8
139,3
445,3
Umsatz 2021 in Mrd. USD
17,1
29,4
30,1
93,8
Umsatzwachstum 3J
7,9%
20,0%
0,2%
4,8%
EBIT in 2021 in Mrd. USD
2,6
8,2
5,5
23,4
EBIT-Marge 2021
15,1%
27,7%
18,1%
24,9%
Unternehmenswert/ Umsatz
6,1
7,2
4,8
4,8
KGV 2022e
25,1
30,4
25,9
18,0
Dividendenrendite 2022e
1,1%
0,4%
2,4%
2,4%

Geschäftsmodell

Stryker hat sich daher für einen anderen Weg entschieden. Den Weg der Dezentralisierung. Jede Sparte und Division ist im Grunde genommen ein eigenes kleines Unternehmen. Mit eigenen Vetriebs-Mitarbeitern und mit einer eigenen Forschungs-Einheit. Zwar verursacht diese Organisationsform etwas höhere Kosten, aber sie bringt auch enorme Vorteile mit sich: Es gibt kaum Bürokratie, keine langen Abstimmungs-Prozesse, die Mitarbeiter können schnell Entscheidungen treffen und Verantwortung für „ihr“ Unternehmen übernehmen. Das führt in Summe zu einer schnelleren Innovation und stärkerem Wachstum.

72 % der Umsätze werden in den USA erwirtschaftet. Das Unternehmen ist mit mehr als 57.000 Produkten gut diversifiziert. Diese werden in zwei Segmente aufgeteilt:

MedSurg and Neurotechnology 56 %

Im größten Segment stellt Stryker eine breite Produktpalette an Werkzeugen für Chirurgen und anderes medizinisches Personal.

  • Der Neurotechnology-Bereich entwickelt und produziert hauptsächlich Geräte, die Ärzte bei Operationen am Gehirnschädel verwendet werden. Dazu gehören zum Beispiel manche Schlaganfallpatienten. Die Produktpalette ist groß und reicht von einfachen Sägen bis hin zu hochinnovativen Kathetern.
  • Im MedSurg-Bereich bietet Stryker ebenfalls hauptsächlich Produkte für Operationen. Auch hier ist die Produktpalette riesig. Von Kameras für Chirurgen (Endoskope) bis hin zu komplette Operationsräumen. Ohne Stryker geht heute nichts mehr.

Orthopaedics and Spine 44 %

Im zweiten Segment konzentriert sich Stryker hauptsächlich auf Implantate. Die wichtigsten sind künstliche Knie- und Hüftgelenke. Aber auch für fast alle anderen Extremitäten (Schulter, Fußknöchel und andere) hat Stryker Implantate entwickelt. Sogar für die Wirbelsäule gibt es Implantate, die häufig gegen Bandscheiben-Vorfälle zum Einsatz kommen. Der Bedarf dieser künstlichen Gelenke wächst stark. Je älter wir werden, desto öfter schmerzen unsere Gelenke. Durch das einsetzten der Stryker Implantate sind die Patienten plötzlich wieder in der Lage, wandern zu gehen. Damit erhöhen die Strykerprodukte klar unsere Lebensqualität.

Wie Krisensicher sind Medizintechnikunternhemen wirklich?

Stryker gehörte 2019 noch zu den wenigen Unternehmen, die 20 Jahre in Folge den Gewinn pro Aktie steigern konnten. Das Platzen der Dotcom-Blase, der Irak-Krieg und sogar die Finanzkrise zogen nahezu spurlos an Stryker vorbei. Doch 2020 setzte die Pandemie dieser Erfolgsbilanz ein jähes Ende: Vor allem die Produkte aus dem Orthopaedics and Spine Segment sind nicht lebensnotwendig. Die Krankenbetten werden für tödliche Krankheiten wie das Coronavirus benötigt. Operationen wurden verschoben. Die Umsätze gingen zurück. Damit ging der unbesiegbarkeitsruf von Stryker verloren, für welchen Investoren bisher einen Kursaufschlag zahlten.

Die Umsätze wurden jedoch nur aufgeschoben. Die gesundheitlichen Probleme der Menschen blieben ihnen durch die Pandemie erhalten. Es ist damit zu rechnen, dass Stryker in den nächsten Jahren von Aufträgen überrollt wird. Fazit: Je Branche hat ihre Schwachstelle. Manche Branchen mehr, manche weniger. Medizintechnik-Unternehmen gehören jedoch nach wie vor zu den Unternehmen mit den stabilsten Umsätzen. Der Umsatz, der in den letzten zwei Jahren nicht gemacht wurde, wird in den nächsten Jahren zum "gewöhnlichen" Umsatz dazu kommen. Wer krisensichere Unternehmen sucht, ist mit Unternehmen aus dem Gesundheitssektor bestens aufgehoben.

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2021 schüttete Stryker eine Dividende von 2,16 Euro an seine Aktionäre aus. Die Ausschüttungsquote belief sich dabei auf 56 %. Die Dividende wurde damit seit 29 Jahren nicht mehr gesenkt. Der Traum eines jeden Dividendeninvestors.

Das Umsatzwachstum lag in den letzten Jahren 3 bei durchschnittlich knapp 8 %. Der Gewinn ging mit durchschnittlich -17 % zurück. Investoren sollten sich davon nicht beunruhigen lassen. Die Gewinne wurden durch die Pandemie extrem verzerrt. Normalerweise wächst dieser mit etwa 7 %. Nach Peter Lynch ist Stryker damit ein Average Grower mit besonders tiefem Burggraben.

Stryker AlleAktien Qualitätsscore

Stryker erzielt im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) 9/10 Punkte und ist damit eine echte Qualitätsaktie.