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Ich bin 21 Jahre alt und habe mit 18 mit dem Investieren angefangen. Mein Fokus liegt dabei auf Qualitätsunternehmen die zudem Dividenden zahlen. In meiner Freizeit analysiere ich diese Unternehmen. Hier möchte ich meine Analysen und Erfahrungen mit euch teilen.

Healthineers IPO steht an: Aktie zeichnen?

3 Antworten

  1. Pascalou sagt:

    Sehr guter Bericht, vielen Dank dafür =)
    Vielleicht kommt ja bald ein Update, wie es im ersten Jahr gelaufen ist und was die momentane Einschätzung ist. Ist immer sehr interessant zu hören, da ich momentan als Werkstudent bei Healthineers arbeite und selbst Aktien besitze.
    Grüße aus Erlangen

  2. Karl Napf sagt:

    Mit 4% Wachstum (was sich auch mit den beim IPO veröffentlichten Bilanzzahlen der vergangenen 5 Jahre deckt) ist Siemens Healthineers einer der schwächsten großen Player im Bereich Medizintechnik – und dies hat das Unternehmen auch begriffen und schüttet korrekterweise 50-60% seines Gewinns als Dividende aus, weil man für Investitionen in Wachstum keine Perspektiven hat.

    Was die branchenübliche Bewertung angeht, da gäbe es mit Medtronic, Abbott Laboratories und Becton Dickinson durchaus vergleichbare Unternehmen; auch Johnson&Johnson hat zumindest eine vergleichbare Sparte mit ca. 40% Unternehmensanteil. Das historisch normale KGV dieser Unternehmen liegt bei 15-16, und etwa in dieser Größenordnung würde ich auch Siemens Healthineers verorten, was bei einem erwarteten EPS2020e von 1,76 € eine Bewertung von 25-30 € rechtfertigen würde. Siemens wächst auf lange Sicht ein bisschen schneller, ist aber auch zyklusabhängiger, was sich gegenseitig ungefähr aufhebt, sodass zufällig gleich hohe KGVs für Mutter und Tochter herauskommen.

    Dass die KGVs der Peer Group derzeit irrwitzig hoch liegen, das hat einen bilanztechnischen Grund: Alle drei von mir genannten Player haben in jüngerer Vergangenheit Übernahmen im zweistelligen Milliardenbereich durchgeführt (C.R.Bard, St. Jude Medical, Covidien).
    Nun ist es aber seit einigen Jahren so, dass man die „Acquisition-related intangible assets“ inkrementell abschreiben muss, was für durch eigene Tätigkeiten erworbene Intangibles nicht gilt – und diese Amortizations fressen große Teile des Vorsteuergewinns auf.
    Die Medizintechnik-Konzerne weisen in ihren Quartalsberichten ein alternatives „non-GAAP EPS“ aus, welches um diese Abschreibungen „bereinigt“ ist und erheblich höher liegt – auf dieser Basis wäre das KGV deutlich niedriger und etwa in historisch normalen Dimensionen. Allerdings sind diese Amortizations steuerlich wirksam und vernichten insbesondere Eigenkapital, weshalb ich die jährliche (!) Abschreibung nicht als „Sondereffekt“ durchgehen lassen möchte, zumal sie noch etliche Jahre in der aktuellen Höhe andauern werden.
    Ich würde also nicht empfehlen, die aktuellen KGVs der Medizintechnik-Konzerne als Vergleichswert für IRGENDWAS heranzuziehen, ohne sich dieser Problematik sehr genau bewusst zu sein.

    Bei einem fairen KGV von 15 für die Healthineers produziert das Unternehmen pro Jahr 100 / 15 = 6,67% verteilbare Beute, was bei einer geplanten Ausschüttungsquote von 55% eine Dividendenrendite von 3,67% ergäbe. Zusammen mit 4% p.a. an organischem Wachstum komme ich auf knappe 8% Wertschöpfung pro Jahr, also nicht ganz die normale Aktienmarktrendite – und dies bei einem Kurs von 25-30 € (siehe oben). Bei 32 € IPO-Preis habe ich kein hinreichendes Potenzial für einen Kauf gesehen, bei aktuellen 37 € finde ich die Aktie sehr teuer, selbst im Kontext der aktuellen Niedrigzinswelt.

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