Jonathan Neuscheler | AlleAktien Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt (B.A.)

Ich strebe die finanzielle Freiheit an. Mein Ziel ist es, von Jahr zu Jahr steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei bin ich langfristig denkend und agierend. Ich suche mir in Aktienanalysen systematisch Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und geringen Risiken aus. An diesen beteilige ich mich dann und bleibe meist viele Jahre investiert. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Eine rationale Vorgehensweise ist mir sehr wichtig. Daher analysiere ich genau, was ich kaufe, bevor ich kaufe. Ich achte darauf, so wenig Risiken wie möglich einzugehen. Dies gelingt durch eine genaue Aktienanalyse und eine sinnvolle Diversifikation.

Unser Geschenk: Deutliche Überrendite mit dem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS)

30 Antworten

  1. Aktionär sagt:

    Sehr informativer Artikel und interessantes Bewertungssystem. Mir ist jedoch nicht ganz klar wie ihr zur Renditeerwartung von 9,3% p.a gelangt? Da das Gewinnwachstum „nur“ 4,9% p.a betragen soll muss in diesem Fall doch das aktuelle KGV deutlich unter dem historischen KGV liegen was dann wiederum eine deutliche Kurssteigerung in Zukunft impliziert wodurch man schließlich auf die 9,3% p.a kommt? Finanzen.net gibt aktuell ein KGV für 2018 von 17,7 aus. Das liegt natürlich deutlich unter den KGVs der letzten Jahren, allerdings über dem KGV der Jahre 2008-2011. Die Frage ist doch hier viel eher, welches KGV sollte man als faires KGV für die Zukunft ansehen. Berechnet man das PEG Ratio von Peter Lynch 17,7/4,9 gelangt man zu einer doch recht sportlichen Bewertung von 3,6. Natürlich könnte man hier noch die gute Bilanz miteinbeziehen aber ich denke es ist klar worauf ich hinaus will.

    • Hallo, unsere Renditeerwartung ist eine einfache Formel, die wie folgt berechnet wird: Summe aus jährlichem Gewinnwachstum und Free Cash Flow-Rendite. Denn der Free Cash Flow kann für Dividendenzahlungen oder Aktienrückkäufe verwendet werden und erhöht so ebenfalls die Rendite. Da Aktien langfristig ein konstantes KGV haben, sollte jede Gewinnsteigerung eines Tages auch in einer Kurssteigerung münden. Diese Formel alleine liefert kein vollständiges Bild ab. Sie ist ein Puzzleteil einer großen Bewertung. Liebe Grüße, Jonathan

  2. Finanzstatist sagt:

    Spannender Artikel! Erinnert mich ein wenig an das Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ von Susan Levermann.
    Eine Frage hätte ich aber: Ist es nicht logisch, dass euer AAQS>9 outperformt? Ihr schaut euch ja das Gewinn- und Umsatzwachstum der letzten 10 Jahre an und nehmt nur solche die dies kontinuierlich steigern konnten. Diese Aktien prüft ihr dann auf die letzten 12 Jahre hin.
    Für die Zukunft würde das ja bedeuten ihr könntet jetzt schon (sicher) vorhersagen, dass Aktien in den nächsten 10 Jahren ein Umsatz- und Gewinnwachstum hätten.
    Meiner Logik nach müsstet ihr die Kennzahlen (AAQS>9) anhand der Daten von 1996-2006 berechnen und dies dann auf den Zeitraum von 2006 bis 2018 „backtesten“ falls Ihr dann eine Überrendite erzielt bin ich restlos überzeugt! 🙂
    Liebe Grüße

    • Wir haben den Backtest so durchgeführt, wie in deinem „Soll-Szenario“ beschrieben. Sprich im Jahr 2006 haben wir Daten von 1996-2006 verwendet. Im Jahr 2007 Daten von 1997-2007 usw. Wir haben uns die Ergebnisse nicht im Nachhinein schöngerechnet, sondern einen objektiven Backtest erstellt.

      • KS sagt:

        Danke für die Klärung. Das hat mich auch brennend interessiert, wie ihr genau vorgegangen seid. Evlt. könntet ihr dazu separat einen Beitrag erstellen, das würde sicherlich viele andere auch interessieren. Ich raffe das immernoch nicht zu 100%. Welche Werte waren denn im Jahr 2006, 2007, 2008 usw. im Aktienkorb?

  3. Investor sagt:

    Sehr schöner Artikel und eine klasse Hilfe zur ersten Vorauswahl von interessanten Investmentmöglichkeiten. Eine Frage: Ich verstehe im unteren Abschnitt „Qualitätsaktien Rangliste: Die besten Qualitätsaktien 2018“ nicht ob eine der beiden Tabellen wirklich up2date ist. Ihr schreibt, dass der Stand vom 27. Dezember 2018 sei, die erste Tabellenüberschrift ist allerdings „Top 10 Qualitätsaktien zum 1. Juli 2018“. Die zweite Tabelle reduziert die Top Picks auf nur diejenigen, die ihr bisher auch analysiert habt, richtig? Ich denke ihr könntet den Artikel noch deutlich aufwerten wenn ihr das klarstellt 🙂
    Beste Grüße!

    • Richtig. Um dir deine Frage zu beantworten: Wir aktualisieren die Top-10-Liste einmal jährlich zum 01. Juli. Daher ist der aktuelle Stand auch vom 01. Juli 2018. Die zweite Tabelle zeigt alle Aktien auf, die wir bisher analysiert haben. Liebe Grüße, Jonathan

  4. Quantified sagt:

    Klingt interessant, ist ja ein ähnlicher Ansatz wie der von Susan Levermann. Was mich zu der Frage bringt, ob ihr AAQS auch auf die internationalen Aktien ausdehen wollt. Oder ob ihr da Datenbeschaffungs- oder Datenqualitätsprobleme seht.

    • Für die USA gibt es sicherlich eine gute Datenbasis. Allerdings ist ein solcher Backtest mit einem enormen zeitlichen Aufwand verbunden. Sicherlich werden wir den AAQS eines Tages auch auf andere Märkte anwenden. Liebe Grüße, Jonathan

  5. Hendrik sagt:

    Wieso nehmt ihr als Vergleichsindex einen Dax-Mix, statt einem S&P 500? Ihr wollt doch zukünftig die USA übergewichten.

    • Lieber Hendrik,
      wichtig bei Backtests ist ein Apfel-Apfel-Vergleich. Wenn wir Daten zu deutschen Aktien haben, sollte unsere Benchmark auch aus deutschen Aktien bestehen. In der Zukunft werden wir natürlich auch noch einen Backtest zum US-Markt machen und dann eine US-Benchmark wählen. Dafür brauchen wir aber erst einmal die ganzen historischen Daten – für den deutschen Backtest mussten wir bereits mehr als 2.000 Scores erstellen.
      Liebe Grüße, Jonathan

  6. Florian Wiehart sagt:

    Lieber Jonathan

    Ich wollte mir die Nettofinanzverschuldung ausrechnen.

    Beispiel Fuchs Petrolub.
    Meine Rechnung wäre: Kurzfristige Verbindlichkeiten + Langfristige Verbindlichkeiten= 67 Mio. + 337 mio= 404 Mio

    Sehe ich dies so richtig oder fehlt noch was?

    Liebe Grüße Florian

    • Lieber Florian,

      auf Seite 79 des Geschäftsberichts findest du die Bilanz des Unternehmens: https://wwwfuchscom-94ba.kxcdn.com/fileadmin/Home/Geschaeftsberichte/2017/Fuchs_GB_2017_DE_Gesamt.pdf

      Daraus geht hervor, dass die langfristigen Finanzverbindlichkeiten bei 0 Mio. EUR, die kurzfristigen bei 1 Mio. EUR liegen. Andere Verbindlichkeiten wie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung berücksichtigen wir nicht. Dies hat zwei logische Gründe: Erstens fallen dafür keine Zinskosten an und zweitens müssen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung nicht zurückgezahlt werden (bzw. müssen es schon, dann befinden sich aber schon wieder die nächsten in der Bilanz).

      Die gesamte Finanzverschuldung des Unternehmens liegt also nur bei 1 Mio. EUR, dem steht ein Kassenbestand von 161 Mio. EUR gegenüber. Daher ist Fuchs Petrolub schuldenfrei und verfügt sogar über eine Nettofinanzposition von 160 Mio. EUR.

      Liebe Grüße, Jonathan

  7. FloParoo sagt:

    Lieber Jonathan.

    Ich bin auf der Suche nach den Nettofinanzschulden im Geschäftsbericht.

    Kann die aber leider nicht finden.

    LG

  8. FloParoo sagt:

    Lieber Jonathan.

    Vergiss die Frage. Hab sie mir selbst beantwortet.

    LG

  9. Stefan sagt:

    Super Artikel! Eine kurze Frage: woher habt ihr es, bei der Eigenkapitalrendite das tangible Eigenkapital zu nehmen? Habe ich so noch nie gesehen… Den Grund habt ihr plausibel erläutert. Aus welchem Buch oder welcher Quelle stammt das? Das Gleiche für das Capital Employed…

    • Jonathan sagt:

      Aus welcher Quelle wir das haben? Aus den Büchern, Aussagen und Schriften von Warren Buffett. Er spricht regelmäßig darüber.

      Liebe Grüße, Jonathan

      • Stefan sagt:

        Danke dir Jonathan! Ich schau immer in den Schmidlin und schau, wie Morningstar auf seine Kennzahlen kommt. Eigenkapitalrendite berechnet sich beiden immer nach Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital. Mit dem tangible Eigenkapital war mir daher neu… Eure Berechnung klingt aber auch plausibel. Ich mach gerade ne Analyse zu Sysco: Eigenkapitalrendite nach der Formel von Schmidlin/Morningstar ist 58,54 % und nach eurer Formel -98,77 %. Grund ist das hohe Goodwill (3,955 Mrd. $ bei nem Eigenkapital von 2,507 Mrd. $).

        Übrigens super Seite, die ihr da gebastelt habt!

        • Jonathan sagt:

          Lieber Stefan, freut uns, dass dir unsere Seite gefällt. In diesem Fall mit einem „negativen“ tangible EK geben wir dann trotzdem einen Punkt im AAQS – es ist ja schließlich positiv, wenn ein Unternehmen ohne den Einsatz von Kapital wachsen kann.

          Vg, Jonathan

  10. Gerd Huhn sagt:

    Hi Jonathan,

    habt ihr schon mal überlegt, eine Übersicht über alle gerankten Unternehmen in Form einer Tabelle/Excel/was auch immer darzustellen? Nicht nur in diesem Artikel, sondern quasi als (Unter-)Kategorie im Header? Zumindest für mich wäre es eine interessante und hilfreiche Darstellung 🙂

    Ansonsten großartige Arbeit, die ihr hier macht!!

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